Wie Sie bei Ihrem Hund die Ohren reinigen

Hunde sollte man in regelmäßigen Abständen pflegen und reinigen. Hierzu gehören neben Fell und Zähnen auch die sensiblen Ohren der Vierbeiner. Mit Ohrenreiniger für den Hund sorgt man für saubere Ohren, die gut funktionieren. Zudem beugt man Entzündungen vor. Wie eine Ohrenreinigung beim Hund funktioniert und worauf Sie dabei zu achten haben, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.


Inhaltsverzeichnis


Was ist ein Hunde-Ohrenreiniger?

Bei einem Hunde-Ohrenreiniger handelt es sich um ein Pflegemittel, welches in der Ohrmuschel der Fellnase angewendet wird. Das Pflegeprodukt kann in einer Pipettenflasche oder als Reinigungspad erworben werden. Es reinigt Hundeohren, ohne die Ohrenschleimhäute zu reizen.

Durch die Ohrenpflege können auch festsitzende Verunreinigungen und Fremdkörper einfach und sanft gelöst und entfernt werden.

Das reinigende und pflegende Mittel dient dazu, dass der Gehörgang frei bleibt und der Vierbeiner besser hört. Zudem verhindert man mit einer regelmäßigen Pflege durch rückfettende Inhaltsstoffe, dass sich Entzündungen bilden.

Wann ist der Einsatz von Ohrenreinigern bei Hunden sinnvoll?

Ohrenreiniger für Hunde werden aus unterschiedlichen Gründen angewandt:

  • Entfernung von Ohrenschmalz
  • Entfernung von grobem und leichtem Schmutz
  • Ohrenpflege
  • Vorbeugung von Krankheiten und Problemen
  • Basis für Behandlung von Krankheiten und Problemen

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Wie entsteht eine Ohrentzündung beim Hund?

Eine Ohrenentzündung kann auf unterschiedliche Weisen entstehen:

Hunde bilden, wie auch wir Menschen, Ohrenschmalz. Das Sekret hat eine säubernde Funktion. Manchmal kann es aber vorkommen, dass es sich entzündet oder nicht richtig gebildet wird.

Bei Wasserratten gelangt Wasser in die Ohren der Fellnase. Teilweise verbleibt es dort und schafft ein ideales Milieu für Bakterien und Pilze, die sich ansiedeln und vermehren können. Um dem entgegenzuwirken, ist es sinnvoll, seinen haarigen Liebling zu einem gründlichen Schütteln nach dem Baden zu ermuntern. Schüttelt die Fellnase noch einige Stunden nach dem Bad den Kopf, scheint sich immer noch Wasser im Ohr zu befinden.

Im Gegensatz zu Menschen haben Hunde einen sehr langen Gehörgang, der L-förmig ist. Dies bietet Ohrenschmalz die Möglichkeit, sich in den Tiefen des Ganges abzulagern. In Kombination mit dem pH-Wert und der Körperwärme des Tieres bietet es ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Keimen und Bakterien.

Woran erkenne ich eine Ohrentzündung bei meinem Hund?

Symptome für eine Ohrenentzündung sind gerade zu deren Beginn nicht leicht erkennbar, da die Anzeichen sich nicht stark äußern. Jene können auf einer oder beiden Seiten auftreten.

Achten sollte man beim Verdacht auf eine Ohrenentzündung auf:

  • schmutzige Hundeohren
  • geschwollene oder warme Ohren
  • gerötete Hundeohren
  • stark riechende oder stinkende Ohren
  • häufiges Kopfschütteln
  • schiefes Halten des Kopfes
  • häufiges Kratzen im Bereich der Hundeohren und des Nackens
  • hängende Ohren (falls sie sonst stehen)
  • empfindliche Reaktionen beim Berühren der Ohren

Wenn man jene Symptome erkennt, sollte man seinen Tierarzt informieren.

Wie funktioniert eine Ohrenreinigung beim Hund?

Bei der Ohrenreinigung des Vierbeiners träufelt man einige Tropfen des Mittels in die Ohrmuschel. Nun wird jene Flüssigkeit durch eine mehrminütige sanfte Massage im Hundeohr verteilt. Zugleich kann der Ohrenreiniger einwirken.

Anschließend reinigt man die Ohrmuschel mit einem fusselfreien sauberen Tuch. Hierbei sollte beachtet werden, dass man pro Ohr mit unterschiedlichen Tüchern arbeitet. Keime und Bakterien werden auf diese Weise nicht übertragen.

Auch hartnäckige Verunreinigungen werden durch die Spülung gelöst. Nach der Behandlung wird der Vierbeiner den Kopf schütteln. Somit wird weiterer Schmutz, und gegebenenfalls Fremdkörper, nach Außen befördert.

Was muss ich beachten, wenn ich die Ohren von meinem Hund reinigen möchte?

Bei der wöchentlichen Kontrolle werden die Ohren der Fellnase zuerst von außen und innen begutachtet. Sind Verletzungen oder eine Entzündung sichtbar? Dann sollte man einen Tierarzt aufsuchen, der Reinigung und Kontrolle übernimmt.

