Labrador Retriever

Der gutmütige und familienfreundliche Labrador Retriever  lieben es in Gesellschaft zu sein. Dazu zählen Menschen sowie auch andere Tiere. Deshalb findet man die Vierbeiner auch oft im  Einsatz als Blindenhunde oder Apportierhunde. Möglichkeiten für die richtige Erziehung und warum Sie auf die Ernährung des Labrador Retriever achten sollten, um Übergewicht zu vermeiden, erfahren Sie in unserem Hunderassen Portrait.

Steckbrief Labrador Retriever

  • Rasse: Labrador Retriever
  • Herkunft: Großbritannien
  • Gewicht: Rüde: 29 - 36 kg, Hündin 25 - 32 kg
  • Größe: Rüden Widerristhöhe zwischen 56 - 57 cm, Hündinnen zwischen 54 - 56 cm
  • Alter: 12 bis 14 Jahre
  • Charakter: intelligent, treu, liebevoll, aktiv, freundlich, gutmütig, ausgeglichen, anhänglich, sensibel, neugierig, fröhlich, kinderlieb
  • Fell und Farbe: kurzes und dichtes Fell; schokoladenbraun, schwarz oder gelb
  • Pflege: pflegeleicht
  • Bewegungsdrang: hoher Bewegungsbedarf
  • Besonderheiten: wasseraffin, Familienhund, Blindenhund, Begleithund, Rettungshund, Apportierhund


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Inhaltsverzeichnis


Herkunft

Ursprünglich stammen die Vorfahren des Labradors von der Ostküste Kanadas. Überlieferungen zufolge war sein Vorfahre ein schwarzer, dicht behaarter Wasserhund, der sogenannte St.-John’s-Hund. Jene Tiere halfen Fischern im 15. Jahrhundert dabei, Fischernetze aus dem Wasser zu ziehen und apportierten zudem abgetriebene Fische, die aus dem Netz gesprungen waren. Darüber hinaus halfen sie bei der Jagd.

Britische Fischer fanden Gefallen an den Tieren und brachten diese in ihre Heimat. Dort begannen Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Zuchtversuche. Der zweite Earl Malmesbury züchtete die Hunde zur Jagd, damit sie erlegte Tiere suchen und zurückbringen können. Diese Apportier-Fähigkeit und ihr weiches Maul, das die Beute wenig beschädigte, steigerte ihre Beliebtheit bei der jagdbegeisterten adligen Oberschicht.

Im Juli 1903 erkannte der englische Kennel Club den Labrador Retriever als eigenständige Hunderasse offiziell an. Dort werden sie unter der FCI-Gruppe 8 [Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde] der Sektion 1 Apportierhunde zugeordnet. Gelbe und braune Tiere wurden dabei zuerst als Fehlzüchtung eingeordnet und erst später populär, akzeptiert und gezielt gezüchtet. Ab 1930 wurden die geduldigen Hunde auch neben der Jagd immer begehrter.

Heute gehören die freundlichen und arbeitswilligen Tiere zu den beliebtesten Rassehunden in den USA und Großbritannien. In Europa erfreuen sich die Vierbeiner ebenfalls zunehmender Beliebtheit.


Gut zu wissen:

“Die heutige Bezeichnung der Rasse wurde 1870 erstmals verwendet. Sie ist eine Kombination aus der kanadischen Labrador-Halbinsel und der Apportierfreude der Hunde. To retrieve kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt apportieren, retten, bergen und zurückholen.“


Aussehen

Labrador Retriever sind mittelgroße Hunde mit einem kräftigen und muskulösen Körper. Charakteristisch für die kompakte Statur ist der breite Brustkorb, der muskulöse Hals und der breite Schädel. Der Fang ist kräftig und mittellang. Die Ohren des Labradors befinden sich weit hinten und liegen dicht am Kopf an.

Das dichte und kurze Haarkleid hat eine wasserdichte Unterwolle. Diese schützt die Wasserratten beim Schwimmen. Grundsätzlich sind Labrador Retriever einfarbig, wobei ein kleiner weißer Brustfleck toleriert wird. Die dominant vererbte schwarze Färbung ist am häufigsten anzutreffen.


Wussten Sie schon?

“dass ein Labrador Retriever seine hoch angesetzte und kräftige “Otterrute” im Wasser wie ein Steuerruder nutzt?”


