Schützen Sie Ihre Katze mit einem Zeckenhalsband

Zecken gehören zu den Ektoparasiten, die viele Krankheiten auf die Katze übertragen können. Alleine deshalb sollten Katzenbesitzer ihre Vierbeiner vor einem Befall schützen. Ein Zeckenhalsband für die Katze kann zur Vorbeugung gut eingesetzt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Zeckenhalsband für Katzen?

Bei einem Zeckenhalsband handelt es sich um ein Halsband, welches mit verschiedenen Stoffen versehen ist, die die Zecken entweder vertreiben oder sogar abtöten. Da Katzen normalerweise keine Halsbänder tragen, sind diese besonders weich und biegsam, damit die Vierbeiner kein Fremdkörpergefühl entwickeln können.

Die Wirkstoffe verteilen sich vom Halsband aus in die Oberfläche der Katzenhaut. Über einen längeren Zeitraum werden die Stoffe kontinuierlich und regelmäßig abgegeben. Somit beträgt die Wirksamkeit des Ungezieferbands einige Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Der Wirkstoff verteilt sich nach wenigen Tagen auf der gesamten Hautoberfläche, um alle Zeckenarten abzuschrecken oder zu töten.

Besonders Freigänger-Katzen sind vom Problem des Zeckenbefalls betroffen. Sie stromern in den Gärten umher und lieben es, unter Büschen oder im Unterholz Schutz zu suchen. Anders als Hunde sind Katzen nicht unter der ständigen Aufsicht des Besitzers. Schnell könnten sie sich mit dem Halsband im Geäst verfangen und in eine Notlage geraten. Kommt Panik hinzu, kann sich die Katze sogar selbst strangulieren.

Deshalb sind Zeckenhalsbänder oftmals mit einem Not-Verschluss oder einem Panik-Öffner ausgestattet. Damit kann der Katze gefahrlos das Halsband zum Schutz vor Zecken umgelegt werden. Kommt eine Spannung auf das Halsband, öffnet sich der Verschluss automatisch.

Welche Länge sollte ein Zeckenhalsband haben?

Zeckenhalsbänder für Katzen werden oftmals in einer Einheitslänge angeboten. Nach dem Umlegen um den Katzenhals kann das überstehende Ende einfach mit der Schere abgeschnitten und entsorgt werden. Somit findet sich für jede Katze genau die richtige Größe und Länge.

Da das Halsband permanenten Kontakt mit der Haut der Katze aufweisen sollte, darf es nicht zu locker am Hals anliegen. Die richtige Enge finden Katzenbesitzer schnell heraus, indem sie zwei Finger zwischen Fell und Halsband stecken. Das sollte problemlos möglich sein. Alle anderen Einstellungen wären zu eng oder zu locker.

Welche Wirkstoffe beinhaltet ein Katzen-Zeckenhalsband?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Wirkstoffen, mit denen Zecken und Co. den Garaus gemacht werden können. Beide Arten haben ihre Vor- und Nachteile.

Zeckenhalsbänder mit chemischen Mitteln wirken fast immer

Im Tierfachhandel, Apotheken oder beim Tierarzt können freiverkäufliche Halsbänder mit Pestiziden erworben werden. Allen gleich ist, dass sie sehr gut Elektroparasiten (Oberbegriff für Zecken, Flöhe, Mücken, Milben) abtöten. Trotzdem sollte sich der Katzenbesitzer darüber im Klaren sein, dass es sich bei den Wirkstoffen um Nervengifte handelt.

Für die Katze ist die geringe Dosis des Pestizids nicht schädlich, da es schnell im Körper abgebaut werden kann. Trotzdem muss fairerweise auch gesagt werden, dass ab und zu Katzen auf solch eine Art von Halsbändern allergisch reagieren können. In diesem Fall sollte das Produkt sofort vom Tier abgenommen und eine neue Alternative gesucht werden.

Es werden unterschiedliche Insektizide eingesetzt. Auch hier gibt es nochmals Unterschiede in der Wirkungsweise:

  • Repellierende Wirkung: Produkte mit einer repellierenden Wirkung sorgen dafür, dass die Katze erst gar nicht von Zecken befallen wird. Neben dem Pestizid werden dort auch gezielt Duftstoffe beigemengt, die die Parasiten abschrecken. Es können zwar vereinzelt Zecken auf der Katze herumlaufen, aber sie beißen sich nicht fest und suchen das Weite.

