Toyger

Sie haben sich schon immer einen Tiger gewünscht, der in der Wohnung gehalten werden kann? Dann wird Ihnen unser Katzen-Porträt eine feline Vertreterin vorstellen, welche diesem Ruf in vollem Umfang gerecht wird. Die Toyger ist neugierig und intelligent. Die kräftigen und muskulösen Tiere sind verspielt und liebenswürdig und Herrchen und Frauchen eine angenehme Begleiterin. 

Steckbrief Toyger

  • Rasse: Toyger
  • Herkunft: USA
  • Gewicht: Katze: 2,5 bis 5 kg, Kater: 4 bis 6 kg
  • Größe: mittelgroß, Schulterhöhe bis 36 cm
  • Alter: bis 15 Jahre
  • Charakter: ausgeglichen, freundlich, verspielt, intelligent
  • Fell und Farbe: kurzes, dickes, weiches Fell, Brown Tabby Mackarel (orangeroter Grundton, dunkelbraune bis schwarze Streifen, Bauch und Innenschenkel weiß)
  • Pflege: gering
  • Bewegungsdrang: mittel bis hoch
  • Besonderheiten: gezielte Züchtung, miaut wenig, leinentauglich, versteht sich mit Hunden

Inhaltsverzeichnis


Herkunft

Ursprünglich stammt die Toyger aus den USA, wobei wir der Entstehung der Toyger keinem Zufall zu verdanken haben. Die Tiere werden seit Ende der 1980er Jahre gezielt gezüchtet. Das Zuchtziel von Judy Sudgen bestand darin, einen Mini-Tiger mit weitgehend identischer Fellfarbe und Statur zu züchten.

Die Designerkatze wurde aus einem Bengal Kater namens Millwood Rumpled Spotskin und der Amerikanischen Kurzhaarkatze Scrapmetal, welche das Tigermuster trug, gezüchtet. Eine indische Straßenkatze mit gepunkteten Ohren wurde im Jahr 1993 zusätzlich eingekreuzt.

In das Zuchtbuch der TICA wurde die Rasse ebenfalls 1993 aufgenommen. Bis die Toyger als neue Katzenrasse für Ausstellungen zugelassen wurde, vergingen jedoch weitere sieben Jahre. Die vollständige Anerkennung durch die TICA erfolgte erst 2007. Bislang ist die TICA der einzige Verband geblieben, welcher die Toyger als eigene Rasse führt.

Aussehen

Die Toyger besitzt eine markante Fellzeichnung. Im Gegensatz zu einer Hauskatze mit Tabby-Zeichnung verläuft das Muster nicht, sondern es zeichnen sich klar definierte Streifen ab, welche vom Kopf bis zur Schwanzspitze verlaufen.


Hätten Sie’s gewusst?

„Die Bezeichnung Toyger-Tabby steht für ein mehrfarbiges Fell, welches entweder gestreift ist oder Flecken besitzt.“

Die Toyger ist eine mittelgroße Katze, die mit einem kräftigen und muskulösen Körperbau auffällt. Die Brust erscheint breit und athletisch. Auch die kräftigen Pfoten unterstreichen das kompakte Erscheinungsbild der Rasse. Der Kopf erscheint ebenfalls breit. Die rundlichen Ohren sind eher klein und besitzen abgerundete Spitzen. Der Schwanz wirkt buschig und läuft in einer dünneren und abgerundeten Spitze aus.

Die einzige bislang anerkannte Fellfarbe trägt die Bezeichnung „Brown Tabby Mackarel“. Das braune bis schwarze Tigermuster setzt sich deutlich von der rotbraunen Grundfarbe ab. Die Augen sind grün oder gelb.

Der Rasse-Standard im Überblick:

  • Statur = muskulös, kräftig, Beine mittellang
  • Kopf = breit, Ohren klein und abgerundet
  • Augen = rund, grün oder gelb
  • Fell = weich und kurz
  • Fellzeichnung = Brown Tabby Mackarel

Wichtig!

„Auch wenn die Toyger wie eine Mini-Ausgabe der Großkatze wirkt, handelt es sich weder um eine Wildkatze, noch um einen Hybriden. Die Toyger ist eine reine Hauskatze.“

Charakter

Durch ihr Äußeres entsteht der Eindruck, dass es sich um eine temperamentvolle, wildere Katze handelt. Doch die Toyger erweist sich als ausgeglichene Wohnungskatze mit gefestigtem Charakter und ohne jede Aggression. Die Tiere sind sehr menschenbezogen und gesellig. Damit etabliert sich der Mini-Tiger hervorragend zur Familienkatze. Die Tiere verstehen sich gut mit Kindern und tolerieren auch andere Katzen in ihrem Umfeld.

Sie sollten die intelligenten Katzen jedoch nicht unterfordern. Die Toyger ist schlau und besitzt einen ausgeprägten Spieltrieb. Für eine artgerechte Haltung sollten Sie dementsprechend auch beides unterstützen. Ihr Stubentiger benötigt regelmäßig Streicheleinheiten sowie eine aktive Beschäftigung.

