Neva Masquarade

Diese flauschige Samtpfote stammt ursprünglich aus Russland und besitzt eine sehr hohe Lebenserwartung. Die ausschließlich zur Wohnungshaltung geeignete Katzenrasse ist zwar eigensinnig, aber dennoch sehr verschmust und lässt ihre direkte Bezugsperson kaum aus den Augen.

Ihr Besitzer sollte sich eingehend mit ihrer Ernährung beschäftigen, sowie einer konsequenten Erziehung. Daher ist diese Katzenrasse nichts für Anfänger. Warum Sie bei der Anschaffung bereits einen Blick auf die Elterntiere werfen sollten und was Sie sonst noch wissen müssen, erläutert unser Rasseportrait.

Steckbrief Neva Masquarade

  • Rasse: Neva Masquarade
  • Herkunft: Russland
  • Gewicht: Katze 4 bis 6 kg, Kater 5 bis 9 kg
  • Größe: Körperlänge 80 bis 100 cm
  • Alter: bis zu 17 Jahre, auch bis 20 Jahre möglich
  • Charakter: eigensinnig, intelligent, treu, fröhlich, kommunikativ, verschmust
  • Fell und Farbe: mittellang, sehr dicht mit viel Unterfell, alle Point-Farbvarianten gemäß Rassestandard erlaubt, auch eine Tabby-Streifung wird anerkannt
  • Pflege: aufwendig
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Besonderheiten: große Pfoten mit Haarbüscheln zwischen den Zehen

Inhaltsverzeichnis


Herkunft

Die Neva Masquarade ist die Verwandte der Sibirischen Katze. Allerdings streiten sich Katzenexperten bis heute darüber, wann diese Rasse zum ersten Mal gesichtet wurde und woher sie eigentlich genau stammt. Quasi sicher ist, dass sie aus der Nähe des Flusses Neva stammt – daher auch der Name. Langhaarige Katzenrassen, die aus einer Kreuzung zwischen Hauskatzen und Waldkatzenrassen bzw. Wildkatzen entstanden, sind in Russland nichts Ungewöhnliches.

Bei der Neva Masquarade handelt es sich um die farbliche Mutation der Sibirischen Waldkatze. Dass es ausgerechnet in Sibirien und Norwegen vor allem langhaarige Fellnasen und Rassen gibt, ist wenig verwunderlich, wenn man die arktischen Wintertemperaturen bedenkt. Allerdings ist das Fell der Neva Masquarade nicht immer so plüschig und üppig wie bei der sibirischen Katze. In einigen Fällen kann es kürzer ausfallen.


Wissenswertes:

Wie die Sibirische Katze, ist auch die Neva Masquarade als eigenständige Rasse vom internationalen Dachverband FIFe anerkannt, und zwar seit 1998.

Aussehen

Der Körperbau der Neva Masquarade ist dem der Sibirischen Katze zum Verwechseln ähnlich. Und so hat auch diese Rasse einen kräftigen und muskulösen Körperbau, der in mittellangen Beinen endet. Der Kopf ist rund und breit. Die leicht nach außen gedrehten Ohren können auch hier in luchsähnlichen Puscheln enden.

Charakteristisch ist das lange und dicke Fell, das im Winter mit einer sehr dichten Unterwolle ausgestattet ist und im Sommer nahezu verschwindet. Wie bei den meisten Katzenrassen, die aus einer kalten Region stammen, hat auch die Neva Masquarade sogenannte „Schneeschuhe“, also Fellbüschel zwischen den Zehen. Um der Mieze einen optimalen Kälteschutz zu gewähren, ist das Deckhaar zudem wasserabweisend.

Es gibt im Aussehen einen entscheidenden Unterschied zur Sibirischen Katze: Die Fellfarbe. Denn bei der Neva Masquarade handelt es sich um eine Rasse, die ausschließlich in sogenannten Point-Farben gezüchtet wird, die von Seal über Chocolate bis hin zu Grautönen reichen. Point-Farben entstehen übrigens durch einen genetischen Defekt.

Bei diesem bleiben gut durchblutete Körperstellen weiß bzw. hell, während kältere Körperregionen dunkel sind. Ähnlich wie bei Birmas, Ragdolls und Balinesen entsteht die endgültige Färbung erst im Laufe der Zeit. Die Kätzchen kommen dagegen fast weiß auf die Welt, sind aber später sogenannte „Maskenkatzen“.


Gut zu wissen!

Die Neva Masquarade hat blaue Augen. Auch das ist eine Laune der Natur, denn hierbei handelt es sich um eine Form des Albinismus, die, wie auch das Fell, eine Farbmutation darstellt. Damit kann die Neva Masquarade vielfach schnell mit Birma, Ragdoll und Co. verwechselt werden.

Charakter

Die Neva Masquarade ist eigenwillig und selbstbewusst und kann entsprechend fordernd auftreten. Darüber hinaus ist sie sehr intelligent und weiß, was sie will. Sie ist aber auch eine sehr loyale, treue und anhängliche Katze, die als sehr menschenbezogenes Wesen eine äußerst enge und innige Beziehung zu ihrem Lieblingsmenschen aufbaut und unter anderem ausgiebige und tägliche Kuschel- und Streicheleinheiten benötigt.

