Dobermann

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Die Rasse des Dobermanns ist eine deutsche Hunderasse, die ihren Ursprung in Thüringen hat. Ziemlich genau lässt sich verfolgen, dass der erste Dobermann in Apolda das Licht der Welt aus einer Züchtung heraus erblickte. Der damalige Halter hieß Friedrich Louis Dobermann.

Dobermann arbeitete zur damaligen Zeit als Hundefänger und kreuzte verschiedene Rassen, um den optimalen Wachhund zu bekommen. Hierbei handelt es sich allerdings nur um eine Überlieferung. Genau nachverfolgen, woher der Dobermann stammt und ob er mehr aus den Rassen der Pinscher oder vielleicht sogar dem Schäferhund hervorgeht, kann man nicht.

Richtig geformt wurde die Rasse, die in den USA als „Dobermann Pinscher“ bekannt ist, allerdings erst durch die Zucht von Otto Göller. Inzwischen wird der Dobermann in der FCI-Gruppe 2 geführt und gehört damit zu den Pinschern, Schnauzern, Molossern und den Schweizer Sennenhunden. Seine Funktion wird nach wie vor als Wachhund, Diensthund oder auch Polizeihund beschrieben.

Interessant: Immer mehr Menschen schaffen sich einen Dobermann an und halten ihn als Familienhund. Tatsächlich gilt er als sehr kinderlieb, hat jedoch eine geringe Reizschwelle.

Aussehen

Der Dobermann gehört zu den schlanken und eleganten Hunderassen, die über ausgeprägte Muskeln verfügen. Sein Fell ist kurz und sehr dicht, sodass er auch bei geringen Temperaturen nicht friert. Unterwolle hat er nicht. Daher verliert er auch weniger Haare, ist aber dennoch nicht unbedingt für Allergiker geeignet.

Von der Farbe her kommt es auf die Zucht an. Es gibt offiziell zwei Farbvarianten. In der ersten Variante ist er komplett Schwarz. Eine weitere Ausführung bietet Hunde mit braunem Fell an, die allerdings ein Brand mit rötlichen Flecken haben.

Seine Beine sind sehr lang und schmal, sein Körper fast schon stromlinienförmig. Dadurch ist der Dobermann optimal auch für ausdauernde Läufe geeignet. Lange Zeit wurden sowohl die Ohren als auch die Rute kupiert, also eingekürzt. Ziel war es aber nicht, das optische Erscheinungsbild der Hunde noch zu verbessern.

Stattdessen galt dieses Vorgehen als Optimierung der Qualitäten als Wachhund. Seit den 90er-Jahren ist jedoch das Kupieren von Ohren und Rute gleichermaßen verboten. Dadurch hat sich das Erscheinungsbild noch einmal verändert und der Dobermann hat von seiner angsteinflößenden Optik verloren, die unter anderem auch durch die Stehohren geprägt war.

Charakter

Die Zucht der Hunde war von Beginn an darauf ausgelegt, einen ausdauernden und gehorsamen Schutz- und Wachhund mit ausgeprägtem Schutztrieb zu erhalten. Dieser Trieb ist bei dem Hund nach wie vor erhalten. Es handelt sich um eine Rasse mit einem unerschrockenen und selbstsicheren Wesen. Gleichzeitig sind sie sehr lernwillig und verlässlich.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, sind Dobermänner eher verschmuste Hunde, die einen kompetenten Menschen an ihrer Seite brauchen. Wird er als Familienhund aufgezogen und gehalten, fügt er sich normalerweise sehr gut ein. Er ist kinderlieb und geduldig.

Es kann jedoch auch sein, dass er einen Schutzinstinkt seiner Familie gegenüber entwickelt. Dobermänner zögern nicht, wenn es um die Verteidigung des menschlichen Rudels geht.

Interessant: Auf der Liste der intelligentesten Hunderassen der Welt steht der Dobermann sehr weit oben. Dementsprechend benötigt er unbedingt Führung und Auslastung.

Lebenserwartung

Bei der Lebenserwartung gibt es unterschiedliche Angaben. Grundsätzlich erreichen Dobermänner ein Lebensalter von zehn bis 13 Jahren, wenn sie gesund sind und artgerecht gehalten werden.
In den letzten Jahrzehnten hat sich im Rahmen der Zucht jedoch eine rassetypische Erkrankung gebildet, die DCM genannt wird und das Lebensalter der Tiere im Durchschnitt auf sieben Jahre begrenzt.

