Savannah Katze

Die noch jungen Exoten sorgen für frischen Wind im Katzenhaushalt. Die Kreuzung aus Serval und Hauskatze ist immer in Bewegung und besitzt einen ausgeprägten Jagdtrieb. Obwohl es sich um eine anhängliche und liebevolle Katze handelt, ist die reine Wohnungshaltung nicht zu empfehlen.

Unser Katzenrasse-Porträt versorgt Sie mit Informationen rund um eine faszinierende Katzenschönheit mit ursprünglichem und wildem Touch. 

Steckbrief Savannah Katze

  • Rasse: Savannah
  • Herkunft: USA
  • Gewicht: Kater: etwa 10 kg, Katze: etwa 8 kg
  • Größe: groß, Schulterhöhe: bis 45 cm, Gesamtlänge: bis zu 1,2 Meter
  • Alter: 12 bis 16 Jahre
  • Charakter: lebhaft, verspielt, gesellig, aktiv, intelligent
  • Fell und Farbe: kurzes Fell, Grundfarben: Grau, Braun oder Gold, Spot/Smoke erlaubt
  • Pflege: anspruchsvoll
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Besonderheiten: junge Rasse, wilde Vorfahren, nicht wasserscheu, ungewöhnlich groß

Inhaltsverzeichnis


Herkunft

Savannah Katzen entstanden aus einer Kreuzung zwischen Hauskatze und Serval. Der Serval ist eine Wildkatze aus Afrika. Durch einen Zufall im Jahr 1986 entstand die erste Savannah Katze, weshalb diese Katze noch zu einer jungen Rasse gehört.

Judee Frank besaß eine Servalkatze und lieh sich zur Verpaarung einen Servalkater aus. Dieser vergnügte sich jedoch ungewollt mit einer Siamkatze, die mit ihm zusammen untergebracht worden war.

Suzi Mutascio, die Besitzerin des Katers, erhielt das einzige Kitten des unbeabsichtigten Wurfs und begann daraufhin mit der Zucht der zweiten Generation von Savannah Katzen. Die nächsten Hybridkatzen kamen 1989 zur Welt. Die Bezeichnung Savannah wurde nach dem ursprünglichen Lebensraum des Servals ausgewählt.

Anfänglich nutzten Züchter folgende Rassen für die Verpaarung:

  • Orientalisch Kurzhaar
  • Maine Coon
  • Ocicat
  • Bengalkatzen
  • Egyptian Mau
  • Serengeti

Die heutigen Richtlinien der International Cat Association (TICA) grenzen die Savannahzucht auf folgende Rassen ein:

  • Ocicat
  • Orientalisch Kurzhaar
  • Domestic Shorthair
  • Egyptian Mau  

Die Filialgeneration gibt den Bezug der Savannah zu ihren Vorfahren wieder. Wurde die Mutterkatze mit einem Serval verpaart, handelt es sich bei den Nachkommen um F1-Tiere. Bei der Filialgeneration F2 war der Urgroßvater ein Wildtier.

Für eine noch präzisere Benennung werden Buchstaben verwendet:

  • A – Savannah = ein Elterntier
  • B – Savannah = beide Elterntiere
  • C – Savannah = beide Elterntiere und Großelterntiere
  • SBT – Savannah = die letzten drei Generationen

Interessant:

Savannah Katzen der Filialgenerationen F1 bis F4 werden aufgrund des hohen Wildblut-Anteils zu den Hybrid-Rassen gezählt.

Der erste Rasse-Standard wurde 1996 verfasst. Die Anerkennung durch die TICA folgte im Jahre 2001. Der Championship Status wurde 2012 erreicht. Die ersten Savannahs der SBT-Generation wurden im Jahre 2007 geboren.

Savannah Katzen sind als noch junge Rasse weltweit beliebt. Eine Ausnahme bilden Neuseeland und Australien. Dort besitzt die Savannah Katze Einreiseverbot. 

Aussehen

Einer Savannah sind ihre wilden Vorfahren anzusehen. Die Tiere wirken wie ein Serval in Miniformat. Ins Auge fällt die getupfte Fellzeichnung, welche die Tiere von anderen Hauskatzenrassen unterscheidet.

