Bernhardiner

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Der Bernhardiner hat seinen Ursprung in der Schweiz und ist auch als St. Bernhardshund bekannt. Die Bezeichnung geht darauf zurück, dass der Bernhardiner ursprünglich in einem Hospiz gelebt hat, das sich am Großen St. Bernhard befand. Vor rund 200 Jahren beginnt die Geschichte der Züchtung der Rasse und es gibt Belege dafür, dass einer der ersten Hunde dieser Rasse „Barry“ genannt wurde.

Der berühmte Klosterhund soll als Lawinenhund mehr als 40 Menschen gerettet haben. Durch sein dichtes Fell und die Unterwolle sowie seine kräftige Statur wurde er zum Menschenretter. Zu Beginn der Züchtung war die Widerristhöhe der Hunde jedoch geringer als heute und sie wogen deutlich weniger. Überlieferungen zeigen, dass das Gewicht bei rund 50 kg lag.

Über die Jahre hinweg wurde der Bernhardiner auch in anderen unwegsamen Gebieten gerne als Rettungshund eingesetzt und die Rasse weiterentwickelt. Laut FCI gibt es klare Vorgaben für Größe und auch Gewicht. So darf die Widerristhöhe in der heutigen Zeit 90 cm beim Rüden nicht überschreiten.

Häufig sind Bernhardiner mit einem Gewicht von 100 kg keine Seltenheit. Im Vergleich zum früheren Klosterhund ist die Rasse heute für die Lawinenrettung kaum noch geeignet. Geführt wird der Bernhardiner in der FCI-Gruppe 2. Damit gehört er zu den Molossoiden.

Die offizielle Anerkennung als Schweizer Nationalhund und Hunderasse erfolgte im Jahr 1887, damals noch unter dem Namen „St. Bernhardshund“.

Interessant: Der Bernhardiner wird häufig als Hund mit Fässchen dargestellt. Die Klosterhunde trugen bei der Arbeit als Rettungshunde keine Fässchen.

Aussehen

Der Bernhardiner zeichnet sich durch seine Größe und sein Gewicht aus. Typisch für sein Aussehen sind hängende Lefzen sowie Augen. In der ursprünglichen Form der Rasse trug der Hund Kurzhaar, heute wird er mit langem Haar gezüchtet. Als Hund mit Stockhaar gibt es ihn nur noch sehr selten.

Die Grundfarbe bei dieser Rasse ist immer Weiß. Das Fell zeigt Variationen in Braungelb, gestromten Rottönen oder auch Rotbraun. Weiße Abzeichen sind beim Bernhardiner an den Pfoten, auf der Brust und an der Spitze der Rute zu finden.

Auffällig ist bei den Tieren die Maske im Gesicht, die ebenfalls dunkel ist. Es handelt sich um eine gewünschte Färbung des Fells, die in der Zucht bewusst unterstützt wird. Der Bernhardiner gehört zu den größten und schwersten Hunderassen, die anerkannt sind. Neben dem Mastiff führt er die Liste an.

Charakter

In der heutigen Zeit werden in der Bergrettung vermehrt Sennenhunde eingesetzt, der Bernhardiner dagegen als Familienhund geführt. Es handelt sich um eine Rasse, die ein sanftmütiges Wesen hat und sich stark an ihrem Halter orientiert.

Der Bernhardiner ist freundlich und aufgeschlossen, dabei aber ruhig und hat eine umfassende Geduld. Dadurch zeigen sich meist keine Probleme in Bezug auf Kinder, andere Hunderassen und auch Katzen oder weitere Haustiere.

Durch seine Vergangenheit als Schutzhund und Rettungshund ist dem Bernhardiner ein ausgeprägter Geruchssinn geblieben. Nach wie vor verfügt er über einen Beschützerinstinkt, den er gegenüber seinem menschlichen Rudel ausübt. Bei Gefahr geht er in die Verteidigung.

Lebenserwartung

Mit Beginn der Züchtung der Rasse im Hospiz war die Lebenserwartung des Bernhardiners deutlich höher als heute. So hat Barry ein Alter von 14 Jahren erreicht. Inzwischen unterscheiden sich die Angaben.

Fakt ist jedoch, dass der Bernhardiner zu den Rassen mit besonders geringer Lebenserwartung gehört. Diese liegt bei sechs bis zehn Jahren, wobei ein Alter von zehn Jahren eher selten erreicht wird. Neben seinem hohen Gewicht ist ein Auslöser für die kurze Lebenserwartung auch eine Anfälligkeit für Erkrankungen.

