Australian Shepherd

Mit seinem beeindruckenden Aussehen erfreut sich der Australian Shepherd großer Beliebtheit. Was diese Hunderasse mit Schafen zu tun hat und wie viel Futter er am Tag benötigt, lesen Sie in diesem Beitrag.

Steckbrief Australian Shepherd

  • Rasse: Australian Shepherd
  • Herkunft: USA
  • Gewicht: Rüde: 23 - 25 kg, Hündin: 20 - 23 kg
  • Größe: Rüde: 46 - 53 cm, Hündin 44 - 50 cm
  • Alter: 10 bis 12 Jahre
  • Charakter: arbeitsam, aktiv, intelligent, lernbegierig, freundlich
  • Fell und Farbe: mittellanges Fell, verschiedene Farben
  • Pflege: regelmäßige Fellpflege
  • Bewegungsdrang: hoch, sehr aktiver Hund
  • Besonderheiten: Hund mit starkem Hütetrieb

Inhaltsverzeichnis


Herkunft

Häufig wird davon ausgegangen, dass der Australian Shepherd in Australien gezüchtet wurde und hier auch seinen Ursprung hat. Allerdings ist das faktisch falsch. Die Zuchtgrundlage geht auf die USA zurück. Im südlichen Teil des Landes, in Arizona, entstand die Rasse, wie sie heute bekannt ist. Der Aussie, wie er auch genannt wird, hat dennoch Wurzeln in Australien.

Als einst die Weißen nach Australien gingen und dort ihre Viehzuchten planten, brachten sie auch Hunde mit. Da die Schäferhunde schnell zu unverzichtbaren Begleitern im Land wurden, kreuzten die Einwanderer ihre Schäferhunde miteinander.

Doch da die Einwanderer aus verschiedenen Ländern stammten und dementsprechend auch unterschiedliche Schäferhundarten mitbrachten, entstand durch die Kreuzungen über die Jahre hinweg eine eigene Rasse. Diese war optimal auf die Bedingungen in Australien zugeschnitten.

Durch Kreuzungen mit Hunden, wie den Collies oder auch den Berghunden, entstanden die Vorfahren des Australian Shepherd. Sie wurden in die USA gebracht und hier mit offenen Armen empfangen.

In den USA waren zur damaligen Zeit noch jede Menge Wanderschäfer unterwegs, die einen guten Hütehund gebrauchen konnten. Seine Standhaftigkeit und sein Durchhaltevermögen sorgten für weitere Zuchtbemühungen, wodurch anschließend der Australian Shepherd entstand.

Mit dem Rückgang der Schäferei wurde der Australian Shepherd weniger benötigt und fand andere Aufgaben. Er wurde bei Veranstaltungen vorgeführt, da er schnell Kunststücke lernte. 1957 bildete sich zudem der Australian Shepherd Club of America, auch als ASCA bekannt.

Mit den zunehmenden Zuchtbemühungen und der Anerkennung der Rasse kam es aber auch zu immer mehr Veränderungen von Fell- und Augenfarbe. Die Merlefarben sind zwar sehr beliebt, allerdings basieren sie auf einem Gendefekt. Dieser Defekt kann sich auch auf die Augen auswirken. Sie wirken dann besonders hell und werden auch als Geisteraugen bezeichnet.

Der FCI führt den Australian Shepherd in der Gruppe 1. Es handelt sich um eine Rasse, die als Hütehund und Treibhund gehalten wird.


Interessant:

Eine Anerkennung der Rasse erfolgte erst 2007 durch den FCI. Unter anderem war auch einer der Gründe dafür, dass viele Züchter die Anerkennung gar nicht wollten, um den Hund vor Krankheiten zu schützen.


Aussehen

Die Optik des Australian Shepherd ist beeindruckend. Der mittelgroße Hund ist sehr beweglich und hat ein mittellanges bis langes Haarkleid, das verschiedene Farben aufweisen kann. Neben der umstrittenen Farbe „Merle“, verfügen viele Hunde über schwarze, braune und weiße Zeichnungen als Grundfarben.

Die Unterwolle des Hundes ist sehr dicht. Schließlich musste der Australian Shepherd bei jedem Wetter draußen aktiv sein, weshalb es umso wichtiger war, dass sein Fell schnell trocknet und wasserdicht ist.

Der Körperbau ist kräftig und verfügt über sehr gute Proportionen. Der Kopf ist groß, passt aber sehr gut zum Körper. Seine Rute ist normalerweise lang. Teilweise verfügen die Hunde über eine Stummelrute, was jedoch auf eine schlechte Zucht hindeutet.

Die Größe variiert. Während Rüden eine Widerristhöhe von bis zu 53 cm erreichen können, sind Hündinnen  etwas kleiner. Beim Gewicht liegt der Australian Shepherd bei rund 25 kg.


