Dackel

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Dackel wurden bereits von den Kelten zur Jagd eingesetzt. Die sogenannte Keltenbracke hatte besonders kurze Beine und war für das Aufspüren von menschlichen Fährten bekannt. Heute gelten die Keltenbracken als Vorfahren der Dachshunde. Im Mittelalter nahm die Beliebtheit der Jagd auf Füchse und Dachse zu.

Um die Felder und Hühner zu schützen, suchten Bauern nach Hunden, die die räuberischen Tiere bis in den Bau hinein verfolgen konnten. Die Keltenbracke war mit ihren kurzen Beinen als Begleithund dafür wie geschaffen. Somit begann eine zunehmende Zucht, welche bereits 1560 in einem Hundebuch vermerkt wurde.

Die Beliebtheit des Dackels stieg. Kaiser Wilhelm II., der gerne zur Jagd ging, hatte einige Kaiserdackel. 1972 war der Dackel das offizielle Maskottchen der Deutschen bei Olympia.

Aussehen

Heute haben Dackel, auch als Teckel bezeichnet, eine eigene FCI-Gruppe, welche ausschließlich Dachshunde beinhaltet. Unterschieden werden dabei Langhaar-, Rauhaar- und Kurzhaar-Dackel, die jeweils in drei unterschiedlichen Größen gezüchtet werden.

Die drei Größen vom Dachshund unterschieden sich durch:

  • Kaninchenteckel: Brustumfang maximal 30 Zentimeter
  • Zwergteckel: Brustumfang 30 - 35 Zentimeter
  • gewöhnlicher Teckel: Brustumfang von mehr als 35 cm und maximal 9 Kilogramm Gewicht

Neben der Größe unterscheiden sich Dackel anhand ihres Fells. Eine weitere Variation stellt ihre Farbe dar. Komplett schwarze Dackel sind dabei ebenso wenig erlaubt wie weiße Flecken.

Gut zu wissen: In den USA sind einige Farben erlaubt, welche in Deutschland nicht offiziell anerkannt werden. Zu jenen gehören gescheckte Pietbalds sowie Tigerdackel, die eine Merle-Färbung haben. Letztere entsteht durch eine Mutation der Gene, welche auch bei Australian Shepherd auftritt.”

Charakter

“Wenn ein Dackel in den Spiegel sieht, erblickt er einen Löwen.” Dieses Sprichwort beschreibt den Charakter des Vierbeiners recht gut: Die relativ kleinen Dackel dringen unerschrocken in Bauten größerer Tiere vor. Daher gelten die Hunde auch heute noch als selbstbewusst und mutig. Vor einem Kampf schrecken sie nicht zurück. Somit legt sich die kleine Rasse auch mit größeren Artgenossen an und verteidigt kläffend ihr Revier.

Viele Dackel sind Dickköpfe, deren Eigensinn man mit einer strikten Erziehung begegnen kann.

Als Wachhund sind die arbeitswilligen und hingebungsvollen Teckel ebenfalls gut geeignet, da sie ihre Umgebung aufmerksam und misstrauisch beobachten. Die harte Schale der Tiere hat auch einen weichen Kern: So spielen die freundlichen und aktiven Dackel gerne mit Kindern und lassen sich mit Streicheleinheiten verwöhnen.

Intelligent und aufgeweckt können sie Tricks einüben. Dies hilft auch bei der Erziehung der willensstarken und zuweilen dickköpfigen Rasse.

Lebenserwartung

Dackel haben, wie viele kleine Hunderassen, mit 12 bis 16 Jahren eine relativ hohe Lebenserwartung. Dies liegt unter anderem daran, dass die kleinen Dachshunde schneller ausgewachsen und geschlechtsreif sind als ihre großen Artgenossen.

Schon im Alter von zehn bis zwölf Monaten ist die Rasse ausgewachsen. Teckel altern später, da ihr Bewegungsapparat samt Knochen und Gelenken weniger stark beansprucht wird als bei großwüchsigen Rassen.

Man selbst hat auch einige Möglichkeiten, für ein hohes Alter seines Vierbeiners zu sorgen. Dies beginnt bereits bei der Wahl des neuen Haustieres: So sollte man von überzüchteten Dackeln die Finger lassen.