 

Die Facetten der Farben sind:

  • Gelb: Hellcreme bis Fuchsrot
  • Braune: Hellbraun bis Dunkelbraun
  • Schwarz

Neben dem kompakten Familienhund gibt es die Arbeitslinie, welche auf Field Trials eingesetzt wird. Diese Hunde sind kleiner und schlanker sowie muskulöser als ihre Verwandten Familienhunde.

 

Charakter

Ein Labrador ist ein sehr aktiver, gutmütiger und intelligenter Hund mit einem ausgeprägten Arbeitswillen. Die ausgeglichenen Vierbeiner sind Menschen und Tieren gegenüber entspannt und verhalten sich nicht aggressiv. Generell hat das treue Tier gerne Menschen um sich, mit denen es eine enge Bindung eingeht. Kindern gegenüber verhält sich der Vierbeiner freundlich und geduldig. Als Wachhund eignen sich die neugierigen und gutmütigen Vierbeiner hingegen weniger.

Besonders ausgeprägt ist der sogenannte “Will to please” bei dem ein Labrador Retriever unbedingt gefallen möchte. Dies in Kombination mit seiner Gelehrsamkeit und Intelligenz sind eine ideale Voraussetzung, um die Fellnasen zu erziehen und Tricks sowie diverse Spiele einzuüben.

Alleine bleiben können die sozialen Tiere schlecht. Somit sind sie weder für die Haltung in einem Zwinger noch bei Menschen geeignet, die unter der Woche täglich stundenlang außer Haus sind. Viel lieber begleiten die energiegeladenen Vierbeiner ihr Herrchen und Frauchen überallhin. Zudem benötigen sie täglich sportliche Aktivitäten.

Lebenserwartung

Ein Labrador Retriever hat eine Lebenserwartung zwischen 12 und 14 Jahren. Jene können Sie durch regelmäßige Pflege und hochwertige Nahrung unterstützen. Routinemäßige Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Prophylaxen schützen Ihren Vierbeiner vor Krankheiten.

Mit ausreichend Bewegung bleiben die aktiven Hunde fit und schlank und bauen zudem Muskeln auf. Jene entlasten die Knochen und Gelenke. Somit kann beispielsweise die Gefahr einer Hüftdysplasie verringert werden. Vermeiden Sie unbedingt Übergewicht bei diesem unersättlichen Hund. Dieses belastet seine Gelenke, Knochen und Organe und kann die Lebenserwartung senken.

Darüber hinaus sollten Sie auf einen schonenden Umgang mit den Gelenken achten, bis der Labrador im Alter zwischen sechs und 12 Monaten ausgewachsen ist. Kastrieren Sie Ihre Hündin frühestens nach der ersten Läufigkeit, damit sich ihr Körper vollständig entwickeln kann. Hiermit beugen Sie eine Hüftdysplasie ebenfalls vor. Kurze Spaziergänge auf weichem Untergrund, Schwimmen und das Vermeiden von Treppen sind weitere Möglichkeiten, um die Gelenke zu schonen.

Ernährung

Labrador Retriever sind Allesfresser und nicht wählerisch, was ihre Nahrung angeht. Dies führt so weit, dass sie im Freien gerne Ausschau nach vermeintlichen Leckerbissen halten. Daher sind spezielle Abbruchbefehle wichtig, um Ihren Vierbeiner vor dem Fressen gefährlicher Substanzen und Gegenstände zu schützen.

Ermitteln Sie den Futterbedarf gezielt in Absprache mit Ihrem Tierarzt. Bleiben Sie bei der Ernährung konsequent, um Übergewicht zu vermeiden, auch wenn Ihr Vierbeiner Sie mit großen Hundeaugen betrachtet. Ein Anti-Schling-Futternapf hat Noppen und bringt Ihr Tier dazu, langsamer zu fressen. Somit lässt sich die Gefahr einer Magendrehung verringern.

Grundsätzlich ist es gut, Hunde zweimal täglich zu füttern. Welpen und heranwachsende Hunde bekommen zusätzlich noch eine Mahlzeit am Mittag. Ziehen Sie Leckerlis, Kau-Knochen und Co. dabei von den täglichen Rationen ab.

Haltung & Platzbedarf

Ursprünglich wurde ein Labrador Retriever zum Arbeiten eingesetzt. Dementsprechend viel Bewegung und Beschäftigung braucht das Tier. Ein Haus mit Garten in der Natur ist dabei die ideale Voraussetzung, um dem mittelgroßen Hund ausreichend Platz zu bieten.

Hinzu kommen Spaziergänge und Spiele, damit sich die aktiven Hunde auspowern können. In Kombination mit einem Gewässer wird das Hundeherz höher schlagen.