Sie können die Gesundheit des Hundes durch die folgenden Faktoren unterstützen:

  • Ernährung: Verhindern Sie eine Über-Ernährung des Hundes. Mit steigendem Gewicht steigt auch die Belastung für Herz und Kreislauf.
  • Bewegung: Auch wenn der Bernhardiner ein ruhiger Hund ist, sollte er mehrfach täglich ausgeführt werden. Verzichten Sie auf stark körperliche Hundesportarten zur Entlastung der Gelenke.  
  • Stresslevel: Der Bernhardiner benötigt ausreichende Ruhezeiten. Steht er stetig unter Stress, belastet dies seine Gesundheit.  

Wussten Sie schon…?
Bei großen Rassen dauert es bis zu zwei Jahre, bis der Hund komplett ausgewachsen ist.

Ernährung

Der Bernhardiner hat einen umfassenden Bedarf an Futter und sollte mit Alleinfutter ernährt werden. Dabei kann es sich um Feuchtfutter oder Trockenfutter handeln. Die großen Tiere neigen zu einer Magendrehung. Achten Sie darauf, dass er ausreichend Zeit für die Nahrungsaufnahme hat und sich danach nicht direkt stark bewegt, insbesondere nicht springt.

Es besteht die Möglichkeit, den Bernhardiner zu barfen. Möchten Sie ausschließlich Frischfutter füttern, ist eine fachkundige Beratung durch den Tierarzt eine gute Grundlage. Auch die Welpen der Rasse haben hohe Ansprüche an das Futter. Da sie sehr schnell wachsen, brauchen sie umfassende Nährstoffe und ein speziell auf Welpen ausgelegtes Futter.

Um den Magen nicht zu überlasten und den Bernhardiner dennoch ausreichend zu füttern, empfiehlt sich eine Fütterung dreimal am Tag.

Handelt es sich dabei um die dunkle Färbung um die Augen des Bernhardiners? Ich habe diese Bezeichnung bei Hunden noch nie gehört und im Internet auch nichts dazu gefunden. Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob es sich um einen Fachbegriff handelt, welches ich einfach nicht kenne oder ob es sich um eine Umschreibung handelt.

 

Haltung & Platzbedarf

Der Bernhardiner eignet sich nicht für die Haltung in einer Etagenwohnung. Aufgrund seiner Größe und seines Gewichts benötigt er viel Platz im Innenbereich. Es ist wichtig zu vermeiden, dass der Hund viele Treppen steigen muss. Das belastet seine Hüften.

Optimal ist eine Haltung auf dem Land in einem Haus mit Garten. Auch wenn der Bernhardiner lange Ruhezeiten hat, verbringt er diese gerne draußen und benötigt dafür auch ausreichend Raum.

Beachten Sie, dass der St. Bernhardshund zwar nicht gerne Hundesport macht, aber von Bewegung nicht abgeneigt ist. Bereits in Bezug auf seine Gesundheit sind lange Spaziergänge täglich zu empfehlen. Hier ist es optimal, wenn diese über Land und durch den Wald führen können. In der Stadt ist die Stressbelastung für den Hund oft sehr hoch.

Harmonie

Der Bernhardiner ist ein ruhiger und intelligenter Hund, der eine große Lernbereitschaft mitbringt. Dabei liegen seine Stärken in erster Linie in der Kopfarbeit. Um ein harmonisches Zusammenleben mit dem St. Bernhardshund in der Familie zu erzielen, ist daher die Arbeit mit ihm wichtig.

Auch wenn es sich um einen geduldigen Hund handelt, zeigt er seine Grenzen, die gewahrt werden sollten. Nach wie vor hat die Rasse einen Schutzinstinkt, den er auf seine Familie lenkt. Daher ist eine konsequente, aber liebevolle Erziehung wichtig.

Reisen mit dem Bernhardiner sind möglich, die Hunde lassen sich gut an die Fahrten im Auto gewöhnen. Bedenken Sie jedoch, dass der Hund korrekt gesichert werden muss. Die Box sollte eine ausreichende Größe haben, damit der Bernhardiner darin stehen und liegen kann.

Der Bernhardiner ist genügsam und kann, beim richtigen Training und der Gewöhnung, auch allein bleiben. Allerdings möchte er viel Zeit mit seinen Menschen verbringen. Daher sollte es eine Ausnahme bleiben. Die Tiere der Rasse können gut mit Artgenossen umgehen, lassen sich aber ungern ins Spiel integrieren und ziehen sich schnell zurück. Dennoch ist es wichtig, ihn mit anderen Hunden zusammenzubringen.

