Korat Katze

Die aus Thailand stammende Katzenrasse überzeugt nicht nur durch die leichte Pflege und ihre lange Lebenserwartung. Sie ist daneben von hübscher Gestalt und sehr mitteilungsbedürftig. Hat sie sich erst einmal in ihrer Familie eingelebt, ist sie die ideale Wohnungskatze, die sich auch mit etwas Freiraum auf dem katzensicheren Balkon zufriedengibt. Was Sie sonst noch über das intelligente und sensible Samtpfötchen wissen sollten und wie Sie den richtigen Züchter finden, erfahren Sie in unserer Rassenvorstellung.

Steckbrief Korat Katze

  • Rasse: Korat Katze, Si Sawat
  • Herkunft: Thailand
  • Gewicht: Katze: 3 bis 4 kg, Kater: 4 bis 6,5 kg
  • Größe: mittelgroß, 40 bis 50 cm
  • Alter: 15 Jahre und älter
  • Charakter: aktiv, zutraulich, verspielt, intelligent
  • Fell und Farbe: kurzes, glänzendes Fell, Silberblau, keine anderen Fellfarben
  • Pflege: gering
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Besonderheiten: miaut viel, alte Rasse, anfangs schreckhaft, bewegungsfreudig

Inhaltsverzeichnis


Herkunft

Die Koratkatze gehört einer der ältesten natürlichen Katzenrassen an. Der Name ist eine Ableitung der thailändischen Herkunfts-Provinz Cao Nguyen Khorat. In Thailand werden die Tiere gern als „wolkenfarben“ bezeichnet und wurden lange Zeit als Glücksbotin betrachtet.

Das „Buch der Katzengedichte“ stammt aus dem Mittelalter und stellt elf Katzenrassen vor. Darunter befindet sich die Koratkatze. Bereits im 13. Jahrhundert wie folgt beschrieben: „Das Haar ist weich und die Wurzeln wie Wolken, die Spitzen wie Silber und die Augen schimmern wie die Tautropfen auf einem Lotusblatt“.

In Siam stand das dunkle Katzenfell lange Zeit in Verbindung mit Sturmwolken. Auch die Augenfarbe besaß eine Symbolik. Das Grün glich den jungen Reispflanzen und verhieß Reichtum. Nicht selten wurden Koratkatzen zum Hochzeitstag als Glücksbringer verschenkt.


Interessant!

„In Siam, dem früheren Thailand, wurden Koratkatzen niemals verkauft, sondern ihren neuen Besitzern immer zum Geschenk gemacht“.



In der westlichen Welt blieb die Koratkatze lange Zeit unbekannt. Ende des 19. Jahrhunderts hatte ein Reisender namens Spearmann die Katze vermutlich im Gepäck und präsentierte sie auf einer Ausstellung in London. Dies steigerte in Europa jedoch nicht den Bekanntheitsgrad der Rasse.

Dass ein Zuchtprogramm in den USA starten konnte, ist dem amerikanischen Botschafter in Thailand zu verdanken. Dieser erhielt im Jahre 1959 mit Darra und Narra die Stammeltern der in der Neuen Welt gezüchteten Koratkatzen als Geschenk.

Die Anerkennung der Rasse in den USA erfolgte im Jahre 1966. Anfang der 1970er Jahre gelangten die ersten Tiere nach Großbritannien. Anschließend wurde die Kurzhaarkatze mit dem silberblauen Fell auch in Deutschland bekannt.

Aussehen

Koratkatzen sind mittelgroß. Der Körperbau erscheint muskulös, wobei die Tiere eine breite Brust und weit auseinanderstehende Beine besitzen. Ihre Kopfform erscheint herzförmig und wird von einer markanten Schnauze gekennzeichnet. Der Nasenspiegel kann dunkelblau oder lavendelfarben ausfallen.

Die weit geöffneten Augen dominieren das Gesicht der Koratkatze. Kätzchen besitzen bernsteinfarbene Augen. Im Erwachsenenalter ändert sich die Augenfarbe und erscheint in einem leuchtenden Grün.

Die auffallend großen Ohren besitzen einen breiten Ansatz und sind an den Spitzen leicht gerundet. Durch die hoch angesetzten Ohren wirkt der Gesichtsausdruck der Koratkatze weise und intelligent.

Der Vierbeiner bewegt sich auf schlanken, mittellangen Beinen fort. Die Hinterbeine sind jedoch länger als die Vorderbeine. Die Pfoten sind oval und von dunkelblauer oder lavendelfarbener Färbung. Der mittellange Schwanz wirkt im Ansatz dick und verjüngt sich zur Spitze hin.

Das Fell ist der ganze Stolz der felinen Schönheit. Das Haarkleid liegt eng am Körper an und besitzt ein ausgeprägtes Silber-Tipping. Das Fell scheint zu leuchten und umgibt die Tiere mit einer Art „Heiligenschein“. Bewegen sich die Katzen, springt das Haarkleid über der Wirbelsäule auf.


