Kürbisrezepte für Katzen

Es gibt kaum ein vielseitigeres Herbstgemüse als den Kürbis. Spätestens, wenn die Halloween-Schnitzer am Werk sind werden wir auf das Fruchtfleisch und die zahlreichen leckeren Kürbisrezepte aufmerksam. Kürbis schmeckt nicht nur Frauchen, sondern kann auch für die Katze schmackhaft und gesund sein. Wir verraten Ihnen, was Sie bei der Zubereitung beachten sollten und verraten leckere Kürbisrezepte.

Inhaltsverzeichnis

Ist Kürbis gesund für Katzen?

Als Fleischfresser benötigt Ihre Katze täglich viel hochwertiges Muskelfleisch im Napf. Gemüse nehmen die Tiere nur in kleinen Mengen auf. In der freien Natur befinden sich Pflanzenstoffe lediglich in den Mägen der Beutetiere. Kürbis kann, in kleinen Mengen gefüttert, die Katzen mit wertvollen Inhaltsstoffen versorgen. Einige Hersteller haben dies bereits erkannt und bieten Fertigfutter mit Kürbis an.

Die Vitaminbombe Kürbis enthält folgende Nährstoffe:

  • Vitamin A, B6, C, E, K
  • Eisen
  • Kupfer
  • Magnesium
  • Kalzium
  • Niacin
  • Carotin
  • Thiamin

Das im Kürbis enthaltene Beta-Carotin stärkt zwar nicht die Sehkraft Ihrer Katze, da Katzen Beta-Carotin nicht in Vitamin A umwandeln können, doch dies schmälert die positiven Eigenschaften des Kürbisses kaum.

Die enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente können zu einem intakten Immunsystem beitragen. Ballaststoffe unterstützen die Verdauung und einige fein gemahlene Kürbiskerne unters Futter gemischt können sich positiv auf Blase und Nieren auswirken. Daneben gelten rohe Kürbiskerne auch als natürliches Wurmmittel.

Welche Kürbisse eignen sich für Rezepte?

Bei hunderten von Kürbissorten fällt die Auswahl nicht leicht. Tatsächlich können alle im Handel angebotenen Speisekürbisse an Katzen verfüttert werden. Fragen Sie Ihren Vierbeiner, würde die Wahl vermutlich auf Hokkaido oder Butternut-Kürbis fallen. Erfahrungen haben gezeigt, dass Katzen diese Kürbissorten besonders mögen.

Kürbisrezepte für Katzen dürfen nicht mit Zierkürbissen zubereitet werden! Einige Zierkürbis-Sorten enthalten Bitterstoffe.

Diese Cucurbitacine können bei Mensch und Tier zu einer Vielzahl an Symptomen führen:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • vermehrte Speichelbildung
  • Kreislaufprobleme

Wer selbst Kürbisse anbaut, sollte erst testen, ob der Kürbis bitter schmeckt. Feldkürbisse können in trockenen und heißen Sommern Bitterstoffe entwickeln. Ebenso sollten Speisekürbisse nicht in unmittelbarer Nachbarschaft von Zierkürbissen angebaut werden. Durch Bestäubung können die beim Speisekürbis weggezüchteten Bitterstoffe übertragen werden.

Katzen besitzen allerdings sehr feine Geschmacksnerven und werden kaum ein Kürbisgericht fressen, das bitter schmeckt.

Welche Zutaten sollte ich nicht verwenden?

Mit Kürbis lassen sich die vielseitigsten Rezepte zubereiten. Möchten Sie für Ihre Katze kochen, sollten ausschließlich Zutaten verwendet werden, welche für die Katze gesund und bekömmlich sind.

Folgende Zutaten gehören nicht in Kürbisrezepte für Katzen:

  • Zwiebeln: Zwiebeln sind giftig für Katzen. Es sind Schwefelverbindungen enthalten, welche die roten Blutkörperchen dezimieren. Dies hat bereits bei der Aufnahme kleiner Mengen Auswirkungen auf das Blutbild und kann zu Durchfall, Erbrechen und anderen Beschwerden führen.

  • Knoblauch: Knoblauch gilt bei Zweibeinern als wahre Wunderwaffe gegen Krankheiten. Für Katzen sind die Knollen dagegen hochgiftig. Der Verzehr von Knoblauch führt bei der Katze zu Durchfall, Erbrechen und schweren Vergiftungserscheinungen.

  • Lauch: Schnittlauch wird häufig zur Verfeinerung von Gemüsegerichten verwendet. Katzen vertragen keine Lauchgewächse. Schon beim Verzehr kleiner Mengen drohen schwere Vergiftungserscheinungen.

  • Gewürze: Eine Kürbissuppe schmeckt nicht ohne die passende Würze? Bei Kürbisrezepten für Katzen heißt es umdenken. Die meisten Gewürze sind für Katzen nicht geeignet und würden deren Stoffwechsel nur unnötig belasten. Dies trifft auf Salz ebenso zu, wie auf Curry, Chili oder Pfeffer. Erlaubte Gewürze in der Katzenküche sind dagegen: Fenchel, Basilikum oder Katzenminze.