Harmonie

Der anhängliche und verspielte Labrador Retriever erfreut sich als Familienhund zunehmender Beliebtheit. Anderen Tieren und Menschen gegenüber verhält er sich freundlich und neugierig und mag es, viele Sozialkontakte um sich zu haben.

Mit Kindern gehen die ausgeglichenen Tiere geduldig um, wenn diese sie nicht als Spielzeug behandeln. Darüber hinaus sind sie anhänglich und verschmust und spielen sehr gerne. Wenn Sie den Vierbeiner artgerecht halten und ihm genügend sinnvolle Aufgaben, Aufmerksamkeit und Auslauf zugestehen, steht einem harmonischen Miteinander nichts im Wege.

Die freundlichen und gutmütigen Vierbeiner können Sie ohne Probleme in unterschiedliche Aktivitäten einbinden und auf Reisen mitnehmen. Einzig ihre Größe kann dies kompliziert machen. Fremden gegenüber verhalten sich die mittelgroßen Hunde freundlich. Unsicherheit, Angst oder Aggressionen sind den aufgeschlossenen und neugierigen Hund fremd.

Zeitaufwand

Ein Labrador Retriever ist ein sehr aktiver Hund, der vor allem wegen seiner Apportierfreude und Fähigkeiten bei der Jagd geschätzt wird. Als Familienhund kann Dummy-Arbeit eine gute Alternative darstellen. Neben diesem Training sind täglich stattfindende lange Spaziergänge ein Muss, um den sportlichen Hund auszulasten.

Darüber hinaus sollten die intelligenten Tiere auch mental gefördert werden. Hier können die Tiere ihre Spürnase einsetzen, Schubladen öffnen oder das Hütchen mit dem Leckerli anheben etc. Dafür gibt es auch spezielle Intelligenzspielzeuge um den Labrador Retriever zu fördern.

Als Apportierhund machen dem Labradorauch Ballspiele und Stöcken werfen Freude. In Kombination mit Wasser und Schwimmen sind die Wasserratten kaum zu halten. Hervorragend eignen sich intensive kurze Bewegungsspiele, bei denen die Vierbeiner ihre Geschicklichkeit und Intelligenz einsetzen können.

Längere Bewegungen beim Wandern und Joggen sind ebenfalls möglich. Ganz und gar nicht begeistert sind die treuen und geselligen Tiere hingegen, wenn sie alleine gelassen werden.

Erziehung

Ein Labrador Retriever verspürt den großen Drang, zu gefallen. In Kombination mit seinem ausgeprägten Arbeitswillen und der hohen Intelligenz lassen sich die neugierigen und gutmütigen Tiere daher leicht erziehen. Zudem erfreut es sie, mental gefordert zu werden, indem Sie Tricks mit ihnen einüben. So kann ein Labrador Retriever Ihnen die Socken ausziehen, mit Ihnen tanzen, Türen öffnen und vieles mehr.

Gerade aufgrund des Jagdtriebs ist es wichtig, eine enge Bindung zum Labrador Retriever zu haben. Somit können Sie unbesorgt im Freien unterwegs sein, ohne dass Ihr Tier Wild jagt. Darüber hinaus ist ein Abbruchsignal wichtig, um zu vermeiden, dass Ihr Hund vermeintliche Leckerbissen wie Pferdeäpfel, Giftköder und Co. verschlingt.

Grundsätzlich lässt sich mit einem gut erzogenen Hund sehr viel erleben und der Alltag abwechslungsreich gestalten. Bei Unsicherheiten kann der Besuch einer Hundeschule helfen. Wichtig bei einer Erziehung ist eine positive Bestärkung und keinesfalls Bestrafung, wenn das Tier etwas falsch macht. Halten Sie sich immer vor Augen, dass ein Hund dies nicht tut, um Sie zu ärgern.

Wenn Sie sein Verhalten sprachlich, durch Kuscheln oder ein Leckerli loben, wird sich der schlaue Vierbeiner dies merken und Ihnen das Verhalten immer häufiger anbieten. Abbruchsignale lassen sich ebenfalls positiv konditionieren und vereinfachen das Gassi gehen.

Die gelehrigen Arbeitshunde erfreuen sich über eine sinnvolle Aufgabe. Durch ihre hohe Kooperationsbereitschaft und Intelligenz eignen sie sich für unterschiedliche Ausbildungen.

