So klappt’s mit dem Transport Ihrer Katze in Bus und Bahn

Katzen begeben sich nur ungern auf Reisen. Bereits die Fahrt zum Tierarzt kann sich zu einer reinen Tortur entwickeln. Besitzt Frauchen kein Auto, muss auf öffentliche Verkehrsmittel ausgewichen werden. Für die sensiblen Vierbeiner steigt der Stresspegel bei einer Bus- oder Zugfahrt.
Sollen die Tiere mit Bahn oder Bus befördert werden, müssen Katzenhalter auf einige Dinge achten, um den Katzen die anstehende Fahrt so angenehm wie möglich zu machen.

Inhaltsverzeichnis


Welche Gesetze gelten bei der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Katzen und andere Kleintiere können in Straßenbahn, Bus oder Zug beinahe uneingeschränkt transportiert werden. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Tiere in einem geeigneten Behältnis untergebracht sind. Geeignete Behältnisse werden dabei vom Gesetzgeber nicht näher definiert.

Bei Katzen sollte eine stabile Transportbox zum Einsatz kommen. Wichtig ist, dass die Katze nicht entkommen kann. Ebenso besitzt es im Nah- und Fernverkehr Priorität, dass die Tiere keine anderen Fahrgäste stören, belästigen oder gar gefährden.

Wie bereite ich die Katze am besten auf die Fahrt in Bus oder Bahn vor?

Soll die Katze in Bus oder Bahn auf Reisen gehen, stehen Sie vor einer nicht zu unterschätzenden Herausforderung. Es geht nicht nur darum, die Tiere in die ungeliebte Transportbox zu bewegen, auch an viele Menschen und fremde Geräusche müssen sich die Katzen gewöhnen.
Dieses Problem stellt sich bei Reisen im eigenen Fahrzeug nicht. Dort können Sie die Geräuschkulisse auf ein Minimum reduzieren und es befinden sich meist nur dem Tier vertraute Personen im Wagen.

Sie werden die Katze im Bus oder Zug nicht aus der Box lassen können, um ihr Wasser oder Futter zu geben. Bei längeren Reisen werden die Tiere für mehrere Stunden auf das enge Behältnis angewiesen sein. Daher ist es besonders wichtig, den Tieren die Angst vor der Katzenbox zu nehmen.

Meist dient die Transporttasche lediglich der Fahrt zum Tierarzt. Nicht selten ergreifen die Tiere bereits die Flucht, wenn die Transportbox nur in ihr Blickfeld gelangt. Sorgen Sie daher rechtzeitig vor der geplanten Reise dafür, dass die Katzenbox nicht mehr gemieden und im Idealfall sogar freiwillig betreten wird.
Dies kann gelingen, indem Sie die Transportbox im gewohnten Umfeld der Katze aufstellen. Öffnen Sie die Box, statten das Innere bequem aus und vergessen Sie das Lieblingsspielzeug und einige Leckerlis nicht. Auch mit Katzenminze oder Baldrian lässt sich die Transportbox für Katzen attraktiv machen.

Zwingen Sie die Tiere nicht in die Box, haben Sie Geduld. Integrieren Sie die Transportbox in die tägliche Spielstunde. Sie können auch versuchen, das Futter in der Box zu servieren. Die Tür sollte jedoch immer geöffnet bleiben.

Hat Ihr Liebling die Scheu vor dem Katzenkorb abgelegt, gehen Sie den nächsten Schritt. Bevor die Katze im Bus oder Zug eine weite Reise antritt, starten Sie einen Test im Nahverkehr. Der Schaffner in der Tram wird nichts dagegen haben, wenn Sie mit Ihrem Tier einige Stationen mitfahren. Beobachten Sie dabei mögliche Verhaltensauffälligkeiten der Katze. Unter Umständen müssen Sie öfters trainieren. Für den Tag der Reise können Sie zu pflanzlichen Beruhigungsmitteln greifen. Diesbezüglich berät Sie ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker.


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Wie lässt sich Stress beim Transport in Bus oder Zug vermeiden?

Ist der große Tag gekommen, haben Sie das Tier im Idealfall an die Transportbox gewöhnt. Beim Betreten von Bus oder Bahn warten neue Herausforderungen, da viele fremde Menschen, Geräusche und Gerüche auf das Tier einströmen. Auch die Temperatur lässt sich nur schwer vorab einkalkulieren. Daher kann es passieren, dass es am Reisetag besonders heiß oder unangenehm kühl ist.

Der tierische Mitreisende wird vermutlich nicht bei allen Insassen auf Begeisterung stoßen. Einige Menschen reagieren sogar allergisch auf Katzen und möchten dem Tier keinesfalls zu nahe kommen.