Im eigenen Heim angekommen, sollten Welpen und Junghunde nicht überfordert werden. Deren Knochen und Gelenke sind noch weicher und im Wachstum. Zu lange Spaziergänge, wildes Herumtollen oder Treppensteigen kann dem Bewegungsapparat schaden.

Gerade Rassen mit einem langen Rücken und kurzen Beinen wie Dachshunde sind nicht dazu geschaffen, Treppen zu steigen. Springen belastet die Wirbelsäule ebenfalls und kann Bandscheibenvorfälle oder gar Lähmungen nach sich ziehen. Schonen kann man seinen Dackel, indem man ihn ins und aus dem Auto sowie auf hohe Möbelstücke wie die Couch hebt.

Eine gute und ausgewogene Ernährung schafft eine weitere Basis für ein gesundes Leben, da sie das Tier mit allen wichtigen Stoffen versorgt. Überfüttern sollte man sein Haustier nie. Dies belastet, wie beim Menschen auch, unter anderem die Organe und Gelenke und kann die Lebenserwartung senken. Zudem beugt das Idealgewicht eine Dackellähmung vor.

Neben dem Futter sollten sich Dackel ausreichend bewegen können. Ideal sind etwa zweieinhalb Stunden Auslauf, verteilt auf drei Spaziergänge. Dabei sollte sich der aktive Vierbeiner ordentlich austoben können. Welpen und Senioren sind weniger ausdauernd und benötigen kürzere Spaziergänge mit vielen Pausen, um sich zu erholen.

Ernährung

Dackel sind in der Regel nicht sehr wählerisch, was ihr Futter angeht. Aufpassen sollte man allerdings, dass die kleinen Vierbeiner nicht an Gewicht zulegen. Wie viel Nahrung ein Dackel benötigt, hängt von diversen Faktoren ab:

  • Alter
  • Kastriert
  • Aktivität (Jagdhund, sehr aktiv etc.)
  • Gewicht (Mager bis übergewichtig)
  • Gesundheit (krank, trächtig etc.)
  • Art des Futters (Trocken-, Nass-, Selbst gekocht, BARF, etc.)
  • Marke und Inhaltsstoffe

Empfohlen wird generell bei Hunden mit einem Idealgewicht von 10 Kilo beispielsweise 150 g Trockennahrung oder 300 g Nassnahrung als komplette tägliche Menge an Futter. Leckerlis oder andere zusätzlichen Nahrungsmittel sind von den Tagesrationen abzuziehen. Grundsätzlich ist es ideal, wenn ausgewachsene Hunde zweimal täglich gefüttert werden.

Haltung & Platzbedarf

Dackel gehören zu den Mini Hunderassen. Daher benötigen die kleinen Vierbeiner nicht sehr viel Platz. Allerdings sollte man von der Größe nicht auf die Energie und Ausdauer der flinken Dackel schließen. Jene benötigen täglich mindestens zweieinhalb Stunden Auslauf.

Ein großer Garten lässt Hundeherzen höher schlagen, ersetzt den gemeinsamen Spaziergang allerdings nicht. Da die Hunde Jagdhunde waren, werden sie das Land der Stadt vorziehen. Dabei sollte man allerdings darauf achten, dass dem aktiven und mutigen Hund sein Jagdtrieb nicht durchgeht.

Wenn genügend Grünflächen und Möglichkeiten für den täglichen Auslauf zur Verfügung stehen, kann der kleine Dackel auch in einer Wohnung leben. Auch wenn Dackel großartige Wachhunde sind, wollen sie doch im Kreise der Familie mit in der Wohnung oder dem Haus leben und gehören nicht in einen Zwinger.

Dackel lieben es zudem zu buddeln. Dieser Passion sollten sie nachgehen dürfen, da sie die ursprünglichen Triebe des Dachshundes ausdrücken. Um den Vierbeiner artgerecht zu halten, können Teile des Gartens für seine Leidenschaft reserviert werden.

Harmonie

Berücksichtigen sollte man, dass Dackel Jagdhunde sind, die größere Raubtiere unter der Erde jagten und dabei auf sich allein gestellt waren. Daher ist die Bindungswilligkeit der Tiere geringer als bei anderen Hunderassen. Dennoch werden die Tiere heute häufig als Familienhunde gehalten.