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Charakter

Der Australian Shepherd wird als eine der intelligentesten Hunderassen angesehen und verfügt über einen sehr umfangreichen Hütetrieb. Gerade dieser Hütetrieb war einer der Gründe dafür, dass der Arbeitshund in Australien und den USA so viel zum Einsatz kam. Heute trägt er das Erbe noch immer in sich und braucht eine umfangreiche Auslastung durch sein menschliches Rudel.

Der Australian Shepherd wird gerne als Familienhund gehalten. Dabei ist für Sie zu berücksichtigen, dass er über einen sehr großen Schutztrieb verfügt, der sich durchaus auch auf seine Familienmitglieder richten kann. Eine konsequente Erziehung mit klaren Grenzen ist daher notwendig.

Die Rasse möchte gerne arbeiten und zeigt das auch dem Halter oder der Halterin. Der Australian Shepherd fordert sehr viel Abwechslung und liebt den Hundesport sowie die Begleitung bei sportlichen Ausflügen des Rudels. Seine Lebensfreude ist beeindruckend.

Aufgrund seiner Lernwilligkeit lernt er Kommandos scheinbar im Schlaf. Zudem ist er sehr verkuschelt und sucht stetig die Nähe. 


Gut zu wissen:

Der Aussie ist kein Hund, der gerne stundenlang zu Hause auf seine Familie wartet. Der agile Hund möchte immer bewegt werden. Er kann zwar einige Stunden allein bleiben, zeigt aber auch seinen Missmut darüber.


Lebenserwartung

Wenn der Australian Shepherd aus einer gesunden Zucht stammt, hat er eine recht hohe Lebenserwartung. Ein Alter von 12 Jahren kann sehr gut erreicht werden. Auch ältere Hunde sind bekannt. Wichtig ist, dass Sie auf eine artgerechte Haltung achten und dabei die folgenden Kategorien berücksichtigen:

  • Bewegung: Der Australian Shepherd braucht jede Menge Bewegung. Dabei muss auf seinen Körper geachtet werden. Er ist robust, aber auch übermütig. Sorgen Sie dafür, dass er ausgelastet wird. Achten Sie aber auch auf mögliche Verletzungen, die schnell behandelt werden sollten.   
     
  • Ernährung: Durch seinen hohen Bewegungsdrang braucht der Australian Shepherd auch möglichst viele Kalorien. Diese müssen aber gesund sein. Proteine über frisches Fleisch sind optimal geeignet. Eine ausgewogene Ernährung steigert die Lebenserwartung.

  • Zucht: Nach den Rassestandards ist es erlaubt, dass der Australian Shepherd in Merle gezüchtet wird. Diese Hunde weisen aber häufig Defekte im Genpool auf. Seriöse Züchter verzichten daher gerne auf diese Fellfarbe. Sie als Käufer oder Käuferin können dies ebenfalls tun.    

Wussten Sie schon?

Der Aussie braucht recht lange, bis er ausgewachsen ist. Erst nach drei bis vier Jahren hat er seine endgültige Größe erreicht.


Ernährung

Der Australian Shepherd ist ideal für das Barfen geeignet, wenn Sie Ihren Hund gerne mit frischem Fleisch, Kräutern, Obst und Gemüse ernähren möchten. Es handelt sich hierbei um eine besonders artgerechte Form der Ernährung, die aber auch für den Halter oder die Halterin eine echte Herausforderung darstellt.

Ebenso gut geeignet ist ein hochwertiges Alleinfutter, das den Australian Shepherd mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Hier können Sie zwischen Trockenfutter und Nassfutter wählen oder auch beides kombinieren. Täglich zweimal Futter sind die ideale Grundlage.

Zwischendurch ist auch ein frischer Knochen eine sehr gute Herausforderung für den Hund, die er gerne annimmt.

Haltung & Platzbedarf

Geht es um Haltung und Platzbedarf, ist der Australian Shepherd einer der Hunde, der hier einige Anforderungen stellt. Eine Stadthaltung ist nicht optimal, da er viel Bewegung braucht und gerne in der Natur unterwegs ist. Die Haltung in einer Wohnung wird ebenfalls nicht empfohlen. Optimal ist es, wenn der Aussie die Freiheit hat, jederzeit in den Garten gehen zu können.

Auch die Nähe zur Natur sollte gegeben sein. Lange Spaziergänge durch gefüllte Straßen und zwischen lauten Autos sind nicht die liebste Beschäftigung der Rasse. Die Aussies lassen sich zwar gut daran gewöhnen, glücklich sind sie hier aber nicht.

Möchten Sie mit dem Hund auf Reisen, sollten Sie ihn im Auto korrekt sichern und auch ausreichend Pausen einlegen, damit er sich gut bewegen kann.

