Effilierschere für den Hund - Das sollten Sie wissen

Was für ein Fellknäuel kommt denn da um die Ecke geflitzt? Da kann man ja kaum die treuherzigen Augen erkennen. Es wird höchste Zeit, wieder Ordnung in dieses Chaos zu bringen. Mit einer Hundeschere ist das möglich. Mit ihr kann man selbst zum Friseur werden und seinem Vierbeiner die Frisur verpassen, welche man sich vorstellt. Das kann bares Geld sparen und Hund und Halter Freude bereiten.

Mit Effilierscheren wird das Volumen verringert, und es wird ein Grundhaarschnitt oder ein schöner Stufenschnitt modelliert. Schneidet man regelmäßig, dünnt dies das Fell dauerhaft aus und es fällt locker herab. Wir sagen Ihnen, wann Sie Ihrem Hund die Haare schneiden sollten und worauf Sie dabei zu achten haben.


Inhaltsverzeichnis


Was ist eine Effilierschere für Hunde?

Effilierscheren haben zwei gezahnte Schneideflächen. Dies hat zur Folge, dass nur etwa ein Drittel aller Haare einer Strähne erfasst werden. Diese Scheren eignen sich hervorragend, um Hundefell auszudünnen.

Allerdings ist die Handhabung der Fellschere nicht ganz einfach. Daher bietet sie sich an, wenn man im Umgang mit Hundescheren bereits Erfahrungen gesammelt hat.

Was sind die Vor- und Nachteile einer Effilierschere?

Mit einer passenden Schere kann man die Haare seines Lieblings einfach und hygienisch schneiden, sein Fell ordentlich trimmen und das Tier pflegen. Beispielsweise lassen sich Haare aus komplizierten Bereichen wie dem Maul, dem Intimbereich, den Pfoten und Ohren entfernen.

Trimmt man das Fell, hilft dies dabei, Hautkrankheiten oder Parasiten zwischen dem dichten Hundefell auszumachen. Durch das Trimmen der Haare in der Analregion ermöglicht man einen sauberen Stuhlgang. Somit hat der Einsatz einer Effilierschere auch einen gesundheitlichen Nutzen.

Trimmen ist schmerzlos und kann am ganzen Hundekörper erfolgen. Bei einer regelmäßigen Anwendung erhält das Tier einen “rolling coat”, also ein gleichmäßiges Fell ohne Trimmlöcher.

Nachteile bestehen bei einer falschen Anwendung: Wird ein Hund getrimmt, dessen Fell dies nicht benötigt, kann die Unterwolle zu voluminös werden. Das Deckhaar verliert seine Schutzfunktion, sodass der Boden für Parasiten und Hautkrankheiten geebnet wird.

Bei unsachgerechtem Scheren ist die Hundehaut der Sonne ausgesetzt. Ein Sonnenbrand kann die Folge sein. Auch im Wasser fehlt dann der natürliche Schutz dann, sodass Hunde leicht eine Erkältung davontragen können.

Was ist der Unterschied zwischen einer Effilierschere und einer Modellierschere?

Bei Modellier- und Effilierscheren handelt es sich um eine Ausdünnungsschere zur Reduktion des Haarvolumens.

Eine Modellierschere ist auf einer Seite gezahnt und auf der anderen Seite glatt. Somit wird etwa die Hälfte aller Haare geschnitten. Sie eignet sich gut für Einsteiger.

Eine Effilierschere hingegen hat eine zweiseitige Zahnung. Das Besondere daran ist, dass etwa ein Drittel der Haare herausgeschnitten werden. Diese Schere benötigt eine sorgfältige Technik und mehr Übung als eine Modellierschere.

Kann ich eine menschliche Schere für Hundehaare verwenden?

Eine menschliche Schere bietet sich zum Trimmen von Hundehaaren nicht an. Ihr fehlen einige Sicherheitsausstattungen, um die Fellpflege sicher umsetzen zu können.

Was zeichnet eine gute Effilierschere aus?

Eine gute Schneideschere sollte diverse Merkmale aufweisen. Diese sollten sein:

  • Hochwertiges Material, welches nicht rostet, wie beispielsweise Edelstahl oder Kohlenstoffstahl.
  • Scharfe Kanten für saubere und präzise Schnitte.
  • Bekannte Marken, welche schon lange auf dem Markt sind, und sich durch Qualität und Langlebigkeit einen guten Ruf erworben haben.
  • Passende Größe; lange Scheren sind effizient und schneiden große Bereiche, kleinere Scheren sind für kontrollierte schwer zugängliche Stellen. Zudem sind sie leichter zu handhaben.
  • Mikroverzahnung sind winzige Einkerbungen. Diese halten die Haarsträhne. Somit verrutscht sie beim Schneiden nicht.

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Wann sollte ich meinen Hund scheren?

Ein Hund ist eine haarige Angelegenheit. Egal, welche Rasse man sich ins Haus holt, das Fell sollte regelmäßig gebürstet werden. Bei Rassen, die kaum Haare verlieren, wie beispielsweise Terrier-Arten oder Pudel, bietet sich trimmen oder Scheren an.

Nicht jedem Hund tut diese Behandlung allerdings gut. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass jene die Fellstruktur nachhaltig verändert.

