Fummelbrett für die Katze – So lernt Ihre Katze spielend

Katzen sind intelligente und geduldige Jäger. Einer kniffligen Herausforderung gehen sie selten aus dem Weg. Ein Fummelbrett weckt aufgrund der vielseitigen Reize ihr Interesse. Es ist ein Vergnügen zuzusehen, wie sie sich stundenlang damit beschäftigen, um mit Zähnen und Pfoten an die Leckerlies in diesem Katzenspielzeug zu gelangen. So hat man für die Katze einen sinnvollen Zeitvertreib und Intelligenzförderung in einem.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Fummelbrett für die Katze und welche Vorteile bringt es mit sich?

Hinter einem Fummelbrett für die Katze verbirgt sich ein unterhaltsames Beschäftigungsspielzeug. Dieses besteht aus einer runden oder eckigen Bodenplatte, auf der sich unterschiedliche dreidimensionale Komponenten befinden. Zwischen diesen oder im „Brett“ versteckt sie eine attraktive Beute für neugierige Jäger.

Dabei handelt es sich beispielsweise um wohlriechende Leckerlies oder Trockenfutter. Alternativ sollen kleine Spielzeuge wie Bälle oder Spielmäuse die Aufmerksamkeit Ihrer Katze wecken.

Damit diese in den Genuss der Belohnung kommt, braucht sie Köpfchen und Geduld. Sie hascht mit Pfoten und Krallen nach der ersehnten Beute. Bei einem komplexen Fummelbrett kombiniert sie mehrere Aktionen, um an ihr Ziel zu gelangen. Folglich bietet ihr das Spielzeug über Stunden Beschäftigung.

Es geht mit einer Reihe von Vorzügen einher:

  • Abhängig vom Schwierigkeitsgrad des Fummelbretts genießt die Katze ein Intelligenz- und Konzentrationstraining.
  • Die verschiedenen Aktionen, um an die Beute zu gelangen, fördern Beweglichkeit und Koordination des Tiers.
  • Durch das integrierte Spiel ist Ihre Katze länger mit dem Fressen beschäftigt. Dies hindert sie am Schlingen und unterbindet damit einhergehende Magenbeschwerden.

Viele Katzen sind Geduldskünstler. Sie beschäftigen sich lange Zeit mit dem Intelligenzspielzeug. Sie sitzen nicht zwangsläufig mehrere Stunden am Stück davor. Doch gibt es im Fummelbrett noch etwas zu holen, kehren sie wieder und wieder zurück. Dieses „Suchtpotenzial“ birgt einen Nachteil. Gelangt die Katze auch nach größter Anstrengung nicht an ihre Belohnung, stellen sich Stress und Frustration ein.

Ab welchem Alter und warum eignet sich ein Fummelbrett für die Katze?

Die Mehrzahl der Katzen interessiert sich erst ab einem Alter von sechs Monaten für Geschicklichkeits- und Intelligenzspiele. Vorher fehlt ihnen das Konzentrationsvermögen, um die kniffligen Aufgaben zu lösen. Beginnen die Tiere, ihre Leckerlies mit den Pfötchen zu packen oder zu erhaschen, ist die Zeit für das Beschäftigungsspielzeug gekommen.

Welchen Nutzen das Fummelbrett für die Katze bereithält, unterscheidet sich typabhängig. Neben der Beschäftigung dient es als Intelligenzspielzeug. Es ermöglicht es dem Haustier, seine Fähigkeiten bei der Jagd auf die Probe zu stellen und zu verfeinern. Für junge Tiere dient es als sinnvolle Vorbereitung auf die „richtige“ Beutejagd. Die kognitive Stimulation befriedigt den Jagdtrieb. Sie verhindert, dass die Katze sich aus Langeweile an Vorhängen, Tapeten oder Mobiliar zu schaffen macht.

Wie und wann das Brett zum Einsatz kommt, hängt vom Temperament der Katze ab. Bleibt diese ungern allein, beugt das Spielzeug Frust vor. Ebenfalls eignet es sich, um ein träges Tier zum Spielen zu animieren. Durch die Versteckmöglichkeiten erlaubt es das Fummelbrett, Katzen über den Tag verteilt dosiert schmackhafte Snacks zu gönnen.

Womit können Katzenbesitzer das Fummelbrett befüllen?

Damit sich die Katze mit dem Fummelbrett beschäftigt, braucht sie einen attraktiven Anreiz. Ein duftendes Leckerli weckt ihren Ehrgeiz. Vorzugsweise verstecken Sie die Lieblingssnacks des Haustiers in dem Spielzeug. Mehrere Fummelbretter besitzen kleine Geheimfächer, aus denen die Tiere ihre Belohnung „fummeln“ müssen.

Zwischen den Komponenten auf dem Brett finden Trockenfutterstückchen Platz. Sie dienen als „Trostpreis“, wenn die Katze ihre favorisierten Leckerlies nicht auf Anhieb findet. Nassfutter und klebrige Leckereien eignen sich für dieses Spielzeug nicht, da durch die vielen Öffnungen und Vertiefungen die Reinigung schwerfällt.

Alternativ platzieren Sie zwischen den einzelnen Stationen auf dem Fummelbrett kleine Katzenspielzeuge.

Aus welchem Material besteht ein gutes Fummelbrett für Katzen?