Zeitaufwand

Der Bernhardiner hat keinen hohen Anspruch an abwechslungsreiche Aktivitäten, muss aber bewegt werden. Dies hängt schon mit dem Schutz vor Übergewicht und der Gelenke zusammen. Daher sollten Sie täglich mehrere längere Spaziergänge mit dem Hund einplanen.

Zusätzlich dazu nimmt er gerne jede Aufmerksamkeit an. Bernhardiner werden gerne gestreichelt und durch Kopfarbeit herausgefordert. Bei Hitze brauchen sie umfassende Ruhe. Der tägliche Zeitaufwand der Rasse liegt daher bei rund drei Stunden.

Erziehung

Der Bernhardiner ist eine Rasse für erfahrene Hundehalter. Seine Größe sowie sein Gewicht benötigen eine souveräne Führung. Wenn ihm etwas nicht gefällt, kann er sehr stur werden. Die Grundlage in der Erziehung des Hundes ist Vertrauen und Innigkeit. Der Bernhardiner lässt sich nicht mit Strenge und Zwang führen.

Junge St. Bernardshunde sind sehr beweglich und haben Freude am Training. Ein Besuch in der Hundeschule ist empfehlenswert. Durch seine Gelassenheit und seine hohe Auffassungsgabe greifen Erziehungsmaßnahmen jedoch schnell.

Pflege

Kurzhaarige Bernhardiner sind heute seltener als Tiere mit einem langen Fell. Die Rasse verfügt über einen dichtes Unterfell. Daher sollte der Bernhardiner regelmäßig gebürstet werden. Nehmen Sie sich dafür Zeit und achten Sie darauf, dass Verschmutzungen komplett aus dem Fell entfernt werden.

Der St. Bernhardshund läuft sich die Krallen bei langen Spaziergängen normalerweise gut ab. Kontrollieren Sie die Länge dennoch in regelmäßigen Abständen.

Gesundheit

Die Zucht des Bernhardiners hat über die Jahre dafür gesorgt, dass die Rasse sehr anfällig gegenüber rassetypischen Erkrankungen ist. Die Größe basiert auf einem schnellen Wachstum der Welpen, was sich auf den Knochenapparat auswirkt. Koordinationsprobleme können entstehen.

Weitere Erkrankungen, die bei der Hunderasse häufiger auftreten, sind:

  • Epilepsie,
  • Hängeaugen und Hängelid
  • Krebs
  • Magenverdrehungen
  • Hüftdysplasie

Achten Sie schon im Welpenalter auf Koordinationsprobleme beim Jungtier. Eine regelmäßige Kontrolle von Hüfte und Knochen hilft dabei, mögliche Erkrankungen vorzeitig zu erkennen.

Wichtig: Beim Bernhardiner handelt es sich um eine Hunderasse, die nicht für Allergiker geeignet ist.

Kostenpunkt

Die Haltung eines Bernhardiners beginnt mit dem Kauf, der immer bei einem erfahrenen und anerkannten Züchter erfolgen sollte. So verhindern Sie eine Qualzucht oder die unerwünschte Vermehrung von unerfahrenen Vermehrern.

Rassebedingte Erkrankungen können zu häufigen Besuchen beim Tierarzt führen. Auch die Vorsorge in regelmäßigen Abständen ist wichtig. Eine Krankenversicherung für Hunde kann die Kosten überschaubar halten.

Ein Besuch in einer Hundeschule ist mit den Junghunden empfehlenswert. Der Bernhardiner arbeitet jedoch sehr gut mit seinem Halter zusammen. Eine Hundeschule ist daher nicht zwingend notwendig. Monatlich zu bedenken sind die Kosten für die Fütterung. Der Bernhardiner hat einen hohen Umsatz und benötigt dementsprechend viel Futter.

Der durchschnittliche Betrag für die monatlichen Kosten bewegt sich damit bei rund 200 Euro.

Welche Überlegungen sind vonnöten, wenn ich mir diese Rasse zulege?

Der Bernhardiner ist ein Großhund und braucht dementsprechend Platz. Für eine möglichst lange Lebenserwartung und die Gesundheit des Tieres ist es wichtig, täglich mehrfach längere Spaziergänge einzuplanen.
Durch die Neigung zur Magenverdrehung braucht er ausreichend Zeit zum Fressen und mehrmals täglich Nahrung.

Die geduldige Rasse arbeitet gerne mit dem Kopf und hat zudem einen gewissen Schutzinstinkt. Als Halter sollten Sie die Zeichen des Hundes lesen lernen und direkt reagieren, wenn er Gefahr für sein Rudel sieht und es beschützen möchte.

 

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