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Hundejacken für kalte Tage: Worauf achten?

Ein fröhlich wirkender Hund trägt eine warme Hundjacke bei einem herbstlichen Spaziergang.

Im Winter wird es häufig richtig kalt und ungemütlich. Nicht nur Menschen frieren, sondern auch Hunde. Sie benötigen ebenso ein Kleidungsstück, das sie anziehen können. Es schützt sie bei jedem Spaziergang vor Wind und Wetter. Mit einer Hundejacke trotzen sie dem Regen im Herbst, aber auch dem Schnee im Winter.

Es gibt Hundejacken in verschiedenen Varianten und Designs. Im Winter schützt eine dicke Stepp-Winterjacke vor der Kälte. Im Frühling schützt eine ungefütterte Regenjacke vor kurzen Schauern beim Spaziergang. Der Vierbeiner freut sich über die zusätzliche Wärme und darüber, nicht geföhnt werden zu müssen, wenn er nach einem Regenspaziergang nach Hause kommt.

Was ist eine Hundejacke?

Eine Hundejacke sorgt wie eine Jacke für den Menschen dafür, dass dem Vierbeiner nicht zu kalt wird. Auch schützt sie vor Nässe, damit der Hund nicht krank wird. Manche Hunde benötigen eine Hundejacke, andere nicht. Dabei kommt es immer darauf an, ob der Hund ein Unterfell besitzt oder nicht.

Eine Hundejacke wird unten am Bauch oder oben am Rücken geschlossen. Hundebesitzer probieren am besten verschiedene Modelle aus, um herauszufinden, welches Modell sich am einfachsten beim eigenen Hund anziehen lässt. Folgende Modelle gibt es bei den Hundejacken:

  • Hundejacke: Die Hundejacke umschließt den Oberkörper des Hundes, um Wärme zu spenden oder vor Regen zu schützen. Es gibt viele verschiedene Modelle, sodass die Auswahl in Sachen Farben und Design sehr breit gefächert ist. Die Jacke wird aus Polyester, aber auch Stepp-Material, Wolle, Fleece oder Nylon hergestellt.
  • Warnjacken: Damit der Vierbeiner im Dunkeln gesehen werden kann, sind Warnjacken eine gute Idee. Sie bestehen aus Polyester oder Nylon. Beim Abendspaziergang, aber auch beim Fahrradfahren mit Hund oder beim Freilauf im Dunkeln wird der Hund nicht übersehen.
  • Hundemantel: Ein Hundemantel ist für die kalten Tage im Jahr reserviert. Er schützt mit dickem, kuscheligem Material zuverlässig vor Kälte. Er wird aus Polyester, Nylon, aber auch Strick, Fleece oder Stepp-Material hergestellt.
  • Hunderegenmantel: Der Regenmantel für den Vierbeiner schützt die Fellnase vor Nässe. Er besteht aus Polyester oder Nylon. Rücken und Bauch bleiben trocken, sodass die Fellpflege von Hunden mit langem Fell nach einem Regenspaziergang weniger aufwendig ist.

Hundejacken bestehen aus wasser- und schmutzabweisenden Materialien. Ihre Eigenschaft ist wärmend, damit sie bei schlechtem Wetter Wohligkeit verbreiten kann. Viele Hunde gehen bei kaltem und nassem Wetter nicht gern vor die Tür. Mit einer Hundejacke sind sie aber besser geschützt und haben kein Problem mehr mit Regen.

Manche Hundejacken besitzen sogar eine Kapuze. Die Kapuze ist bei Regen sinnvoll, damit der Kopf des Hundes nicht nass wird. Allerdings wird die Kapuze häufig abgestreift, da der Vierbeiner durch sie weniger hört und sieht.

Immer öfter gibt es auch Hundejacken mit Taschen. Außer einen optischen Eindruck zu hinterlassen, haben Taschen an Hundejacken eigentlich keine Funktion. Zwar können darin einzelne Kotbeutel verstaut werden, doch kann der Hundebesitzer diese auch bei sich tragen.

Welche Hunde sollten eine Hundejacke tragen?

Nicht jeder Hund braucht einen Hundemantel oder eine Hundejacke für den Winter. Die Jacke dient als Schutz gegen die Kälte. Allerdings frieren viele Hunde im Winter nicht, da sie ein dickes Unterfell haben. Nur Rassen mit wenig oder keinem Unterfell machen niedrige Temperaturen zu schaffen. Dünne Hunde und sehr kleine Hunde frieren ebenfalls genauso wie alte und kranke Hunde. Fast alle Hunde, die wenig Eigenfett haben oder in Bodennähe laufen, benötigen eine Hundejacke. Folgende Hunderassen zählen dazu:

  • Chihuahua
  • Yorkshire Terrier
  • Mops
  • Malteser
  • Havaneser
  • Shih Tzu
  • Windhunde
  • Maltipoos
  • Pudel
  • und mehr

Andere Hunderassen, die viel Unterwolle besitzen, sollten keinen Hundemantel angezogen bekommen. Sie könnten darunter schwitzen und sich unwohl fühlen. Dazu gehören Hunderassen wie Huskys, Schäferhunde, Australian Shepherd, West Highland White Terrier, Huskys oder auch Chow Chows.