Jeder Hund verfügt über Deckhaar und Unterwolle. Das Deckhaar bestimmt die Farbe des Fells und stellt den Hauptteil dessen dar. Es schützt vor Schnee, Schmutz, Sonne, Regen und mechanischen Einflüssen.

Die Unterwolle ist dünn und dicht. Sie reguliert die Wärme und sorgt für einen Temperaturausgleich bei unterschiedlichem Klima. Ist die Unterwolle allerdings stark verschmutzt, voll toter Wollhaare oder verfilzt? Dann kann sie ihre Funktion nicht erfüllen.

Diverse Hunderassen verlieren in regelmäßigen Abständen von 10 bis 16 Wochen ihr Deckhaar und die Unterwolle. Nordische Rassen wie Samojede und Huskys, sowie alle Retriever und Schäferhunde zählen beispielsweise hierzu. Wird jener Hund getrimmt, nimmt das Volumen des Deckhaars ab.

Die Unterwolle wächst, um diesen Verlust auszugleichen. Dies kann zu Verfilzungen und Befall mit Parasiten führen. Besser ist es, jene Hunde regelmäßig zu bürsten.

Andere Hunde, wie beispielsweise Spaniel, Setter und Schnauzer sowie harthaarige Mischlingshunde haben ein Problem. Bei ihnen bleibt das abgestorbene Deckhaar alle 8 bis 12 Wochen in der Haut stecken. Das verhindert das Nachwachsen neuen Deckhaars. Hier schafft Trimmen Abhilfe.

Sollte ich meinen Hund im Winter scheren?

Ein Hund sollte lieber im Frühjahr als im Winter geschoren werden. Hierdurch kann das Deckhaar und die Unterwolle das Fellknäuel in der kalten Jahreszeit besser vor Unterkühlung schützen.

Wie schere ich meinen Hund am besten?

Wichtig für einen reibungslosen und sicheren Ablauf beim Scheren ist es, dass der Vierbeiner sich still verhält. Bestenfalls lernt er, während des Trimmens zu sitzen.

Beginnen kann man mit den empfindlichsten Bereichen des Tieres, dem Fell rund um die Ohren sowie dem Gesicht.

Zum Trimmen der Pfote sollte eine kurze Schneideschere verwendet werden. Zudem kann eine helfende Hand nützlich sein, um den empfindlichen Bereich sicher bearbeiten zu können.

Trimmt man den Schwanz sowie dessen umliegenden Bereich, ist es praktisch, zuerst die Haare auszubürsten. Im Anschluss trimmt man die abstehenden Haare.

Jenen Vorgang kann man auch auf das Trimmen des Ganzkörperbewuchses anwenden. Hier ist jedoch eine Schere in voller Länge notwendig. Beginnen sollte man am Hals des Hundes, um sich dann nach hinten vorzuarbeiten.

Wie reinige ich eine Effilierschere?

Eine Effilierschere sollte man direkt nach dem Gebrauch reinigen, um Bakterien und Verschmutzungen zu entfernen.

Hierzu geht man wie folgt vor:

  • Die Schere sollte eine halbe Stunde in heißem Wasser mit antibakterieller Seife einwirken.
  • Nun kann man die Schere zum Ausdünnen mit einem Handtuch abtrocknen.
  • Die Kanten der Klinge können mit einem kleinen Schuss Alkohol und einem Handtuch oder Watte abgewischt werden.
  • Lagern kann man die trockene Schere in einem sauberen Beutel. Alternativ bietet sich ein trockenes Fach an, in dem die Schere abgedeckt verwahrt wird.

Mein Hund wird beim Scheren nervös – wie beruhige ich ihn?

Sobald man merkt, dass das Fellknäuel unruhig oder ängstlich wird, bietet sich eine Pause an. Nun kann man mit dem Vierbeiner spielen, trainieren oder kuscheln. Das lenkt den Hund ab, fordert und beruhigt ihn.

Zerrspiele beispielsweise sind ideal, um Stress abzubauen und Erlebtes zu verarbeiten. Ein Ballspiel hingegen würde den Hund auf Hochtouren bringen. Danach müsste er dann voller Adrenalin wieder stillsitzen.

Niemals sollte man bei unruhigen Tieren beruhigend auf sie einreden. Dies verstärkt ihre Ängste nur, da sie sich in ihrer Situation bestätigt fühlen.

Zudem beobachtet ein Hund seinen Halter genau. Strahlt man selbst Ruhe und Gelassenheit aus und bietet Sicherheit? Das merkt der Vierbeiner und begibt sich vertrauensvoll in die führenden Hände.

Hund selbst scheren oder besser im Hundesalon?

Der Besuch im Hundesalon bringt diverse Faktoren mit sich: Einerseits können ängstliche Hunde den ungewohnten Gang in den Salon mit Stress verbinden. Zudem kostet das fachgerechte Scheren oder Trimmen Geld.

Wer selbst über eine ruhige Hand, das Gespür für seinen Vierbeiner und das nötige Geschick verfügt, kann das Tier selbst scheren. Hierzu sollte allerdings immer gutes und sicheres Werkzeug verwendet werden.

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