Gut zu wissen:

„Die Koratkatze haart kaum und kann daher eine Alternative für Menschen mit Katzenallergie darstellen.“

Charakter

Die Koratkatze ist eine sensible Samtpfote, die vermutlich etwas Zeit braucht, bis sie sich ihrem neuen Besitzer öffnet. Anfänglich können Jungtiere schreckhaft reagieren und werden sich vermutlich verstecken, statt sich Ihnen zu öffnen. Doch mit etwas liebevoller Zuwendung ist der Bann schnell gebrochen und die Kurzhaarkatze wird sich auf Menschen wie Artgenossen einlassen.

Die Tiere sind sehr intelligent und nehmen ihre Umgebung mit allen Sinnen wahr. Auch wenn es auch manchmal etwas Zeit braucht, bauen die Glückskatzen eine intensive Beziehung zu ihren Haltern auf und lieben die Gesellschaft von Zwei- und Vierbeinern.

Sanftmut und Feinfühligkeit sind den Tieren eigen. Als Wohnungskatze braucht die Koratkatze viel Beschäftigung. Eine kleine Wohnung ohne Spiel- und Klettermöglichkeiten ist nicht der richtige Ort, um diese aktiven und lauffreudigen Vierbeiner artgerecht zu halten.

Lebenserwartung

Bis eine Koratkatze ausgewachsen ist, können 1,5 Jahre vergehen. Als alte und robuste Katzenrasse sind Koratkatzen ausgesprochen langlebig. Kaufen Sie bei einem seriösen Züchter und achten Sie auf die Abstammungslinien. Inzucht kann die Lebenserwartung deutlich verringern.

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 15 Jahren. Es wird auch von Tieren berichtet, die 18 bis 19 Jahre alt geworden sind.

Ernährung

Die artgerechte Ernährung leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Tiere. Seriöse Züchter werden über die Futtergewohnheiten ihrer Tiere bereitwillig Auskunft geben. Meist erhalten Kitten auch eine kleine Futterration für die ersten Tage im neuen Zuhause.

Die Futtermenge ist abhängig von Alter, Gewicht und Bewegungsfreudigkeit der Tiere. Zudem lieben Katzen Rituale. Gewöhnen Sie Ihren Vierbeiner daher an feste Essenszeiten.


Tipp:

„Als Faustregel bei der Dosierung von Futter für die Koratkatze gilt eine Menge von 70 Kilokalorien pro Kilogramm Körpergewicht.“

Wichtig ist nicht nur wie viel, sondern in erster Linie, was in den Napf kommt. Katzen sind Fleischfresser und benötigen einen hohen Anteil an frischem Fleisch in ihrer Nahrung. Dies scheint noch nicht bei allen Herstellern von Futtermittel angekommen zu sein.

Folgende Inhaltsstoffe sollten in hochwertiger Katzennahrung nicht enthalten sein:

  • tierische Nebenprodukte (Fell, Schnäbel, Krallen)
  • Zucker
  • Getreide (geringe Mengen sind akzeptabel)
  • Geschmacksverstärker
  • Konservierungsstoffe

Der Anteil an Muskelfleisch sollte bei mindestens 70 Prozent liegen. Die Geschmacksrichtung ist dabei nebensächlich.

Gängig sind folgende Fleischsorten:

  • Huhn
  • Pute
  • Rind
  • Wild
  • Lamm

Um den Bedürfnissen der Tiere bestmöglich zu entsprechen, entscheiden sich mehr und mehr Katzenhalter für das Barfen ihrer Stubentiger. Diese spezielle Ernährungsform macht unabhängig von industriellen Produkten. Gefüttert wird ausschließlich rohes Fleisch. Daneben müssen einige Stoffe supplementiert werden.

Interessieren Sie sich für diese Ernährungsform, sprechen Sie mit einem Tierarzt und lassen sich ggf. einen auf Ihr Tier zugeschnittenen Ernährungsplan aufstellen.  


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Haltung & Platzbedarf

Die Korat ist anhänglich und sanftmütig. Dies bedeutet aber nicht, dass Sie das Tier glücklich machen können, wenn es ganztags auf der Couch lümmelt. Koratkatzen sind aktiv und möchten sich diesbezüglich ausleben können.

In einer großen und katzengerecht gestalteten Wohnung können Sie dies bedingt möglich machen. Eine weit größere Freude bereiten Sie dem Tier, wenn es Freigang bekommt. Ein ausbruchsicherer Garten wird zum perfekten Abenteuerspielplatz. Ein katzensicherer Balkon ist eine willkommene Alternative.

Wer keinen Freigang anbieten kann, sollte über die Anschaffung einer weniger bewegungsfreudigen Rasse nachdenken. Perser oder Britisch Kurzhaar wären geeignete Vertreter.

In jedem Fall sollte die Koratkatze mit einer Zweitkatze aufwachsen. Am besten verstehen sich Wurfgeschwister.