Lebenserwartung

Die Neva Masquarade ist gewissermaßen ein „Spätzünder“ unter den Katzenrassen und erst mit gut 3 Jahren ausgewachsen. Bei einer artgerechten Haltung und Ernährung und der richtigen Pflege kann die Neva Masquarade bis zu 15 Jahre alt werden. Eine Grundvoraussetzung ist, dass sie aus einer seriösen Zucht stammt und über einen gesunden Genpool verfügt. Zu einem langen Katzenleben können Sie als Halterin zudem mit den folgenden Dingen beitragen:

  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit allen wichtigen Nährstoffen ist das A und O einer artgerechten Fütterung und wirkt sich unter anderem auch auf ein konstant ideales Gewicht aus – ein weiterer Punkt, der für die Katzengesundheit unabdinglich ist.

  • Beschäftigung & Bewegung: Die Neva Masquarade benötigt als Naturrasse möglichst viel Platz sowie körperliche und geistige Forderung in Spieleinheiten.

  • Stressreduktion: Katzen verabscheuen Stress, denn dieser ist unangenehm und macht krank. Ein stressfreies Leben trägt demnach ebenfalls zu einem langen Katzenleben bei.

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Ernährung

Wichtig ist, dass sowohl Trocken- als auch Nassfutter einen sehr hohen Anteil tierischer Proteine haben, da diese wichtig für einen gesunden Fettstoffwechsel, eine schlanke Linie, den Muskelaufbau und eine ausgeglichene Darmflora sind. Letztere ist entscheidend für ein starkes Immunsystem. Daneben sollte die Nahrung nicht zu fett- und kohlenhydratlastig sein.

Verzichten Sie beim Futter Ihrer Neva Masquarade zuliebe auf Getreidezusätze. Diese sind nicht Teil einer artgerechten Ernährung und werden nur schwer bis gar nicht verdaut. Die Folge können Lebensmittelunverträglichkeiten und -allergien sein.


Unser Tipp:

Als Fleischfresser freut sich die Neva Masquarade über Frischfleisch und Fisch. Wenn Sie es sich zutrauen, kann eine Barf-Ernährung optimal für Ihren neuen Mitbewohner sein. Diesen Ernährungsplan sollten Sie allerdings im Vorfeld mit dem Tierarzt besprechen.

Haltung & Platzbedarf

Die Neva Masquarade ist von Natur aus neugierig und aufgeweckt, und verfügt über einen ausgeprägten Jagdsinn. Sie klettert und springt sehr gerne, weshalb auch ausreichend Platz zur Verfügung stehen sollte. Außerdem bevorzugen die Katzen es, wenn sie den ganzen Tag in der freien Natur herumstromern können.

Sofern genügend Klettermöglichkeiten und Verstecke vorhanden sind, gibt sich die Nova Masquarade aber auch als Wohnungskatze zufrieden. Wenn Sie Sorge haben, Ihre Katze als Freigänger zu halten, machen ein katzensicherer Garten, Balkon oder Terrasse sowie große Katzenausläufe Sinn.

Harmonie

Wie die Sibirische Katze ist auch die Neva Masquarade sehr verschmust und treu. Eine enge und vor allem harmonische Beziehung zu ihren Bezugspersonen ist für sie enorm wichtig – und dieses Harmoniebedürfnis zeigt sie auch in den Beziehungen zu Kindern und anderen Haustieren wie beispielweise Hunden.

Zeitaufwand

In der Regel sind alle Katzen „zeitaufwendig“, wobei manche Rassen mehr Zeit in Anspruch nehmen, als andere Rassen. Die Neva Masquarade liebt ihre Bezugspersonen – und das schlägt sich demnach im Zeitaufwand für diese Rasse nieder. Hinzu kommen tägliche Spieleinheiten und die Pflege, die vor allem im Winter ein erhöhtes Maß an Zeit bedeuten kann.

Erziehung

Eine artgerechte Sozialisierung ist für die Neva Masquarade ebenso wichtig, wie Beschäftigung, Bewegung und Ernährung. Dinge wie beispielsweise die Stubenreinheit werden dabei von der biologischen Katzenmama übernommen und auch der Kontakt zu anderen Katzen, in dem Fall den Geschwisterchen, sollte demnach gegeben sein.

Sie als Halter müssen Ihrer neuen Mitbewohnerin möglicherweise einige Grenzen aufzeigen. Diese werden sich wahrscheinlich um nicht-adäquate Kratzangelegenheiten drehen. So muss auch eine Neva Masquarade lernen, dass ein Sofa kein Kratzbaum ist.