  • rohe Kartoffeln: Kürbis darf theoretisch roh verfüttert werden, Kartoffeln keinesfalls. Das enthaltene Solanin ist gefährlich für die Schleimhäute der Tiere. Durchfall und Krämpfe können auftreten. Im schlimmsten Fall droht eine Atemlähmung.

  • Avocado: Avocados gehören ebenfalls nicht in Kürbisrezepte für Katzen. Der enthaltene Giftstoff Persin führt zu Verdauungsbeschwerden und Herzproblemen. Der hohe Fettgehalt der Avocado belastet die Bauchspeicheldrüse der Tiere.

Wie lässt sich Kürbis am besten vorbereiten?

Sie können verschiedene Kürbisrezepte für Katzen ausprobieren. Daneben ist es auch möglich, herkömmliches Nassfutter mit Kürbis aufzuwerten. Da Sie hierfür lediglich kleinere Mengen benötigen, bietet es sich an, den Kürbis portionsweise vorzubereiten und im Kühlschrank aufzubewahren.

Der Kürbis wird zunächst halbiert. Anschließend greifen Sie zum Löffel und entfernen das Kerngehäuse. Die Kerne müssen Sie nicht wegwerfen, sie sind getrocknet und geröstet ein leckerer Snack und können auch Katzen gefüttert werden.

Haben Sie zum Hokkaido gegriffen, brauchen Sie die Schale nicht zu entfernen. Bei allen übrigen Sorten ist die Schale nicht zum Verzehr geeignet. Nun schneiden Sie den Kürbis in kleine Würfel und erhitzen zwischenzeitlich etwas Butter oder Bratöl im Topf.

Sie geben nun die Kürbiswürfel in das heiße Fett und rühren gelegentlich um, damit nichts anbrennt. Der Kürbis wird mit Wasser übergossen und sollte auf kleiner Flamme etwa eine Viertelstunde durchziehen. Für Ihr Tier kochen Sie den Kürbis bitte richtig weich, so dass er schon fast zerfällt. Dadurch wird die Verdaulichkeit gesteigert. Vermeiden Sie es, das Gemüse sprudelnd zu kochen.

Nun können Sie den Kürbis in kleine Gläser abfüllen. Damit haben Sie immer eine kleinere Menge Kürbis vorrätig. Die verschlossenen Gläser sind gekühlt einige Tage haltbar.

Möchten Sie Kürbis im Glas haltbar machen, verfahren Sie, wie bei Marmelade üblich. Sie kochen die Gläser vor Gebrauch aus und füllen das heiße Kürbispüree bis zum Rand ein. Die Gläser werden fest verschlossen und kopfüber abgekühlt. Damit verlängern Sie die Haltbarkeit und haben viele Monate Kürbis vorrätig.

Wie viel Kürbis kann unter das Katzenfutter gemischt werden?

Wie bereits erwähnt, benötigen Katzen nur kleine Mengen an Gemüse oder Obst. In der Praxis sollte sich der Gemüse-Anteil in hausgemachtem Katzenfutter bei maximal fünf Prozent bewegen. Haben Sie 500 Gramm Fleisch vorbereitet, können Sie bis zu 25 Gramm Kürbis untermischen.

In 100 Gramm Dosenfutter sind folglich fünf Gramm Kürbis empfohlen, sofern bei dem Dosenfutter noch kein Gemüse in der Zutatenliste steht.

Fünf schmackhafte Kürbisrezepte für Katzen

Wir haben für Sie 5 schmackhafte Kürbisrezepte zusammengestellt, die Sie ganz einfach nachkochen oder backen können, Ihre Katze wird sich freuen.

Kürbisrezept: Kürbissuppe für Frauchen und Katze

Zutaten:

  • 1 mittelgroßen Hokkaido-Kürbis
  • 200 Milliliter Kokosmilch
  • 800 Milliliter Wasser
  • Ingwer (kleine Scheibe)
  • Sellerie (größere Scheibe)
  • etwas Butter

Die Zubereitung - Schritt für Schritt

  1. Kürbis halbieren
  2. Kürbis entkernen
  3. Kürbis in Würfel schneiden
  4. Butter im Topf schmelzen
  5. Ingwer und Sellerie klein schneiden
  6. Kürbis, Sellerie und Ingwer in den Topf geben
  7. Gemüse leicht anschwitzen
  8. Gemüse mit Wasser ablöschen
  9. Suppe etwa 30 Minuten kochen (mittlere Hitze)
  10. Topf vom Herd nehmen
  11. Suppe mit dem Stabmixer pürieren
  12. Kokosmilch zugeben
  13. Suppe verrühren und nochmals aufkochen

Diese Suppe können nicht nur Sie sich schmecken lassen. Auch Ihrer Katze können Sie einen Esslöffel voll zum Schlecken geben.