Lebenserwartung

Bis die Toyger ausgewachsen ist, braucht es etwas Geduld. Erst mit einem Alter von zwei Jahren haben die Tiere ihre endgültige Größe erreicht. Die Lebenserwartung liegt im Durchschnitt bei 15 Jahren.

Dies ist jedoch auch von folgenden Faktoren abhängig:

  • Erbanlagen
  • Haltungsbedingungen
  • Fütterung
  • Freigang oder Wohnungskatze
  • tierärztliche Versorgung

Sie können durch eine hochwertige und artgerechte Ernährung und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt die Gesundheit der Tiere beeinflussen. Nicht selten werden gesunde und gut versorgte Stubentiger bis zu 20 Jahre alt.


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Ernährung

Die muskulösen Tiere besitzen einen hohen Energiebedarf. Auch bei der Ernährung dienen die wilden Großkatzen als Vorbild. Toyger unterscheiden sich nicht von anderen Katzen und sind reine Fleischfresser. Um den natürlichen Ernährungsgewohnheiten der Tiere zu entsprechen, sollten Sie Nassfutter mit einem hohen Fleischanteil wählen. Achten Sie auf reines Muskelfleisch.


Bitte beachten!

„Der reine Fleischanteil sollte bei 60 bis 80 Prozent liegen. Tierische Nebenerzeugnisse haben in einem hochwertigen Futter für die Toyger nichts verloren. Denn dabei handelt es sich um Krallen, Fell, Hufe, Haut und andere unappetitliche Schlachtabfälle.“

Hochwertiges Katzenfutter ist reich an Eiweiß. Der Phosphor-Anteil sollte dagegen gering ausfallen. Wird Phosphor überdosiert, kann dies negative Auswirkungen auf die Nierenfunktion der Katze haben. 

Nassfutter besitzt einen hohen Feuchtigkeitsanteil. Dies hat den Vorteil, dass die Toyger bereits durch das Futter Flüssigkeit aufnimmt. Schließlich trinken Katzen von Natur aus eher wenig. Wenn Ihre Katze Trockenfutter bevorzugt, sollten Sie dementsprechend auf eine ausreichende Wasseraufnahme achten. Diese können Sie durch einen Trinkbrunnen fördern.  

Der natürlichen Katzenernährung kommen Sie mit Barfen am nächsten. Gefüttert werden lediglich rohes Fleisch und Innereien. Vitamine, Mineralstoffe und das für Katzen wichtige Taurin werden zugesetzt. Zum Thema Barfen sind mittlerweile zahlreiche Print- und Online-Publikationen erschienen. Sie können sich auch von Ihrem Tierarzt beraten lassen.  

Haltung & Platzbedarf

Ihr kleiner Schmusetiger wird sich auch in einer Wohnung wohlfühlen. Er benötigt nicht zwingend Auslauf. Allerdings fordern die anhänglichen Tiere viel Aufmerksamkeit von Frauchen und sind ungern allein. Für die eingeforderten Spiel- und Schmuseeinheiten müssen Sie sich folglich viel Zeit und Freiraum einplanen.

Da es sich um ausgesprochen intelligente Tiere mit einem hohen Spieltrieb handelt, werden Sie sich einiges einfallen lassen müssen, um die Toyger bei Laune zu halten. Gelangweilte Katzen können schnell ein abweichendes und weniger erfreuliches Benehmen an den Tag legen.

Dann kann es schonmal passieren, dass sie Tapeten von den Wänden reißen oder Möbel als Kratzbaum nutzen. Die Tiere wurden als Wohnungskatzen gezüchtet und müssen nicht zwingend nach draußen. Dennoch erfreut sich die Toyger über einen Balkon, der natürlich mit einem Katzennetz gesichert werden sollte.

Harmonie

Die Toyger ist ausgesprochen anpassungsfähig und versteht sich auch mit anderen Haustieren. Auch mit Hunden können sich die Katzen anfreunden, sofern die Tiere gut sozialisiert wurden und Sie der Katze einen höher liegenden Rückzugsort zur Verfügung stellen.

Toyger gelten als kinderlieb. Dennoch sollte der Nachwuchs ein gewisses Alter erreicht haben und Verständnis für den Umgang mit diesen sensiblen Tieren entwickeln. Kind und Katze verstehen sich schon allein deshalb blendend, weil beide am liebsten spielen und herumtollen.

Die Katzen miauen wenig und verstehen sich am besten mit Artgenossen der gleichen Rasse. Möglich ist auch das Zusammenleben mit neugierigen und verspielten Orientalen.

Zeitaufwand

Die Toyger gilt als unkompliziert und anpassungsfähig, möchte aber ungern auf Ihre Aufmerksamkeit verzichten. Tägliches Spielen und Schmusen sind Pflicht. Sind die Tiere in einer kleinen Wohnung zu wenig ausgelastet, können Sie die Toyger an Geschirr und Leine gewöhnen. Regelmäßige Rundgänge durch den Garten wird die Katze als Abwechslung gerne annehmen.

Als intelligente Katze sucht die Toyger täglich nach neuen Herausforderungen. Diese können Sie Ihrer Samtpfote mit dem Clicker-Training bieten. Clickern eignet sich für Erziehungsmaßnahmen ebenso, wie für Spiel und Spaß.