Beispiele hierfür können sein:

  • Begleithund
  • Blindenhund
  • Rettungshund
  • Apportierhund

Pflege

Der Labrador Retriever zählt zu den pflegeleichten Hunderassen. Das kurze dichte Haarkleid reinigt kleine Verschmutzungen von selbst. Bürsten Sie sein kurzes Fell idealerweise ein- bis zweimal pro Woche aus. Dies entfernt lose Haare und regt die Durchblutung der Haut an.

Wie bei allen Hunden sollten Sie bei der Pflege Ihres Labradors folgende Schritte beachten: Ein bis zweimal wöchentlich Ohren reinigen und Zähne putzen, regelmäßig nach Parasiten absuchen & etwa alle drei Wochen Krallenpflege.

Gesundheit

Diese Hunderasse ist nicht wählerisch, was Nahrung angeht. Achten Sie daher auf eine konsequente Ernährung und schützen Sie Ihren Vierbeiner vor Übergewicht. Im Freien kann dieser Drang nach Nahrungssuche ebenfalls zum Problem werden, da die Vierbeiner alles verschlingen, was nach Essen aussieht.

Generell spiegelt das robuste und starke Aussehen die Gesundheit der Rasse wieder. Wie auch bei anderen großen Hunderassen besteht allerdings die Gefahr von Gelenkproblemen. Vermeiden Sie bereits bei Welpen und Jungtieren eine übermäßige Belastung. Dies erreichen Sie, indem keine Treppen genutzt werden, bis das Tier mit sechs bis 12 Monaten ausgewachsen ist.

Darüber hinaus sind während der Wachstumsphase häufige kurze Spaziergänge wenigen langen vorzuziehen. Sprünge und abruptes Bremsen belasten die Gelenke und sollten ebenfalls gemieden werden, bis das Tier ausgewachsen ist. Schwimmen hingegen ist ein ideales Ganzkörpertraining, das die Gelenke schont.

Wie alle Hunde mit herabhängenden Ohren sollten Sie auch beim Labrador Retriever auf eine regelmäßige Reinigung Wert legen. Somit verhindern Sie, dass sich in dem feuchten und warmen Milieu Pilze und Bakterien verbreiten. Besonders nach dem Schwimmen ist eine Reinigung empfehlenswert.

Kostenpunkt

Grundsätzlich sind Labrador Retriever robust und pflegeleicht. Zwar sind die Vierbeiner nicht wählerisch, was Ihre Nahrung angeht, dennoch bietet sich hochwertiges Hundefutter mit guten Ölen und hochwertigem Fleisch und Organen an.

Die Erstausstattung für einen Hund beinhaltet unter anderem:

  • Futternapf
  • Leine
  • Halsband
  • Hundebett
  • Transportbox
  • Spielzeug
  • Pflegeutensilien

Zusätzlich fallen laufende Kosten an. Das Futter macht bei den mittelgroßen Hunden einen hohen Kostenfaktor aus. Hinzu kommen Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Prophylaxen. Jährlich wird eine Hundesteuer fällig. Zudem fallen gegebenenfalls Kosten für Versicherungen und Freizeitaktivitäten an.

Generell kosten größere Hunde mehr als kleinere, da sie mehr Nahrung benötigen. Medikamente und Prophylaxen werden passend zum Körpergewicht verabreicht. Dementsprechend sind die Kosten für einen Labrador Retriever höher als für einen Chihuahua.

Insgesamt können Sie bei einem gesunden mittelgroßen Hund mit monatlichen Ausgaben um die 150 Euro rechnen. Bedenken Sie dabei, dass vor allem ältere Tiere zu Krankheiten und Gebrechen neigen. Daher kann es sinnvoll sein, bereits früh einen Teil des Geldes zur Seite zu legen.

Welche Überlegungen sind vonnöten, wenn ich mir diese Rasse zulege?

Labrador Retriever sind Jagd- und Arbeitshunde. Dies bedeutet, dass sie eine sinnvolle Aufgabe benötigen und geistig wie körperlich gefordert werden müssen. Beim Apportieren und im Wasser kommen die Tiere mit hohem Bewegungsbedarf voll auf ihre Kosten.

Ein Haus samt Garten bietet eine gute Umgebung für den aktiven, verspielten und familienfreundlichen Hund. Als Wachhund eignen sich die freundlichen und ausgeglichenen Vierbeiner nicht. Sie wollen gefallen und begegnen anderen Menschen und Tieren mit einer gutmütigen Offenheit. Alleine lassen sollten Sie den sozialen und anhänglichen Labrador selten. Die gemeinsame Zeit lässt sich nutzen, um Tricks zu lernen, zu spielen oder den Hund auszubilden.

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