Dackel sind aktiv, verspielt und kuscheln sehr gerne. Kinder mögen die freundlichen und mutigen Vierbeiner. Wenn sie gut erzogen sind, steht einer gemeinsamen Zeit nichts im Weg. Teckel haben einen Beschützerinstinkt und mögen alle Familienmitglieder gleich gerne. Zudem gehen sie behutsam und lieb mit Kindern um. Allerdings sollte man Kindern klarzumachen, dass die kleinen Fellnasen zwar knuffig aussehen, aber kein Spielzeug sind.

Vor größeren Hunden schreckt der selbstbewusste Vierbeiner nicht zurück. Ein Zusammenleben mit diesen ist also möglich, wenn sie gutmütig sind. Anders sieht es bei kleinen Tieren wie Katzen, Kaninchen oder Hamstern aus. Jene können den Jagdtrieb des Dackels wecken.

Dackel gehören zu den Hunden, die gerne bellen. So verteidigen sie beispielsweise ihr Revier gegen größere Artgenossen. Mit einer konsequenten Erziehung kann man dieses Verhalten jedoch mindern.

Aufgrund der geringen Größe und des starken Charakters kann man Dackel gut mit in den Urlaub nehmen. Je nach Vorschrift der Airline und Gewicht des Tieres kann dieses sogar mit im Passagierraum fliegen. Dies bietet sich allerdings nur bei langen Aufenthalten am Zielort an.

Zeitaufwand

Auch wenn Dackel zu den Minihunden gehören, sind die Vierbeiner sehr aktiv. Als ehemalige Jagdhunde sind sie lange Ausläufe gewohnt und freuen sich über gemeinsame Aktivitäten. Mindestens dreimal täglich sollte man mit der Fellnase Spazieren gehen und dabei insgesamt mindestens zweieinhalb Stunden unterwegs sein. Zudem buddelt ein Dackel gerne, ist aktiv und verschmust.

Neben diesen Aktivitäten sollte man eine regelmäßige Pflege einplanen und diverse Partien pflegen und kontrollieren. Hierzu zählen:

  • Augen
  • Ohren
  • Krallen
  • Pfoten
  • Fell

Beim Fell kommt der Zeitaufwand auf die Länge und Beschaffenheit des Haares an. Während man Kurzhaardackel nur regelmäßig bürsten muss, sollten Langhaar- und Rauhaardackel zusätzlich noch gepflegt werden.

Durch seine hohe Selbstständigkeit kann ein erwachsener Dackel auch mehrere Stunden allein Zuhause bleiben, ohne direkt die Einrichtung zu demolieren. Allerdings sollte dies für eine artgerechte Haltung nicht regelmäßig geschehen und Zeiten über fünf Stunden nicht überschreiten.

Erziehung

Dackel sind selbstständige, intelligente und mutige Hunde, die es gewohnt waren, in unterirdischen Bauten einem größeren Raubtier gegenüberzustehen. Dementsprechend häufig werden die Tiere als dickköpfig und stur bezeichnet. Daher ist bei Dackeln eine konsequente Erziehung wichtig, bei der alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen.

Ein Besuch der Hundeschule kann sich besonders für unerfahrene Halter lohnen. Den frechen und selbstbewussten Tiere sollten von Beginn an freundlich, aber bestimmt Grenzen aufgezeigt werden. Positive Bestärkung und Belohnung zeigen dem Vierbeiner dabei, dass sich eine Kooperation lohnt.

Besonders das Spazierengehen an der Leine sowie Abbruchsignale sollten sitzen, damit ein Dackel seinem Jagdtrieb nicht vollständig nachgibt.

Pflege

Der Haarverlust von Dachshunden liegt im Vergleich zu anderen Hunderassen im unteren Mittelfeld. Vorbeugen lässt sich die Verbreitung durch regelmäßiges Bürsten. Das Trimmen der Unterwolle bei Rauhaardackeln sollte zwei bis viermal pro Jahr erfolgen.