Damit die Katzenbeschäftigung nicht in einem zerstörten Spielzeug endet, spielt bei dem Fummelbrett die Stabilität eine Rolle. Das Activity Board besteht aus Holz oder Kunststoff. Das robuste Material verhindert, dass die Katze mit Zähnen und Krallen Stücke abbricht und sich dabei verletzt. Teils besitzen die Fummelbretter Komponenten aus Stoff oder einem weichen, synthetischem Material.

Alle Teile des Fummelbretts sollten hochwertig verarbeitet sein und sich nicht lösen. Verschluckt das Haustier Materialstückchen, drohen ernste gesundheitliche Folgen. Aus dem gleichen Grund verzichtet die Mehrheit der Hersteller auf spitze Bestandteile aus Metall. Sie bergen vorrangig an den empfindlichen Pfotenballen sowie im Maul der Katze ein hohes Verletzungsrisiko.

Worauf gilt es, beim Fummelbrett zu achten und welche Gefahren gehen davon aus?

Neben dem stabilen Aufbau spielen Größe und Gewicht beim Katzenfummelbrett eine Rolle. Ist dieses zu groß und unübersichtlich, überfordert es die Katze. Sie verliert dann die Lust, sich mit dem Spielzeug zu beschäftigen.
Das birgt das Risiko, dass sie sich einen anderen interessanten Zeitvertreib wie das Kratzen an der Tapete sucht.

Obgleich das Fummelbrett für die Katze eine Herausforderung darstellen soll, sind zu komplizierte Modelle speziell für junge oder träge Tiere kontraproduktiv.

Geben Sie Ihrem Stubentiger nicht unbeschränkt Zugang zum Beschäftigungsspielzeug. Steht es zu jeder Zeit zur Verfügung, verliert die Katze im Laufe der Zeit das Interesse. Bekommt sie heraus, wie sie an ihre Leckerlies gelangt, verwandelt sich das Geschicklichkeitsspiel schnell zur Selbstbedienungstheke. Um das zu vermeiden, sollte das Fummelbrett nur von Zeit zu Zeit zur Verfügung stehen.

Fummelbrett: Kann ich das unterhaltsame Spielzeug für Katzen selbst bauen?

Legen Sie auf Individualität Wert, basteln Sie das Spielzeug für Ihr Haustier mit handwerklichem Geschick selbst. Dafür wählen Sie eine stabile Grundplatte in ausreichender Dimension. Beschäftigen sich zwei oder mehr Katzen mit dem Geschicklichkeitsspielzeug, braucht jede ausreichend Platz, um an die Leckerlies zu gelangen.

Do it Yourself: Diese Komponenten eignen sich zum Bau eines Fummelbretts für Ihre Katze

Bauen Sie das Fummelbrett für die Katze selbst, empfiehlt sich als Bodenplatte ein Brett aus Holz oder Kunststoff. Damit das Haustier sein Spielzeug im Eifer des Gefechts nicht verschiebt, kommt ein schweres Material zum Einsatz. Alternativ sorgt eine gummierte Unterseite für mehr Standhaftigkeit. Bohren Sie in das Bodenbrett mehrere Löcher, dienen diese bereits als gute Verstecke für die Beute.

Mit leichten Vertiefungen erschaffen die Katzenbesitzer ein kniffliges Futterlabyrinth.

Als Komponenten auf dem Fummelbrett bieten sich an:

  • Rohre,
  • Kram- und Wühlzeug,
  • kleine Kisten und Kästchen,
  • Korken und Holzbauklötze sowie
  • eine Kratzmatte aus Kork oder Filz.

Eine Röhre in Form einer Küchenpapierrolle eignet sich als Versteck für kleine Trockenfutterhappen oder ein Spielzeug. Um an die Belohnung zu gelangen, muss die Katze sie mit der Pfote aus dem Rohr schieben oder ziehen. In Kram- oder Wühlboxen sucht sie mit dem Maul oder den Pfoten nach Leckerlies. Damit sie das Wühlzeug nicht verschluckt, darf es nicht zu klein sein. Schaumstoffbälle oder Plüschspielzeug stellen eine gute Wahl dar.

Kleine Kisten bilden ein gutes Versteck für mehrere leckere Happen. Damit die Katze sich diese sichert, muss sie beispielsweise einen Deckel öffnen oder verschieben. Befinden sich die Leckerlies zwischen mehreren Korken oder Holzklötzen, stellt das so entstandene Futterlabyrinth eine Herausforderung für koordinierte „Pfotenarbeit“ dar.

Die Kratzmatten oder Kratzpappe erweist sich als zusätzliche Stimulation für das Haustier. Die einzelnen Komponenten können Sie auf dem Fummelbrett aufkleben oder anbohren. Letzteres empfiehlt sich bei Spielelementen aus Holz. Es verhindert, dass diese sich lösen und ein Verletzungsrisiko darstellen. Korken oder Kratzmaterialien halten mit einem guten Kleber lange Zeit. Klebereste entfernen Sie sorgfältig, damit die Katze sie nicht anlecken kann.

Bei der Verarbeitung eines selbst gemachten Fummelbretts für die Katze ist die Sicherheit ausschlaggebend. Raue Kanten, Holzsplitter oder Plastikgrate können an Maul und Pfoten Ihrer Katze sensible Verletzungen hervorrufen.

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