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Spondylose bei Katzen: Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Spondylose bei Katzen: Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Hinweis für dich und deinen Vierbeiner:
Unsere Produktempfehlungen und Ratgeber dienen der Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens deiner Fellnase. Sie ersetzen keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Wenn Beschwerden anhalten, sich verschlimmern oder neu auftreten, wende dich bitte an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

Katzen sind von Natur aus unglaublich gelenkig und akrobatisch. Doch mit zunehmendem Alter oder durch genetische Veranlagung kann diese bewundernswerte Flexibilität der Wirbelsäule nachlassen. Ein häufiger, aber oft lange unentdeckter Grund dafür ist die Spondylose bei Katzen.

Weil Katzen wahre Meister im Verstecken von Schmerzen sind und Halter oft nicht genau wissen, wie Katzen Gelenkschmerzen zeigen, wird diese chronische Veränderung der Wirbelsäule häufig erst spät oder zufällig bei Röntgenaufnahmen entdeckt. In diesem Ratgeber erklären wir, was bei einer Spondylose im Körper der Katze passiert, auf welche Alarmsignale du achten musst und wie du das Wohlbefinden deiner Fellnase spürbar verbessern kannst.

Was genau ist eine Spondylose?

Spondylose (Spondylosis deformans) ist eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule. Normalerweise sorgen die Bandscheiben zwischen den einzelnen Wirbeln für Flexibilität und dämpfen Stöße ab. Bei einer Spondylose kommt es durch Verschleiß, Überlastung oder Alterungsprozesse zu einer Instabilität in diesem Bereich.

Der Körper der Katze versucht, diese wackelige Wirbelsäule selbstständig zu reparieren und zu stabilisieren, indem er knöcherne Zubildungen (sogenannte Spondylophyten) an der Unterseite der Wirbelkörper bildet. Mit der Zeit wachsen diese Knochenbrücken zusammen und verbinden zwei oder mehrere Wirbel fest miteinander.

Während diese Verknöcherung an sich nach dem Zusammenwachsen oft schmerzfrei ist, ist der Prozess davor höchst schmerzhaft. Zudem geht die Flexibilität der Wirbelsäule dauerhaft verloren, und es kann zu Entzündungen oder im schlimmsten Fall zum Einklemmen von Nerven kommen.

Symptome: Wie erkenne ich Rückenprobleme?

Die Symptome einer Spondylose ähneln stark denen von Arthrose oder einer Hüftgelenksdysplasie (HD). Der Fokus der Beschwerden liegt hier jedoch ganz klar auf dem Rücken.

Achte auf diese typischen Anzeichen:

  • Berührungsschmerz: Die Katze knurrt, faucht oder weicht aus, wenn du sie über den Rücken streicheln möchtest, besonders im Bereich der Lendenwirbelsäule.
  • Verändertes Putzverhalten: Da die Katze ihren Rücken nicht mehr gut biegen kann, wird das Fell am hinteren Rücken, an den Flanken oder am Schwanzansatz oft verfilzt, schuppig und struppig.
  • Sprunghemmung: Hohe Sprünge werden vermieden, da das Abfedern mit der Wirbelsäule extrem schmerzhaft ist.
  • Gekrümmte Haltung: Manchmal zeigen betroffene Katzen einen leichten Buckel oder einen sehr steifen, stelzigen Gang.
  • Probleme beim Kotabsatz: Da das Krümmen des Rückens in der Katzentoilette schmerzt, kann es zu einer schmerzhaften Verstopfung bei der Katze kommen. Wenn die Toilette dann langfristig mit Schmerzen verknüpft wird, entsteht nicht selten eine stressbedingte Unsauberkeit bei der Katze.

Diagnose und tierärztliche Behandlung

Wenn du den Verdacht hast, dass deine Katze Rückenschmerzen hat, ist ein Tierarztbesuch unumgänglich. Mittels Röntgenaufnahmen lässt sich eine Spondylose sehr eindeutig diagnostizieren: Die typischen Knochenbrücken zwischen den Wirbeln sind auf dem Röntgenbild deutlich zu erkennen.

Die Krankheit ist leider nicht heilbar, aber die Schübe lassen sich gut behandeln. Meist werden in akuten, schmerzhaften Phasen entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAIDs) verabreicht. Auch Physiotherapie kann helfen, die umliegende Muskulatur zu stärken und Verspannungen zu lösen.

So machst du den Alltag für deine Katze bequemer

Eine Katze mit Spondylose braucht einen barrierefreien Alltag. Stelle sicher, dass sie nicht hoch springen muss. Kleine Rampen oder Hocker helfen ihr, aufs Sofa zu kommen. Ein Katzenklo mit einem extrem niedrigen Rand ist ebenfalls eine große Erleichterung.

Besonders wichtig bei Rückenproblemen ist Wärme! Wärme fördert die Durchblutung und entspannt die verkrampfte Rückenmuskulatur. Ein Wärmekissen, das du leicht anwärmen und deiner Katze anbieten kannst, wird von vielen Spondylose-Patienten dankbar angenommen.

Zudem solltest du das Angebot der Katzenschlafplätze überprüfen. Ein orthopädisches Bett, das sich der Wirbelsäule anpasst und Druckpunkte vermeidet, ist für Rückenpatienten Gold wert.

Ergänzende Unterstützung durch Nährstoffe

Wie bei allen Gelenkerkrankungen ist es essenziell, dass deine Katze schlank bleibt, um den Rücken nicht mit unnötigem Gewicht zu belasten.

Um den Gelenk- und Knorpelstoffwechsel zu unterstützen, setzen viele Halter auf spezielle Ergänzungsfuttermittel. Du kannst beispielsweise ein Gelenkpulver nutzen, das du einfach unter das Futter mischst. Es liefert wichtige Nährstoffe, die der Bewegungsapparat braucht.

Wird Pulver nicht gefressen, bietet sich eine leckere Gelenkpaste an. So machst du die gesundheitliche Unterstützung zu einer kleinen Nascherei, die ohne Stress in den Alltag integriert werden kann.

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