Da Dackel lange Spaziergänge und Aktivitäten lieben, können ihre Pfoten darunter leiden. Eine präventive Pflege beugt spröden und rissigen Pfoten vor. Wenn die Krallen sich nicht abreiben, sollten diese regelmäßig geschnitten werden. Dies verhindert Verletzungen des Tieres und seiner Umgebung. 

Da die Ohren des Dackels herabhängen und sie daher nicht gut durchlüftet werden, können sich bei warmen und feuchten Temperaturen Entzündungen bilden. Jenen beugt man durch eine regelmäßige Reinigung sowie Kontrolle vor. Dabei sollte man ebenfalls beachten, ob die Ohren Reibungen verursachen.

Gesundheit

Dackel haben einen langen Rücken und kurze Beine. Damit wird eine Treppenstufe bereits zu einem Hindernis. Dieses staucht und belastet die Wirbelsäule. Welpen, Junghunde sowie Senioren sollten grundsätzlich kaum Treppensteigen. Dackel sollte man Treppen lieber hoch oder runter tragen. Da auch Sprünge ihnen zusetzen, ist es besser, sie in und aus dem Auto sowie auf Erhöhungen wie das Sofa oder Bett zu heben.

Besonders bei Dackeln sollte man zudem darauf achten, dass sie ihr Idealgewicht halten. Andernfalls kann unter anderem dieser Faktor ein Auslöser für die gefürchtete Dackellähme sein.

Die Dackellähme, auch Teckellähme genannt, ist ein starker Bandscheibenvorfall. Jener kann zu Lähmungserscheinungen führen, da die Nerven des Rückenmarks gequetscht werden oder gar absterben.

Vorbeugend kann man die Muskulatur des Dachshundes trainieren. Je stärker diese ist, desto mehr werden die Bandscheiben sowie die Wirbelsäule entlastet. Zudem sollte das Tier gesunde Bewegungen vollziehen und falsche Bewegungen vermeiden.

Der Dackel eignet sich auch ideal für Menschen mit Allergien, da der Vierbeiner wenig haart und sabbert.

Kostenpunkt

Dackel benötigen viel Auslauf und einen Platz, um zu graben. Was die Nahrung angeht, sind die Vierbeiner nicht wählerisch und vertilgen aufgrund ihrer geringen Größe auch keine riesigen Mengen. Da sie relativ klein sind, dürfen die Fellnasen bei diversen öffentlichen Transportmitteln kostenfrei mitfahren.

Dennoch kommen bei den Tieren diverse Ausgaben zusammen. Jene setzten sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Nahrung
  • Tierarzt: Vorsorge, Impfungen und Parasitenbehandlung
  • Hundesteuer
  • Ausstattung: Spielzeug, Schlafplatz, Leine, Napf etc.
  • ggf. Hundefrisör
  • ggf. Hundeschule
  • ggf. Versicherungen

Somit kann man bei einem gesunden Dackel pro Jahr auf Kosten zwischen 500 Euro bis hin zu 3000 Euro und mehr kommen. Monatlich rechnen Halter Kosten um die 100 bis 200 Euro für ihren Hund ein.

Dabei sollte man bedenken, dass die Tiere vor allem im Alter Beschwerden erleiden können und daher auf häufigere Tierarztbesuche und/oder Medikamente angewiesen sind. Die gefürchtete Dackellähme ist beispielsweise nicht in diese Kalkulation einbezogen.

Welche Überlegungen sind vonnöten, wenn ich mir einen Dackel zulege?

Dackel sind Jagdhunde, die selbstständig Füchse und Dachse in ihren unterirdischen Bau verfolgten. Dies erklärt ihren Mut und ihre Selbstständigkeit. Jene Willensstärke erfordert von Beginn an eine konsequente Erziehung. Zudem sollte man den Jagdtrieb nicht unterschätzen. Kleinere Haustiere wie Kaninchen und Co. können dem Dackel sonst zum Opfer fallen. Mit Kindern hingegen geht ein gut erzogener Dackel liebevoll und behutsam um.

Täuschen lassen sollte man sich von der Größe der Vierbeiner nicht. Dackel sind aktiv und mutig und benötigen täglich mindestens drei Spaziergänge, die sich insgesamt auf zweieinhalb Stunden belaufen sollen.

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