Harmonie

Der Australian Shepherd ist ein sehr freundlicher Hund, der offen und neugierig ist. Schon die Welpen haben jede Menge Spaß am Leben und lernen gerne neue Hunde kennen. Eine Sozialisierung sollte immer möglichst schnell erfolgen. Der Aussie hat zwar keinen Jagdtrieb, dafür aber einen ausgeprägten Schutztrieb. Aus diesem Grund sollten die Hunde langsam an andere Hunde, Haustiere oder Kinder herangeführt werden.

Weniger harmonisch wird es, wenn er nicht ausreichend gefördert und bewegt wird. Dann kann er sehr fordernd und ungeduldig werden.

Zeitaufwand

Zeit ist einer der wichtigsten Aspekte, wenn es um die Frage geht, ob ein Australian Shepherd zu Ihnen passt. Mit dieser Hunderasse haben Sie einen treuen und verlässlichen Begleiter. Gleichzeitig haben Sie hier aber auch einen fordernden Hund, der täglich mehrere Stunden bewegt und unterhalten werden möchte. Ein Zeitaufwand von fünf Stunden ist dabei das Minimum.

Der Australian Shepherd eignet sich gut als täglicher Begleiter und ist gerne immer an Ihrer Seite.

Erziehung

Erziehung und Ausbildung sind etwas, das machen mit dem Australian Shepherd jede Menge Spaß. Die intelligenten Hunde möchten ihrem Rudel gefallen und fügen sich optimal ein, wenn Sie von Beginn an auf Vertrauen und klare Signale setzen.

Ein Aussie braucht diese klaren Strukturen, damit er genau weiß, was er tun soll. Um die korrekten Befehle zu erlernen, sollten Mensch und Hund eine erfahrene Hundeschule aufsuchen. Neben den Grundkommandos dürfen auch gerne Einheiten beim Hundesport belegt werden. Hier wird der Australian Shepherd umfangreich gefördert und vielseitig bewegt.

Der Australian Shepherd lernt mit seinem Rudel. Auch Sie werden bei der Haltung Schritt für Schritt lernen, wie sich dieser besondere Hund führen lässt.

Pflege

Bei der Pflege ist der Australian Shepherd recht anspruchslos, lediglich sein Fell sollte nicht leiden. Die Hunde sind im Wald, über Wiesen und am Wasser unterwegs. Knoten im Fell sind keine Seltenheit.
Es ist gut, wenn Sie täglich mit der Bürste durchgehen und kleine Knoten sofort lösen. So wird verhindert, dass das Fell verklebt. Gewaschen wird der Aussie am besten nur dann, wenn es gar nicht mehr anders geht.

Gesundheit

Der Australian Shepherd ist ein sehr robuster Hund, der bisher von umfangreichen Erkrankungen verschont geblieben ist. Seriöse Züchter achten bei der Verpaarung genau darauf, dass beide Elterntiere gesund sind. Dennoch gibt es immer wieder Erbkrankheiten, die sich durchsetzen und bei den Hunden für Probleme sorgen.

Einige Erkrankungen, die häufiger aufgetreten, sind:

  • Gebissfehler
  • Katarakt
  • Progressive Retina Atrophie
  • MDR-1 Gendefekt

Wichtig!

Der genannte Defekt wirkt sich auf den Stoffwechsel der Hunde aus. Es kann sein, dass Ihr Hund allergisch auf bestimmte Wirkstoffe reagiert und es zu Krämpfen sowie einem Tremor kommt.


Kostenpunkt

Die Kosten für den Australian Shepherd werden unterteilt in Anschaffungskosten sowie in Pflegekosten und Versicherungen. Die Kosten für die Anschaffung liegen im  vierstelligen Bereich, wenn Sie sich an einen seriösen Züchter wenden. Sie sollten sich umfassend über die Haltung und die Zucht informieren.

Dazu kommt die Versicherung des Hundes. Eine Hundehaftpflichtversicherung trägt mögliche Schäden, die durch den Aussie entstehen können. Mit einer Krankenversicherung für Hunde können Sie die Kosten bei großen Eingriffen reduzieren. Die Versicherungen sowie die Steuer liegen monatlich bei rund 10 - 15 Euro.

Zu den regelmäßigen Kosten gehören auch die Futterkosten. Der Australian Shepherd hat einen großen Appetit und braucht viele Kalorien. Mit hochwertigem Futter liegen Sie daher monatlich bei Kosten von rund 80 - 100 Euro.

Welche Überlegungen sind vonnöten, wenn ich mir diese Rasse zulege?

Der Australian Shepherd braucht einen Halter oder eine Halterin mit großem Bewegungsdrang. Es handelt sich um Hunde, die immer gerne aktiv sind. Natürlich hat der Aussie auch durchaus seine Ruhezeiten, die aber überschaubar sind. Stattdessen ist er lieber unterwegs.

Er ist kinderfreundlich, hat aber einen ausgeprägten Schutztrieb. Durch eine konsequente Erziehung sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund auf Sie reagiert und alle Kommandos verlässlich lernt.

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