In den USA ist die Toyger dafür bekannt, bei Cat-Agility-Wettbewerben teilzunehmen. Die Katzen überwinden dabei Hindernisse und bewältigen verschiedene Aufgaben.

Pflege

Trotz des kurzen Fells sollte man die Pflege nicht vernachlässigen. Damit das dichte Fell gepflegt aussieht, sollte es mehrmals wöchentlich gebürstet werden. Durch die Fellpflege erhalten Sie nicht nur Glanz und Schönheit des Haarkleides, sondern helfen den Tieren nicht zu viele Haare beim Putzen zu verschlucken.

Beim Fellwechsel im Frühling und Herbst sollte, wenn möglich, täglich gebürstet werden. Dann finden Sie auch weniger Haare auf dem Fußboden oder auf Ihren Polstermöbeln. Zur Pflege der Tiere zählt auch die regelmäßige Kontrolle von Ohren, Augen und Zähnen. So lassen sich mögliche Defizite schneller erkennen und beheben.

Gesundheit

Die noch junge Rasse gilt als robust und widerstandsfähig. Über mögliche Erbkrankheiten kann noch nicht viel gesagt werden. Die einzige Erbkrankheit, welche bislang nachgewiesen wurde, ist ein Pyruvatkinase-Defizit. Kommt es zu einem Mangel an besagtem Enzym, werden die roten Blutkörperchen zerstört, was eine Anämie zur Folge haben kann.

Die Toyger neigt zu Übergewicht. Daher ist es besonders wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und die Futtermenge an das Gewicht des Tieres anzupassen.

  • Gewicht: 2 bis 3 kg = 180 bis 200 Gramm Nassfutter täglich
  • Gewicht: 3 bis 4 kg = 200 bis 250 Gramm Nassfutter täglich
  • Gewicht: 4 bis 5 kg = 250 bis 300 Gramm Nassfutter täglich
  • Gewicht: 5 bis 6 kg = 300 bis 350 Gramm Nassfutter täglich

Trockenfutter liefert weit mehr Energie, daher ist der Bedarf deutlich geringer. Zwei Kilogramm schwere Toyger benötigen etwa 30 Gramm Trockenfutter pro Tag. Bei einer fünf Kilogramm schweren Katze sollten Sie 50 bis 70 Gramm Trockenfutter täglich in den Napf geben.

Züchter

Während die Rasse in Amerika recht häufig gezüchtet wird, sind die Toyger-Züchter in Deutschland überschaubar. Wenden Sie sich an einen seriösen Züchter, der Ihnen einen Stammbaum aushändigen kann und damit die Zuchtlinie belegt. Dies kann Inzucht ausschließen.

Seriöse Züchter werden Ihnen gern Einblick in die Haltungsbedingungen gewähren und auch die Elterntiere vorstellen. Die Züchter sind um das Wohlergehen der Tiere bedacht und geben die Kitten auch nicht unter einem Mindestalter von zwölf Wochen ab.

Bei Abholung wird Ihnen der Züchter folgende Dokumente aushändigen:

  • Stammbaum
  • Impfpass
  • Kaufvertrag
  • Gesundheitsattest
  • Chip-Daten

Meist wird ein kleines Starterpaket, welches unter anderem das gewohnte Futter und das Lieblingsspielzeug enthält, mitgegeben.

Kostenpunkt

Die Anschaffung der Tiere verursacht einiges an Kosten. Dies beginnt bereits vor Einzug des Vierbeiners, da Sie eine Erstausstattung benötigen, die den Tieren bereits beim Eintreffen zur Verfügung stehen sollte:

  • Katzenklo
  • Einstreu
  • Fressnäpfe
  • Katzenkörbchen
  • Kratzbaum
  • Spielzeug

Dieses tierische Grundsortiment wird Sie etwa 200 Euro kosten. Die Kaufpreise für die seltene Rasse bewegen sich zwischen 1.000 und 1.500 Euro. Für Zuchttiere werden oft 3.000 Euro und mehr verlangt.

Beachten Sie auch, dass Ihre Katze jährlich dem Tierarzt vorgestellt werden sollte, Impfungen benötigt und entwurmt werden muss. Eine Routine-Untersuchung wird Sie etwa 100 Euro kosten. Operationen oder andere unvorhergesehene Eingriffe kosten deutlich mehr.

Welche Überlegungen sind vonnöten, wenn ich mir diese Rasse zulegen möchte?

Die Toyger ist ein recht unkomplizierter Mitbewohner. Der Mini-Tiger wurde für die Wohnungshaltung gezüchtet und kann sich bei Singles sowie auch in Familien wohlfühlen. Wichtig ist, dass Frauchen viel Zeit mitbringt und täglich zum Spielen und Schmusen bereit ist.

Die intelligenten Stubentiger möchten regelmäßig beschäftigt werden. Dabei ist Abwechslung gefragt. Langeweile bekommt den Tieren nicht. Von Vorteil sind ein katzensicherer Balkon oder ein geschützter Freigang.

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