Die folgenden Punkte helfen Ihnen dabei, die Lebenserwartung zu unterstützen:

  • Kauf beim Züchter: Kaufen Sie ausschließlich bei einem seriösen Züchter, der mit Ihnen auch über die Herzerkrankung spricht und Nachweise hat, dass seine Tiere nicht betroffen sind.
  • Regelmäßige Bewegung: Beachten Sie, dass der Dobermann regelmäßige Bewegung benötigt. Es handelt sich um eine sehr agile Rasse, deren Herz mehr belastet wird, wenn Übergewicht und zu wenig Bewegung auftreten.
  • Kein Stress: Auch Dobermänner können mit Stress nicht gut umgehen. Es belastet sie stark. Halten Sie das Stresslevel daher gering.

Wussten Sie schon…?
Die Rasse gehört zu den Hunden, die besonders lange brauchen, bis sie ausgewachsen sind. Erst mit drei Jahren hat er seine endgültige Größe erreicht.

Ernährung

Bei der Ernährung gibt es bei der Rasse nicht viel zu beachten. Hier sind Sie flexibel. Wichtig ist es, dass die Tiere ein hochwertiges Alleinfutter mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen bekommen.

Achten Sie bei der Auswahl des Futters jedoch auf einen eher geringen Proteingehalt, da dies dazu beitragen kann, territoriales Verhalten eines Hundes zu reduzieren. Barfen ist aufgrund des hohen Eiweißgehaltes daher für den Dobermann nicht immer die beste Wahl.

In der Wachstumsphase benötigen die Welpen eine andere Ernährung als ausgewachsene Hunde. Füttern Sie den Dobermann im Wachstum nicht zu viel. Gerade im Kontext mit zu wenig Bewegung kann es sonst passieren, dass er zu schnell wächst, was sich negativ auf Gelenke, Sehnen und Bänder auswirkt.

Der Dobermann kann täglich zweimal gefüttert werden. Füttern Sie ihn nur einmal mit einer größeren Menge, erhöht dies die Gefahr einer Magendrehung.

 

Haltung & Platzbedarf

Dobermänner gehören zu den Großhunden und benötigen dementsprechend auch mehr Platz. Das bedeutet, dass eine Haltung in der Wohnung möglich sein mag, aber für Tiere dieser Rasse weniger geeignet ist. Besser ist es, den Dobermann in einem Haus mit Garten zu halten. So kann der Hund neben dem täglichen Auslauf auch noch den Garten zur Bewegung nutzen.

Die Haltung selbst sollte eher durch erfahrene Tierbesitzer erfolgen, da ein konsequentes Gehorsamkeitstraining notwendig ist. Wenn Sie schnell nachgeben, merkt der Dobermann sich das sofort und wird seine Grenzen schnell erweitern.

Reisen machen mit dem Dobermann viel Spaß. Ideal ist aufgrund der Größe des Dobermanns bei Reisen im Auto die Unterbringung des Hundes im Kofferraum eines Kombis mit entsprechendem Sicherheitsgitter. Planen Sie auf längeren Reisen immer auch ausreichend Pausen ein.

Harmonie

Dobermänner sind kinderfreundlich und innerhalb der Familie sehr aufgeschlossene Hunde. Anders sieht es aus, wenn sie fremden Personen und auch Hunden begegnen. Hier sind sie skeptisch und zeigen die Anzeichen eines Schutzhundes.

Eine frühe und gute Sozialisierung ist daher unbedingt notwendig. Ein Besuch in der Hundeschule hilft, den Hund mit Artgenossen vertraut zu machen und seine Toleranzgrenze zu steigern.

Damit sich der Dobermann wohlfühlt und ausgelastet ist, benötigt er einiges an Unterhaltung. Täglich viel Bewegung ist die wichtigste Voraussetzung. Mindestens zwei lange Spaziergänge und auch Freilauf helfen ihm dabei, sich austoben zu können. Zudem ist die Rasse auch geistigen Herausforderungen gegenüber offen. Das reine Werfen von Bällen ist dagegen keine adäquate Beschäftigung für den Dobermann.

Sie können mit ihm zum Agility gehen und Suchspiele mit ihm veranstalten. Der Dobermann ist ein gelehriger Schüler mit viel Freude an der Arbeit mit Menschen. Eine der wichtigsten Grundlagen für ein harmonisches Zusammenleben ist in jedem Fall das Gehorsamkeitstraining. Durch konsequente Unterordnungsübungen lernt der Dobermann schnell, wem er untersteht.

Zeitaufwand

Der Dobermann ist ein Hund, der viel Zeitaufwand mit sich bringt. Die tägliche Bewegung nimmt schon mehrere Stunden in Anspruch. Auch wenn er in Ruhephasen kaum zu bemerken ist, so weiß er auch Streicheleinheiten sehr zu schätzen. Mit drei bis vier Stunden an Zeitinvestition pro Tag ist daher mindestens zu rechnen.