Ganz gleich, ob Ihr Tier sich lauthals beschwert oder beleidigt und verstört in seinem Behältnis hockt, die Transporttasche darf nicht geöffnet werden. Mit Sicherheit würden Sie Ihr Tier gern auf den Schoß nehmen und trösten.
Doch die Gefahr, dass die verschreckte Katze Ihnen entwischt und für ein Chaos in Bus oder Bahn sorgt, ist beinahe vorprogrammiert. Eine Transportbox mit Gitter bietet sich an. Dann können Sie Blickkontakt zu Ihrem Tier herstellen und die Katze durch das Gitter kraulen und beruhigen.

Erfahrungsgemäß möchten Katzen während der Fahrt keine Nahrung aufnehmen. Damit die Katze auf sehr langen Fahrten nicht dehydriert, können Sie ihr mithilfe einer Einwegspritze etwas Flüssigkeit verabreichen.

Katzen vertragen keine Zugluft. Sie können die Transportbox mit einem Tuch abdecken. Dies kann auch helfen, wenn es im Verkehrsmittel unangenehm kühl ist.

Wie verhalte ich mich nach der Reise?

Kommen Sie von Ihrer Reise zurück, haben auch die Tiere ein großes Abenteuer bestanden. Nun ist Ruhe angesagt. Stellen Sie die Katzenbox in einem weniger stark frequentierten Raum ab und öffnen Sie das Gitter.

Verschreckte Tiere werden vermutlich noch einige Zeit in der Box bleiben. Wieder andere verlassen das Behältnis sofort, wenn auch noch auf etwas wackligen Beinen. Belohnen Sie Ihre Fellnase mit einem Leckerli. Der Katzenkorb verbleibt noch einige Zeit in der Wohnung. Damit wird die Katze auch positive Erfahrungen machen und bereitwilliger in die Box steigen, wenn die nächste Reise ansteht.

Wie groß sollte eine Transportbox für eine Katze sein?

Die Katze darf sich in der Transportbox nicht zu eingeengt fühlen. Gleichzeitig sind sperrige und übergroße Katzenboxen ungeeignet für öffentliche Verkehrsmittel. Achten Sie darauf, dass die Box breiter und länger als die Katze selbst ist. Die Tiere sollten sich in der Box aufrichten, drehen und lang ausstrecken können.

Möchten Sie eine kleine Katze im Bus oder Zug transportieren und sie frühzeitig an das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gewöhnen, kaufen Sie von Anfang an eine größere Box. Dann gewöhnen sich die Tiere früh an die Katzenbox und verlieren bei späteren Reisen die Scheu davor.

Benötige ich für meine Katze im Bus oder Zug ein Ticket?

Reist die Katze in einer Box, welche die Maße einer üblichen Reisetasche nicht übersteigt, gilt das Tier in seinem Behältnis als „Handgepäck“ und kann kostenlos mitfahren. Dabei wird von einem Maximalgewicht von sechs Kilogramm ausgegangen.


Gut zu wissen:

„Während Katzen keinen Fahrschein brauchen, müssen größere Hunde, die in keine Box passen, den halben Fahrpreis zahlen.“ 


Was sollte ich vermeiden, wenn ich mit einer Katze öffentliche Verkehrsmittel verwenden muss?

Sie müssen Ihr Tier in jedem Fall die komplette Fahrzeit über beaufsichtigen.

Einige Dinge sind unbedingt zu vermeiden:

  • Katzenbox darf nicht geöffnet werden.
  • Das Tier darf nicht auf den Arm oder auf den Schoß genommen werden.
  • Die Katze sollte vor der Fahrt nicht zu viel fressen.
  • Die Katzenbox darf nicht zu groß und unhandlich erscheinen.
  • Andere Mitfahrer in Bus und Bahn dürfen sich von Ihrem Tier nicht belästigt fühlen.

Wie lange kann ich mit einer Katze im Bus oder Zug fahren?

Die geplante Reise ist für Katzen Stress pur. Überlegen Sie daher, ob sich keine Alternative finden lässt, dem Tier die Fahrt zu ersparen. Am liebsten bleiben Katzen in ihrem gewohnten Umfeld und werden von Freunden oder Nachbarn gefüttert und unterhalten.

Ist die Katze an die Transportbox gewöhnt und Sie finden in Bus oder Bahn einen ruhigen Sitzplatz ohne Zugluft und intensive Lautstärke, sind längere Fahrten möglich.

Nehmen Sie die Katzenbox auf ihren Schoß, reden dem Tier gut zu und kontrollieren Sie dessen Allgemeinzustand und Flüssigkeitshaushalt. Länger als drei bis vier Stunden sollten Bus- oder Bahnfahrten mit Katzen jedoch nicht dauern.                             

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