Pflege

Trotz ihres langen Fells gilt die Neva Masquarade als verhältnismäßig pflegeleichte Rasse, die sich allein um ihre Fellpflege kümmern kann. Dennoch sind wöchentliches Kämmen und Bürsten eine gute Idee. Das gilt auch und vor allem in Zeiten des Fellwechsels, in denen die Unterwolle entweder hinzukommt oder wieder abgestoßen wird. Hier kann es sinnvoll sein, die Katze täglich zu kämmen und zudem mit Katzengras, Malzpaste und entsprechendem Futter der übermäßigen Bildung von Haarballen entgegenzuwirken.


Interessant:

Trotz des Fells soll diese Rasse für Allergiker geeignet sein, da das Fell hypoallergen ist. Und damit unterscheidet sie sich unter anderem von Siamkatzen, deren Haare Allergien begünstigen.

Gesundheit

Naturrassen haben in der Regel eine robuste Konstitution. Dennoch kann es auch bei der Neva Masquarade die ein oder andere Krankheit geben, die vor allem im Falle von Rückkreuzungen sehr wahrscheinlich sind, da diese von den Elterntieren an die Jungtiere vererbt werden. Es handelt sich also in erster Linie um Erbkrankheiten. Im Laufe eines Katzenlebens können sich folgende zwei Erbkrankheiten entwickeln:

  1. Hypertrophe Kardiomyopathie (HKM): Diese Erkrankung ist eine Erbkrankheit, die den Herzmuskel der Katze betrifft. Dieser verdickt sich im Laufe der Zeit, was zu einem unregelmäßigen Herzschlag und damit zu einer schlechteren Durchblutung führt. Seriöse Züchter achten darauf, dass HKM bereits bei den Elterntieren nicht vorkommt und werden bei den Kitten einen entsprechenden Test durchführen lassen.

  2. Polyzystische Nierenerkrankung (PKD): Davon betroffen sein können nicht nur Neva Masquarade, sondern auch die Sibirische Katze oder die Heilige Birma. Als Erbkrankheit ist auch diese Krankheit eine Folge von Inzucht und Rückkreuzungen der Elterntieren. Sie tritt vor allem im fortgeschrittenen Alter auf und ist für Tier und Mensch eine absolute Qual.

Kostenpunkt

Ein Neva-Masquarade-Kätzchen kostet etwa 700 Euro – zumindest ist das der Preis, den Sie für ein Kitten aus einer seriösen Zucht einplanen müssen. Sollte die Mieze billiger sein, ist es wahrscheinlich, dass auch die Zucht nicht die beste ist. Informieren Sie sich demnach im Vorfeld ausgiebig im Netz nach einer guten Neva-Masquarade-Zucht.

Die Anschaffung einer kleine Neva Masquarade ist selbstverständlich nur einer der Kostenpunkte, die auf Sie als neue Halterin zukommen.

Pünktlich zum Einzug möchte die Neva Masquarade auch die folgenden Dinge in ihrem neuen Zuhause wissen:

  • Mindestens einen Kratzbaum und ausreichende Schlaf- und Kuschelmöglichkeiten
  • Futternäpfe, Trinknäpfe sowie art- und altersgerechtes Katzenfutter
  • Mindestens ein, besser aber zwei Katzentoiletten, inkl. Katzenstreu

Vor allem bei den letzten beiden Punkten handelt es sich um laufende Kosten, also Geld, das sie monatlich einplanen müssen. Je nach Futter kann dieses bis zu 100 Euro pro Monat bedeuten. Auch die Katzenstreu sollte als Kostenfaktor nicht unterschätzt werden.


Info:

Bei der Katzentoilette gilt die Faustregel n+1. Haben Sie also eine Katze, benötigen Sie zwei Katzentoiletten usw. Es empfiehlt sich zudem, diese einmal wöchentlichen gründlich zu reinigen, also mit Desinfektion und neuer Einstreu.

Vergessen Sie bitte auch nicht, dass Tierarztkosten ebenso anfallen werden, wie Kosten für Schutzimpfungen und eventuelle Wurmkuren. Diese sollten regelmäßig durchgeführt werden, und zwar auch für reine Wohnungskatzen, da sich Parasiten gerne auch uns Menschen als Zwischenwirte aussuchen, bevor sie auf die Miezen überspringen.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie zudem das Abschließen einer Katzenversicherung erwägen. Diese ist in der Regel relativ günstig.

Welche Überlegungen sind vonnöten, wenn ich mir diese Rasse zulege?

Überlegen Sie, eine Neva Masquarade bei sich einziehen zu lassen, sollten Sie diesen Schritt gut durchdacht haben. Eine Katze bedeutet nicht nur, die Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen, sondern immer auch Einschnitte im bisherigen Leben. Zudem beansprucht eine Neva Masquarade viel Zeit, die Sie sich als Halterin auch nehmen müssen.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist auch der finanzielle Aspekt, da sich die laufenden Kosten für diese Katzenrasse auf einige hundert Euro pro Jahr belaufen können.

Haben Sie diese Überlegungen gut durchdacht, steht einem Einzug der Neva Masquarade nichts mehr im Wege. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Fellnase viel Freude aneinander!

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