Erziehung

Freundliche Konsequenz und Vertrauen sind die Faktoren, die bei der Erziehung des Dobermanns wichtig sind. Die Vertrauensbildung erfolgt bereits frühzeitig mit dem Welpen. Der Dobermann akzeptiert seinen Menschen vor allem dann, wenn dieser konsequent und leicht zu verstehen ist.

Es kann Ihnen gut helfen, bereits nach der Welpenschule noch Erziehungskurse für Junghunde in einer Hundeschule zu besuchen. Hier lernen Sie direkt von professionellen Lehrern, wie Sie mit Ihrem Hund umgehen sollten.

Hat der Dobermann Befehle und Signale gelernt, kann er sie immer abrufen. Verzichten Sie auf eine strenge und körperliche Erziehung. Ebenfalls springt nicht jeder Dobermann auf Belohnungen durch Leckerlis an. Den Hunden ist es wichtiger, positiv mit ihrem Menschen arbeiten zu können.

Pflege

Der Dobermann gehört zu den pflegeleichten Hunderassen. Sein kurzes Fell und die fehlende Unterwolle sorgen dafür, dass er nur bedingt haart und eine Fellpflege nicht ständig notwendig ist. Ein Bad sollte er nur bei sehr starken Verschmutzungen nehmen. Selbst dann genügt es in aller Regel, den Hund mit reinem Wasser ohne Shampoo abzubrausen.

Ansonsten ist sein Fell selbstreinigend. Zecken und anderes Ungeziefer lässt sich auf der glatten Oberfläche schnell erkennen und behandeln.

Dobermänner sind gern viel und schnell unterwegs und bevorzugen dabei die Natur. Achten Sie daher immer auf Verletzungen der Pfoten und kontrollieren Sie diese auf mögliche Wunden.

Gesundheit

Normalerweise sind Dobermänner sehr robuste Hunde, die nicht oft krank werden. Ein großes Problem stellt allerdings eine falsche Zucht dar. Im Laufe der Zeit haben sich daher einige rassetypische Erkrankungen gebildet, die vermehrt bei den reinrassigen Tieren auftreten.

Dazu gehören:

  • Dilatative Kardiomyopathie (DCM)
  • Kongenitales Vestibularsyndrom – Erkrankung des Innenohrs
  • Wobbler-Syndrom – schwere Schädigungen der Wirbelsäule und im Rückenmark
  • Hüftdysplasie

Eine für Dobermänner typische Verhaltensstörung ist das Flankensaugen. Bei dieser Zwangsstörung leckt, saugt und beißt der betroffene Dobermann ausdauernd seine Flanken, was zu offenen Wunden führen kann. In einer 2013 veröffentlichten Studie konnten strukturelle Unterschiede im Gehirn der betroffenen Dobermänner festgestellt werden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Zwangsstörungen liegt das Flankensaugen beim Dobermann also nicht an schlechten Haltungsbedingungen. Die Behandlung ist schwierig. Wenden Sie sich in solch einem Fall unbedingt an einen auf Tierverhaltenstherapie spezialisierten Tierarzt.

Nur wenige Hunderassen weisen die Herzerkrankung DCM so häufig auf wie der Dobermann. Daher sind regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt unbedingt zu empfehlen. Werden die Schäden am Herzen schnell erkannt, kann möglicherweise noch gehandelt werden.

Wichtig: Auch scheinbar gesunde Hunde können die Herzerkrankung haben. Diese macht sich oft erst zu spät bemerkbar. Bei einer Belastung stirbt der Dobermann dann am plötzlichen Herztod.

Kostenpunkt

In der Anschaffung hat ein reinrassiger Dobermann von einem seriösen Züchter meist einen vierstelligen Preis. Der einmalige Betrag wird ergänzt durch die monatlichen Kosten für den Dobermann. Wichtig ist eine umfangreiche Hunde-Haftpflichtversicherung für das Tier.

Zudem sollten Sie über eine Krankenversicherung nachdenken, da gerade die rassetypischen Erkrankungen hohe Behandlungskosten nach sich ziehen können. Dazu kommen noch die Futterkosten. Monatlich gesehen können Sie so mit Kosten in Höhe von rund 100 – 200 Euro rechnen.

Welche Überlegungen sind vonnöten, wenn ich mir diese Rasse zulege?

Der Dobermann wurde als Wach- und Schutzhund gezüchtet und hat bis heute umfangreiche Schutzeigenschaften, die unter Kontrolle gehalten werden müssen. Daher ist von Anfang an ein sehr konsequentes Training mit dem Hund notwendig. Zudem benötigt die Rasse viel Zeit.

Auch wenn ein gut trainierter Dobermann einige Stunden allein bleiben kann, so ist es wichtig, dass er ausreichend Auslauf und Beschäftigung hat. Planen Sie dies bei den Überlegungen für den Kauf ein.

 

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