Falls eine Hunderegenjacke gewünscht wird, damit das Fell des Hundes weniger Pflege nach dem Spaziergang benötigt, sollte auf eine Regenjacke ohne Innenfutter gesetzt werden. Sie schützt dann zwar vor Regen, wärmt aber nicht zusätzlich.

Kann eine Hundejacke zur Überhitzung führen?

Ja, das kann sie. Wenn Hunde mit einem dichten Unterfell zusätzlich eine Hundejacke tragen müssen, können sie schnell überhitzen. Sie haben ihre eigene Hundejacke mit ihrem Unterfell schon an. Wird nun noch eine Jacke darüber gezogen, wird es bei Aktivitäten wie Laufen oder Spielen schnell zu warm. Der Hund legt sich auf den Boden und hechelt stark. Zu sehen ist dieses Phänomen häufig bei Welpen. Welpenbesitzer sind oft nicht genau über die Hunderasse informiert und denken, dass der kleine Hund eine Jacke braucht, damit er nicht friert. Welpen überhitzen beim Spielen aber sehr schnell und so kann es gefährlich werden.

Grundsätzlich sollte die Hundejacke nicht bei hohen Temperaturen getragen werden - außer es handelt sich dabei lediglich um einen Regenschutz. Ab einer Außentemperatur unter fünf Grad ist eine wärmende Hundejacke oder ein Hundemantel sinnvoll, aber nur für Hunderassen, die sie auch benötigen. Vorher sollten Herrchen und Frauchen den Hund beobachten, um herauszufinden, ob er friert. Tut er dies, kann auch bei höheren Temperaturen über fünf Grad eine Hundejacke getragen werden.

Wie messe ich meinen Hund für eine Hundejacke?

Damit die Größe der Hundejacke richtig gewählt werden kann, muss zuerst der vierbeinige Freund ausgemessen werden. Mithilfe eines Maßbands ist das gar nicht schwer. Der Hund sollte für das Ausmessen weder sitzen noch liegen, sondern direkt vor einem stehen.

Um die Größe zuverlässig festlegen zu können, muss die Rückenlänge sowie die Hals- und Brustweite festgelegt werden. Die Rückenlänge wird von den Schulterblättern bis zur Rute gemessen. Dafür wird zwischen den Schulterblättern angesetzt und am Ansatz der Rute aufgehört. Dieses Maß ist die Rückenlänge.

Für die Halsweite wird das Maßband einmal um den Hals und Nacken des Tieres gelegt. Der Brustumfang wird bestimmt, indem das Maßband an den Schulterblättern angelegt wird. Von dort wird nach unten an der breitesten Stelle des Brustkorbs entlang gemessen. Diese befindet sich ca. fünf Zentimeter vor Ende des Rippenbogens.

Grundsätzlich gibt man zu allen ausgemessenen Maßen noch einmal zwei Zentimeter dazu, damit der Vierbeiner in der Hundejacke Bewegungsfreiheit hat und nicht eingeengt wird. Anschließend schaut man sich die Größentabelle der Hersteller an. Hier können die Maße genau angegeben werden und ergeben eine Größe zwischen XXS und XXL. Sollte der Vierbeiner zwischen zwei Größen liegen, wird die nächstgrößere Größe ausgewählt, damit er sich in der Jacke wohlfühlen kann.

Wie ziehe ich meinen Hund eine Hundejacke an?

Um dem Vierbeiner später eine Jacke anziehen zu können, muss er erst einmal daran gewöhnt werden. Dafür muss er an der Jacke schnuppern dürfen, um sie kennenzulernen. Nach und nach bekommt er für das Schnuppern ein Leckerli. Anschließend gibt es eines dafür, dass er sie auf seinem Rücken duldet. So wird weitergemacht, bis er sie 15 Minuten am Stück in der Wohnung trägt. Erst dann darf sie mit auf einen Spaziergang genommen werden.

Beim Anziehen der Hundejacke oder bei einer Hundeweste kommt es auf die Verschlussart an. Manche Jacken werden am Rücken geschlossen, andere am Bauch. Wird die Jacke auf dem Rücken geschlossen, muss der Hund in die Beinlöcher einsteigen. Anschließend wird die Jacke über den Körper geklappt und oben mit einem Verschluss wie Druckknöpfe oder einer Art Gürtel geschlossen.

Wird die Hundejacke am Bauch geschlossen, muss sie erst über den Körper gelegt werden. Dann steigt der Hund in das eine Armloch hinein und anschließend in das andere. Zum Schluss wird die Hundejacke an Bauch und Brust geschlossen. Hier kommen häufig Druckknöpfe oder Klettverschluss zum Einsatz.

Fazit:
Je nach Hunderasse ergibt eine Hundejacke durchaus Sinn. Besonders kleine Hunde, die aufgrund ihrer Statur nahe am Boden sind, freuen sich bei einem Spaziergang über zusätzliche Wärme. Gerade zur Herbst- und Winterzeit sollte ein Hundebesitzer seinen Vierbeiner genau beobachten, ob dieser bei Outdooraktivitäten friert oder nicht. Sollte letzteres der Fall sein, könnte eine Hundejacke eine gute Alternative sein.

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