Die Tupfen zeichnen sich von einem beigen bis goldfarbenen Grund ab. Die Unterseite ist heller. Anfänglich war die Färbung stark abhängig von der eingekreuzten Katzenrasse. Seit Savannah-Savannah-Kreuzungen Standard sind, fällt die Färbung weitgehend einheitlich aus.

Die auffallend großen und schlanken Tiere bewegen sich auf langen und muskulösen Beinen fort. Meist erscheinen die Hinterläufe geringfügig länger als die Vorderläufe. Der Kopf ist eher klein und besitzt eine dreieckige Form. Erlaubt sind alle Augenfarben. Die Savannah kennzeichnet eine „Tränenzeichnung“, welche an die wilden Vorfahren erinnert und das exotische Erscheinungsbild der Tiere komplettiert.

Erlaubt sind folgende Fellfarben:

  • Black
  • Black smoke
  • Black silver spotted tabby
  • Brown spotted tabby

Die Hybriden der Generation F1 und F2 sind auffallend groß und können bis zu zehn Kilogramm auf die Waage bringen. Ab der vierten Generation erinnern Größe und Gewicht mehr und mehr an Hauskatzenrassen.


Gut zu wissen:

„Scarlett`s Magic gilt als Star unter den Savannahs. Das Tier wurde in das Guinnessbuch der Rekorde als größte lebende Hauskatze aufgenommen. Die Savannah Katze brachte es auf eine Körperlänge von 108,51 Zentimeter und eine Schulterhöhe von 45,9 Zentimeter.“

Charakter

Das Zusammenleben mit einer Savannah Katze macht Spaß und wird nie langweilig. Die Tiere gelten als freundlich, verspielt und neugierig. Der Bewegungsdrang ist ausgesprochen hoch, weshalb eine alleinige Wohnungshaltung nicht empfehlenswert ist. Ebenso ist eine Savannah als Einzelkatze weder glücklich noch wird sie dann ausreichend gefordert.

Die gelehrigen Tiere werden manchmal als Hund im Katzenkostüm bezeichnet. Tatsächlich können Sie der Samtpfote das Apportieren beibringen. Lernen Kitten bereits früh das Laufen an der Leine kennen, werden Sie einer Wohnungskatze später viel Abwechslung bieten können.

Katzen gelten als wasserscheu. Eine Savannah dagegen ist begeistert, wenn Sie ihr die Möglichkeit zum Planschen bieten. Einen Gartenteich werden die Tiere zum Baden nutzen. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie beim Duschen Gesellschaft bekommen. In der faszinierenden Savannah steckt so manche Überraschung.

Die Katzen sind liebevolle Gesellschafter. Trotzdem versuchen die Katzen gerne ihren Willen durchzusetzen. Als Anfängerkatze eignen sich die temperamentvollen Energiebündel daher weniger.    

Lebenserwartung

Savannahs sind erst mit etwa drei Jahren vollständig ausgewachsen. Dies sollten Sie bedenken und die Tiere nicht zu früh kastrieren lassen. Die Lebenserwartung bei Hybridrassen können sehr schwanken. Genetische Merkmale spielen ebenso eine Rolle, wie Haltungsbedingungen und Fütterungsgewohnheiten.

In der Regel handelt es sich um gesunde und robuste Tiere, die etwa 15 Jahre alt werden können. Es wird auch von Tieren berichtet, die ein Lebensalter von 20 Jahren erreichten.


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Ernährung

Savannahs der Generationen F1 bis F4 haben hohe Ansprüche an Ihre Ernährung. Ab der Generation F5 sind die Tiere oftmals umgänglicher, was Art und Zusammensetzung des Futters betrifft.

Eine hochwertige Katzenernährung duldet keine Kompromisse. Katzen sind Fleischfresser. Entscheiden Sie sich unbedingt für Futter mit einem hohen Fleischanteil und lassen Sie sich dabei nicht täuschen. Finden Sie Angaben wie „tierische Nebenerzeugnisse“, Zucker oder Geschmacksverstärker auf der Verpackung, sollten Sie vom Kauf absehen. Der Anteil an reinem Muskelfleisch liegt bei gutem Katzenfutter bei etwa 80 Prozent.