Wenn keinerlei Besonderheiten festgestellt werden können, kann die Reinigung beginnen. Die leichteste und angenehmste Methode, um die Ohren vom Hund zu reinigen, erfolgt mittels Ohrenreiniger und einem fusselfreien, sauberen Tuch.

Wie oft sollte ich die Ohren von meinem Hund reinigen?

Hundeohren sollte man ein oder zweimal wöchentlich reinigen. Besonders Hunderassen mit geknickten Ohren oder langen Haaren, wie beispielsweise der Irish Setter oder Pudel, sind anfällige Kandidaten für Ohrenprobleme.

Die Schlappohren oder Haare verhindern eine natürliche Luftzirkulation. Aufgrund der schlechten Durchlüftung verbleibt der Schmutz im Gehörgang. Keime und Bakterien bilden sich in diesem Milieu schneller.

Zusätzlich ist eine Reinigung angebracht, wenn die Hundeohren verschmutzt wurden. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Vierbeiner im Schlamm oder Sand gespielt hat.

Verstopfen die Lauscher der Fellnase schnell? In diesem Fall bietet sich eine häufige Reinigung ebenfalls an.

Bei entzündeten Ohren ist eine tägliche Reinigung meist Pflicht. Allerdings sollte man auf die maximale Anwendung des Mittels achten. Einige Ohrenreiniger sollen beispielsweise maximal dreimal pro Woche verwendet werden. In diesem Fall kann der Tierarzt aber auch beratend zur Seite stehen.

Wie kann ich das Reinigen der Ohren für meinen Hund so angenehm wie möglich machen?

Wie bei allen Pflegevorgängen ist auch bei der Reinigung der Ohren Zeit und eine entspannte Atmosphäre die Grundlage für eine angenehme Pflege. Man kann sich dies wie einen Besuch im Spa vorstellen, wo angenehme Klänge, Düfte und Wärme einen Kontrast zur Hektik des Alltags bilden.

Mit sanften Bewegungen wird das Pflegemittel in die Ohren des Hundes einmassiert. Kennt er das Prozedere, kann er sich nun entspannen. Leckerlis, Lob und Kuscheleinheiten geben der Aktion einen Wohlfühlfaktor.

Was sind die Vor- und Nachteile einer Ohrenreinigung beim Hund?

Die Vorteile einer regelmäßigen Ohrenreinigung bestehen in einer kontinuierlichen Kontrolle: Verletzungen und Entzündungen werden beispielsweise schneller entdeckt und können behandelt werden. Zudem beugt man Erkrankungen durch eine Ohrenreinigung vor. Überdies hört der Vierbeiner nach der Pflege besser.

Wie bei der Fellpflege stärkt die gemeinsame Zeit und der Körperkontakt die Bindung zwischen Hund und Halter. Der Vierbeiner bringt einem Vertrauen entgegen und lässt Berührungen an seinen sensiblen Lauschern zu.

Nachteile treten bei der Verwendung eines falschen Pflegemittels oder der inadäquaten Handhabung auf. Ist das Mittel zu aggressiv, kann es der zarten Hundehaut schaden. Geht der Hundehalter zu ruppig vor, kann er das Ohr des Tieres verletzen. Nutzt er statt eines Tuches ein Wattestäbchen, schiebt er den Schmutz, Fremdkörper und Ohrenschmalz gegebenenfalls noch tiefer ins Ohr.

Jene falschen Vorgehensweisen können für den Vierbeiner schmerzhaft sein und mehr Schaden als Nutzen zur Folge haben.

Ohrreiniger für den Hund - Was sollte ich beim Kauf beachten?

Ohrenreiniger für den Hund sollten nicht aus scharfen Seifen bestehen. Alkohol ist als Inhaltsstoff ebenfalls tabu. Beide können die sensible Haut angreifen und damit Entzündungen erzeugen, statt diese vorzubeugen.

Viele Ohrenreiniger haben rückfettende Ingredienzen, welche die Ohrmuschel pflegen und die physiologische Mikroflora der Ohrenschleimhaut unterstützen. Manche Ohrenreiniger nutzen Silberpartikel und werben mit einer positiven Auswirkung auf die Hautflora.

Einige Hersteller werben mit der Nutzung von natürlichen Inhaltsstoffen. Jene bestehen in der Regel aus pflanzlichen Zutaten und werden von vielen Fellnasen gut vertragen. Meist sind diese Ohrenreiniger mild und schonen das Ohr. Daher bietet sie sich für alle Hunderassen an. Allerdings sind viele nicht sehr effektiv, wenn die Fellnase Krankheiten oder Probleme mit ihren Ohren hat.

Achten kann man zudem darauf, dass der pH-Wert im Ohr nicht durch das Pflegemittel verändert wird. Dies wird durch alkalische oder saure Ohrenreiniger ermöglicht. Jene arbeiten häufig mit Zutaten wie Chlorhexidin oder Tris-EDTA. Daher helfen sie bei der Heilung unterschiedlicher Ohrenkrankheiten und schaffen eine gute Basis für eine medikamentöse Behandlung.

Die Dosierung und Anwendung sind einfach. Jene Ohrenreiniger sollten bei Tieren mit gesunden Ohren allerdings nicht verwendet werden und sind mit dem Tierarzt abzusprechen.

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