Kürbisrezept: Kürbiskuchen für Nasch-Katzen

Zutaten:

  • 500 Gramm Mehl (braunes Reismehl)
  • 100 Gramm Hafermehl (ungekocht)
  • 240 Gramm Kürbis-Püree (vorbereitet wie oben geschrieben)
  • 100 Gramm Karotten (gerieben)
  • 100 Gramm Apfelmus (ungesüßt)

Die Zubereitung:

Sie heizen den Backofen auf 180 Grad vor. Der Kürbis, der Apfelmus und die Möhrenraspel werden mit der Küchenmaschine zu einer sämigen Masse püriert. Reis- und Hafermehl mischen Sie in einer Schüssel. Die Gemüse-Obst-Masse wird zum Mehl gegeben und von Hand zu einem Teig verknetet.

Den Teig rollen Sie dünn aus und nun können Sie mit Ausstechern lustig geformte Gebäckstücke kreieren oder die Masse einfach in Quadrate schneiden. Nach sieben Minuten Backzeit wenden Sie das Gebäck und backen die Kekse weitere fünf Minuten zu Ende.

Nach dem Erkalten kann der Snack in geringen Mengen verfüttert werden. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihre Katze nicht zu viel von dem Kürbiskuchen nascht. Katzen sind Fleischfresser und können bei zu viel Kohlenhydraten in der Nahrung schnell mit Durchfall und Verdauungsbeschwerden reagieren.

Kürbisrezept: Fischiges im Napf

Zutaten:

  • Sardinen in der Dose
  • 1 kleinen Hokkaido Kürbis
  • 1 Tasse Haferflocken
  • Distelöl

Die Zubereitung:

Sie schälen den Kürbis und garen ihn wie beschrieben in Wasser. Auch die Haferflocken werden zunächst weich gekocht. Der weiche Kürbis wird püriert. Nun vermischen Sie alle Zutaten zu einer homogenen Masse.

Von dieser Leckerei können Sie Ihrer Katze jeden Tag eine kleine Menge zusätzlich zu ihrem regulären Futter geben. Als Alleinfutter ist dieses Kürbisgericht jedoch nicht geeignet. Am besten portionieren Sie den fischigen Snack und frieren mehrere kleinere Portionen davon ein. So können Sie Ihrer Katze immer mal wieder etwas Leckeres anbieten.

Kürbisrezept: Hühnchen mit Kürbis

Zutaten:

  • 500 Gramm Hühnerbrust
  • 1 halben kleinen Kürbis
  • etwas Bierhefe
  • etwas Distelöl

Die Zubereitung - Schritt für Schritt

  1. Hühnerfleisch in Wasser kochen
  2. Kürbis halbieren
  3. Kürbis aushöhlen
  4. Kürbis in Stücke schneiden
  5. Kürbis weich kochen
  6. gares Hühnerfleisch in Stücke schneiden
  7. Kürbis pürieren
  8. Hühnerfleisch und Kürbis mischen
  9. Bierhefe untermengen

Auch hier sollten Sie nicht die komplette Menge sofort verfüttern, sondern dieses Gericht nur zusätzlich zum regulären Futter anbieten. Kleinere Portionen einzufrieren ist praktisch und erspart unnötige Mehrarbeit.

Kürbisrezept: Vitaminbombe im Napf

Zutaten:

  • 500 Gramm Hühnerbrust
  • 200 Gramm Hühnerleber
  • 150 Gramm Thunfisch in Öl aus der Dose
  • 1 Ei
  • 150 Gramm Kürbis 
  • 50 Gramm Kartoffeln

Die Zubereitung:

Die Kartoffeln werden wie gehabt gekocht. Zeitgleich kann das Ei mit in den Topf wandern. Den Kürbis halbieren Sie und höhlen ihn aus. Wenn es sich um einen Hokkaido Kürbis handelt, kann die Schale mitgegart werden, ansonsten wird sie entfernt. Die Hühnerleber wird nur kurz angebraten, damit sie ihre Nährstoffe behält. Die Hühnerbrust garen Sie komplett durch.

Der Kürbis, die Kartoffeln und das Ei werden püriert. Das Fleisch und die Leber schneiden Sie in kleine Stücke und vermischen es mit dem Gemüse. Alternativ pürieren Sie alles zusammen zu einer homogenen Masse, dann kann Ihre Katze nicht nur die leckeren Fleischbrocken heraussortieren.Mit diesem Gericht können Sie durchaus ab und an die tägliche Futterration Ihrer Katze ersetzen. Eine 5kg schwere Katze benötigt etwa ein Zehntel der gesamten gekochten Menge pro Tag, um satt zu werden.

Kleine Portionen des Gerichtes halten sich einige Tage im Kühlschrank. Möchten Sie auf Vorrat Kürbisrezepte für Katzen kochen, frieren Sie die Mahlzeit portionsweise ein.                                                

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