Harmonie

Die Menschenbezogenheit der Tiere kann sich bei der Korat auch gegenteilig auswirken. Artgenossen gegenüber zeigen sich die Koratkatzen hin und wieder eifersüchtig. Damit die Harmonie nicht langfristig gestört wird, sollten Sie versuchen den Streit zu schlichten, indem Sie mit entsprechenden Erziehungsmaßnahmen auf die Tiere einwirken.

Zeitaufwand

Damit die Koratkatze ein glückliches Leben führt, sollten Sie täglich gemeinsame Zeit einplanen. Diese sollte mit Schmusen und Kuscheln sowie mit aufregenden Spielen oder Abenteuern im Freien ausgefüllt werden. Jungkatzen lassen sich an Geschirr und Leine gewöhnen. Damit steht einem täglichen Spaziergang mit der Koratkatze nichts im Wege.

Erziehung

Als intelligentes und verspieltes Tier wird es ihr nicht schwerfallen, Ihre Erziehungsmethoden zu erkennen und zu durchschauen. Keine Korat gehorcht auf Befehl. Erziehen Sie konsequent aber liebevoll. Wenn Sie positives Verhalten belohnen, wird es von den schlauen Tieren schnell wiederholt, schließlich wartet ein Leckerli auf sie.    

Pflege

Die Koratkatze besitzt ein pflegeleichtes Fell, welches lediglich hin und wieder gebürstet werden sollte. Zweimal wöchentlich sollten Kamm und Bürste zum Einsatz kommen, damit das Fell gepflegt und glänzend bleibt. Die zusätzliche Schmuse-Einheit während der Fellpflege nehmen die meisten Tiere dankbar an.

Achten Sie bei der Pflege auch auf Augen, Zähne und Ohren. Bei Auffälligkeiten ist ein Tierarzt aufzusuchen. Dieser wird die nötigen Behandlungsschritte einleiten.

Gesundheit

Die Koratkatze ist eine alte Rasse, die wenig durch moderne Zucht beeinflusst wurde. Der weitläufige, natürliche Genpool sichert den Tieren eine robuste Gesundheit und ein geringes Risiko, an Erbkrankheiten zu leiden.

Gelegentlich wird bei Koratkatzen eine Gangliosidose beobachtet. Dabei handelt es sich um einen erblich bedingten Enzymmangel, der zu Lähmungserscheinungen des Nervensystems führen kann. Störungen entwickeln betroffene Tiere bereits ab einem Alter von vier bis sechs Monaten. Typische Symptome sind Zittern und Koordinationsprobleme. Die Krankheit schreitet schnell fort und ist nicht heilbar.

Züchter

Wenn Sie sich für diese hübschen Tiere begeistern können, sollte Sie der erste Weg zu einem erfahrenen Züchter führen. Sie können die Kätzchen und deren Elterntiere vor Ort besichtigen und sich mit hilfreichen Informationen rund um die Rasse versorgen.

Die Züchter werden die Kitten nicht unter einem Alter von zwölf Wochen abgeben. Bis dahin sind die Kleinen gut sozialisiert, stubenrein und futterfest. Bei der Abgabe erhalten Sie Stammbaum und Gesundheitszeugnisse. Ebenfalls sollte bereits die erste Impfung erfolgt und im Impfpass vermerkt sein. Weiterhin sind die Tiere in der Regel entwurmt und gechipt. Damit sind alle Voraussetzungen für Gesundheit und Wohlergehen geschaffen. 

Kostenpunkt

Die Anschaffung einer Rassekatze ist mit einer Reihe von Kosten verbunden. Eine Korat aus verantwortungsbewusster Zucht kostet 1.200 bis 1.700 Euro.

Beim Einzug der Tiere sollte eine artgerechte Ausstattung auf sie warten:

  • Katzenklo
  • Futternäpfe
  • Kratzbaum
  • Spielzeug
  • Klettermöglichkeiten
  • katzensicherer Auslauf

Dafür werden Kosten in Höhe von etwa 250 Euro fällig. Ein Kitten wird monatlich etwa 20 Euro an Futter benötigen. Erwachsene Tiere fressen etwa das Doppelte. Für eine Routine-Untersuchung beim Tierarzt werden Sie circa 100 Euro bezahlen. Ein Vielfaches wird fällig, wenn die Katzen erkranken und operiert werden müssen. 

Welche Überlegungen sind vonnöten, wenn ich mir diese Rasse zulegen möchte?

Die Koratkatze ist ein gutmütiges und liebevolles Tier, reagiert aber auch äußerst sensibel. Die Rasse zählt nicht zu den typischen Anfängerkatzen. Anfänglich können die Tiere schreckhaft reagieren. Im Umgang mit ihrem Wesen ist einiges an Einfühlungsvermögen notwendig.

Eine turbulente Großfamilie wird den Samtpfoten vermutlich nicht den nötigen Rückhalt geben können. Ruhe und Routine sind wichtige Eckpfeiler, um diese Tiere glücklich zu machen. Nicht zu vergessen ist ein entsprechender Auslauf, denn die Korat liebt die Natur und möchte sich, wenn möglich, auch dort bewegen. 

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