  • Ohne repellierende Wirkung: In diesem Fall besteht das Zeckenschutzmittel nur aus dem Nervengift. Der Nachteil ist, dass die Zecke nach einem Biss zwar abgetötet wird, aber unter Umständen dennoch Krankheiten übertragen kann. Außerdem wird der Katze eine Bissstelle zugemutet, die im Nachhinein ordentlich jucken oder einen Hotspot auslösen kann.

Zeckenhalsbänder mit natürlichen Duftstoffen

Wer komplett auf Chemie verzichten möchte, der muss zwangsläufig auf einen Zeckenschutz mit natürlichen Düften zurückgreifen. Die Halsbänder geben einen öligen Film mit markanten Pflanzendüften an die Haut der Katze ab. Dadurch werden die Zecken im Vorfeld abgeschreckt und befallen den Vierbeiner erst gar nicht mehr.

Vielen Katzenbesitzern gibt es ein besseres Gefühl, wenn sie ihren Lieblingen ein Produkt ohne Chemie umlegen. Der Nachteil ist allerdings, dass sich nicht jede Zeckenart davon abhalten lässt. Viele sind auch schon resistent gegen die Duftstoffe und befallen trotzdem jede Katze. Allerdings ist auch vielen Katzen bereits damit geholfen, wenn die Anzahl der saugende Parasiten deutlich zurückgeht. Eine einzelne verirrte Zecke wird von den Besitzern eben entfernt.

Wer aber in einem Gebiet lebt, wo die gefürchtete Schildzecke ihre Wirte sucht, sollte allerdings versuchen, den Zeckenbefall komplett einzudämmen. Als bekannteste Vertreter gehört der Gemeine Holzbock, der dafür bekannt ist, vor allem Borreliose und Babesiose zu übertragen.

Welche Alternativen gibt es zu einem herkömmlichen Ungezieferband?

Wer weder ein Zeckenhalsband mit Chemie noch eines mit Duftstoffen seiner Katze anlegen möchte, könnte eventuell über Alternativen nachdenken. Sowohl in der Hunde- als auch in der Katzenwelt kursieren erstaunliche Ergebnisse, die allerdings wissenschaftlich nicht bewiesen sind.

Dabei handelt es sich überwiegend um:

  • EM-Halsbänder: Solche Halsbänder bestehen überwiegend aus Keramik, welche mit Milchsäurebakterien und Hefen durchtränkt wurden. Dadurch entstehen im Material Resonanzschwingungen, die gerade Zecken abschrecken sollen. Nach vier Wochen ist die Wirkungsdauer vorbei. Allerdings muss das Keramik-Band dann nur über Nacht ins Wasser gelegt werden und die Bakterien nehmen ihre Arbeit wieder auf.

  • Bernsteinketten: Besonders einige Hundehalter schwören auf den Einsatz von Bernsteinketten, sodass Katzenhalter auch darauf aufmerksam wurden. Durch die Reibung mit dem Fell laden sich die Bernsteine elektrisch auf. Kommt nun die Zecke damit in Berührung, empfindet sie die Entladung der Elektrizität als äußerst unangenehm und verschwindet. Allerdings ist eine Bernsteinkette wegen der Verletzungsgefahr für eine Freigänger Katze äußerst gefährlich.

Was tun, wenn die Katze allergisch auf das Halsband reagiert?

Nach dem Anlegen müssen die Katzenbesitzer ihre Katze permanent beobachten. Sollte sie sich daraufhin auffallend oft kratzen oder Fell verlieren, kann als Auslöser das Zeckenhalsband in Betracht gezogen werden.

Zum Test reicht das sofortige Entfernen des Halsbandes erst einmal aus. Bessern sich die Symptome, sollte der Besitzer über eine Alternative zum Zeckenschutz nachdenken. Verschlimmern sich die Symptome, ist ein Tierarztbesuch allerdings unerlässlich. Dieser kann dann auch direkt um Rat gefragt werden, welcher Schutz bei dieser Katze noch infrage kommt.

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