Die Savannah eignet sich sehr gut für das Barfen. Diese Fütterungsmethode setzt ausschließlich auf Rohfleisch. Die Rohfütterung kommt dem Jagdtrieb der Tiere entgegen und unterstützt die gesunde Entwicklung. Damit Mangelerscheinungen vermieden werden, muss die Futterration auf die Bedürfnisse der Tiere angepasst werden. Zudem sollten Taurin und andere wichtige Supplemente enthalten sein. Informieren Sie sich in Fachbüchern oder fragen Sie Ihren Tierarzt.

Kitten sollten bis zu fünfmal am Tag Futter in kleineren Portionen bekommen. Ab etwa einem Jahr sind zwei Mahlzeiten täglich ausreichend. Die Futtermenge ist der Größe und dem Gewicht des Tieres anzupassen. Auch hier helfen Tierarzt oder Tierheilpraktiker gern weiter.      

Haltung & Platzbedarf

Die Haltung der Savannah Katze ist mit einigen Auflagen verbunden. Die Hybridrassen F1 bis F4 fallen unter das Artenschutzgesetz. Einige Bundesländer schreiben eine Meldepflicht für diese Tiere vor.


Wichtig!

„In Bayern gelten Savannahs als Gefahrentiere und die Haltung bedarf einer Genehmigung. Ein Gehegebau ist deutschlandweit Pflicht. Das Außengehege muss mindestens 50 Quadratmeter Fläche umfassen und 2,5 Meter hoch sein.“

Auch für die übrigen Tiere ist eine kleine Stadtwohnung nicht der richtige Ort. Es wird viel Fläche gebraucht mit abwechslungsreichen Klettermöglichkeiten. Übergroße Kratzbäume können die Tiere davon abbringen, Ihre Möbel und Regale zu erklimmen. Gibt es die Gelegenheit dazu, können Sie auch ein Innengehege anlegen. Ein geschützter Freigang ist jedoch in jedem Fall die bessere Wahl.    

Harmonie

Savannahs ab Generation F5 sind für die Wohnungshaltung geeignet. Um den Bewegungsdrang zu befriedigen, sind ein gut umzäunter Garten oder ein geschützter Balkon ein willkommener Abenteuerspielplatz.


Bitte beachten:

„Ihre Savannah Katze kann ausgezeichnet springen und klettern. Hindernisse von bis zu zwei Metern Höhe stellen kein Problem dar. Damit definiert sich ein katzensicherer Auslauf vollkommen neu.“

Die Savannah Katze möchte beschäftigt werden. Schaffen Sie verschiedene Katzenmöbel an, welche zum Kratzen animieren und sich auch zum Spielen und Verstecken eignen. Langeweile bekommt der Savannah nicht. Sie wird dann schnell nach Alternativen suchen und dabei Ihre Möbel und Polster garantiert nicht verschonen.

Savannahs besitzen ein stark ausgeprägtes Sozialverhalten und möchten nicht als Einzelkatze gehalten werden. Sie können sich für eine aktive und verspielte Rasse entscheiden. Hierbei kommen Siamkatzen, Burmakatzen oder Bengalkatzen infrage. Perser oder Britisch Kurzhaar sind dagegen, aufgrund ihres ruhigen Wesens, nicht die idealen Spielgefährten für den kleinen Wildfang.    

Zeitaufwand

Die Savannah Katze benötigt Ihre ganze Zuwendung. Die Tiere heften sich gern an die Fersen ihrer Besitzer und sind nur ungern allein Zuhause. In einer lebhaften und aktiven Familie steht die Savannah gern im Mittelpunkt. Aufmerksamkeit wird lautstark eingefordert. Schafft die Savannah es nicht, ihren Kopf durchzusetzen, können die Tiere auch kratzen und fauchen. Dies geschieht bei den ersten beiden Generationen deutlich häufiger. Es handelt sich dabei nicht um aggressives Verhalten, sondern passiert eher aus Aufregung.

Wenn Sie ausreichend Katzenerfahrung besitzen, werden Sie mit dieser temperamentvollen und selbstbewussten Rasse gut zurechtkommen. Die Savannah dankt es Ihnen mit einer engen Bindung und so mancher Schmusestunde.


Aufgepasst!

Stellt die Savannah Katze ihr Fell an Schwanz und Rücken auf, ist dies ein Ausdruck von Freude. Der Serval zeigt ein ähnliches Verhalten.

Wenn Sie nachhause kommen, werden Sie mit einem intensiven „Köpfchengeben“ begrüßt. Fühlt sich die Savannah dagegen vernachlässigt, bringt sie sich nicht selten mit einem kleinen Liebesbiss in Erinnerung und verlangt nach mehr Zeit und Zuwendung.     

Erziehung

Die Savannah lässt sich recht gut erziehen, da sie intelligent und gelehrig ist und eine enge Bindung zu ihrem Menschen eingeht. Absolut gehorsam wird das temperamentvolle Wildtier jedoch nicht. Einige Grundregeln lassen sich die Tiere durchaus beibringen. Arbeiten Sie dabei mit positiver Verstärkung und belohnen Sie die Savannah mit Leckerli. Für eine aktive Beschäftigung kann das Clicker-Training eingesetzt werden.

Damit können Sie Ihrer Katze nicht nur Kunststücke beibringen, sondern auch die Erziehung durch positive Verstärkung unterstützen. Spiele am und im Wasser sind ganz nach dem Geschmack der Savannah Katze und auch das Apportieren werden die schlauen Tiere schnell verstanden haben. 

Pflege

Die Savannah ist eine pflegeleichte Katze. Das Fell sollten Sie regelmäßig kämmen oder bürsten, damit es seinen Glanz behält und sich lose Haare lösen. Wenn Sie die Katzenpflege zum Ritual machen, wird die Savannah die Aufmerksamkeit und die kleine Wellness-Behandlung genießen.

Zur Katzenpflege gehören regelmäßige Tierarztbesuche. Vorsorgeuntersuchungen sollten Sie daher nicht versäumen. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt auch zu notwendigen Impfungen und Entwurmungen beraten. Freigänger-Katzen benötigen zusätzlich noch einen Schutz vor Ungeziefer.    

Gesundheit

Die Savannah zählt zu den agilsten und gesündesten Katzenrassen. Nicht unschuldig daran dürfte der eingekreuzte Serval sein. Rassetypische Krankheiten sind nicht bekannt.


Achtung!

Anfangsgenerationen der Savannah Katze sollten nur mit Totimpfstoff behandelt werden. Der Tierarzt sollte keine Lebendimpfstoffe nutzen. Fragen Sie unbedingt nach!

Die Gesundheit Ihres Haustieres können Sie durch eine artgerechte Ernährung, ausreichend Auslauf und viel Zuwendung unterstützen.     

Züchter

Entscheiden Sie sich für eine Savannah Katze, sollten nur seriöse Züchter infrage kommen. Diese sind in einem Verein organisiert und besitzen ausreichend Erfahrung über Rasse und Genetik der Tiere. Gerne werden die Züchter ihr Wissen an Sie weitergeben.

Überzeugen Sie sich vor Ort von den Zuchtbedingungen und besichtigen Sie das Muttertier. Seriöse Züchter werden Ihnen bereitwillig Einblick gewähren. Die Kitten sollten nicht unter zwölf Wochen alt sein, wenn sie bei Ihnen einziehen. Die Sozialisierungsphase zwischen der achten und zwölften Woche prägt das weitere Leben der Tiere entscheidend.

Kostenpunkt

Entscheiden Sie sich für eine Savannah Katze, werden für Kitten, abhängig von der Generation 1.000 bis 10.000 Euro fällig. Daneben fallen laufende Kosten von monatlich etwa 100 bis 200 Euro an. Sie müssen für eine katzengerechte Wohnung sorgen und eine Grundausstattung bereitstellen. Der Mindestpreis liegt hier ebenfalls bei etwa 200 Euro.

Für Tierarztkosten sollten Sie ausreichend Rücklagen bilden. Neben Impfung und Entwurmung, können Operationen mit hohen Summen, die sich nicht vorab kalkulieren lassen, anfallen.  

Welche Überlegungen sind vonnöten, wenn ich mir diese Rasse zulegen möchte?

Zunächst sollte Sie sich darüber bewusst sein, dass Sie sich für die teuerste Hauskatze der Welt entscheiden. Tiere der Generationen F1 bis F4 fallen unter das Artenschutzgesetz. Die Haltung ist nicht einfach und an verschiedenen Auflagen gebunden.

Eine Savannah benötigt viel Auslauf und Beschäftigung. Die Tiere freuen sich über einen gesicherten Auslauf, ein Grundstück mit Gartenteich und ausreichend Platz im Haus. Eine Haltung als Einzelkatze wird für diese Tiere nicht empfohlen.  

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